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Dämmung mit Steinwolle

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Inhaltsverzeichnis

Herstellung und Geschichte

Steinwolle ist in Form von Matten, Platten und als Einblasdämmung erhältlich und zählt zur Mineralwolle. Der Dämmstoff besteht aus Stein, Kalkstein und Recycling-Formsteinen, die gemeinsam bei 1.500 Grad in einem Ofen geschmolzen werden. Anschließend wird die Steinschmelze zu Fasern versponnen. Im nächsten Schritt werden dem Gemisch Binde- und Imprägniermittel hinzugefügt. Danach wird das Ganze erneut erhitzt, sodass die Bindemittel aushärten.

Der Gründer der Firma Grünzweig Et Hartmann, Carl Grünzweig, und sein Sohn Max, waren in der Entwicklung von Dämmstoffen tätig und arbeiteten vornehmlich mit Kork. Doch dieser Dämmstoff erhielt mit der Erfindung der Glaswatte eine ernstzunehmende Konkurrenz, sodass die Grünzweigs mit der Forschung nach einem Dämmstoff aus Mineralfaser begannen. Nach vier Jahren Arbeit entstand angeblich 1939 die Steinwolle.

Bild: Energieheld Tipp

Steinwolle verfügt über gute Wärmedämmeigenschaften. Darüber hinaus gilt das Material als nicht brennbar. Im Vergleich zu anderen mineralischen Dämmstoffen wie Glaswolle besitzt Steinwolle bessere Eigenschaften in Sachen Schallschutz. Allerdings verlieren sowohl Steinwolle als auch Glaswolle beim Kontakt mit Feuchtigkeit einen großen Teil ihrer Dämmwirkung.

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Besonderheiten und Einsatzbereiche von Steinwolle

Bild: Fenster im Dachgeschoss
Steinwolle als Dämmung im Dach | © Free-Photos / pixabay.com CC0

Steinwolle bietet gute Wärmedämmeigenschaften. So ist die Wärmeleitfähigkeit des Materials niedrig und beträgt im Durchschnitt gerade einmal 0,035 Watt pro Meter und Kelvin. Aus diesem Grund wird Steinwolle gerne im Bereich des Dachs oder als Deckendämmung eingesetzt.

Falls Sie neben guten Dämmeigenschaften auch auf Schallschutz setzen möchten, ist Steinwolle eine gute Wahl. Die Dämmung sorgt dafür, dass weniger Lärm von außen in Ihr Haus eindringt und Geräusche innerhalb des Wohnraums minimiert werden. Somit können Sie Steinwolle zur Abschottung von Räumen oder zur Schalldämmung in Geschossdecken einsetzen.

Wenn Sie Maßnahmen zur Fassadendämmung planen, sollten Sie über den Einsatz von Steinwolle nachdenken. Denn als vlieskaschierte Dämmplatte stellt der mineralische Stoff eine gute Alternative zu EPS dar. Um Hohlräume an Fenstern und Türen aufzufüllen, kann Steinwolle als Einblasdämmung genutzt werden.

Dämmstoff Besonderheiten Einsatzbereich
Steinwolle Gute Dämmeigenschaften Dach und Decken
Guter Schallschutz Decken und Wände
Vielfältige Formen Decken, Wände, Dach, Fassade

Sinnvolle Alternativen für Steinwolle als Dämmstoff

Warum auch immer Sie sich gegen eine Dämmung mit Steinwolle entscheiden, Ihnen stehen unterschiedliche Alternativen zur Verfügung. Die richtige finden Sie, indem Sie sich darüber klar werden, für welchen genauen Zweck die Dämmung verwendet werden soll.

Eine Alternative ist beispielsweise Hanf als Dämmstoff. Dieser verfügt mit durchschnittlich 0,039 Watt pro Meter und Kelvin über ähnliche Dämmeigenschaften wie Steinwolle. Weiterhin bietet Hanf einen sehr guten Hitzeschutz. Allerdings gilt der Stoff durch die Einordnung in die Brandschutzklasse B2 als normal entflammbar und ist nur in Form von Matten erhältlich.

Eine synthetische Alternative zu Steinwolle stellt der Dämmstoff Styropor / EPS dar, da sich die beiden Materialien in vielen Dingen ähneln. So verfügt EPS über ähnliche Eigenschaften in Sachen Wärmeleitfähigkeit und Hitzeschutz. Zusätzlich ist EPS resistent gegenüber Feuchtigkeit, dafür aber als normal entflammbar eingestuft.

Vorteile und Nachteile von Steinwolle als Dämmstoff

Bild: Straßenschild vor Bergpanorama
Steinwolle hat viele Vorteile | © Pexels / pixabay.com CC0

Ein Vorteil von Steinwolle als Dämmstoff ist die Resistenz gegenüber Schimmel und Ungeziefer. Darüber hinaus verfügt Steinwolle mit der Brandschutzklasse A1 - nicht brennbar - über beste Brandschutzeigenschaften.

Die Wärmeleitfähigkeit von Steinwolle beträgt lediglich 0,035 bis 0,040 Watt pro Meter und Kelvin und ist somit als gut zu bewerten. Um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) bezüglich eines U-Werts von 0,24 W/(m²K)zu erfüllen, muss eine reine Steinwolle-Dämmung lediglich circa 14 Zentimeter stark sein. Allerdings birgt Steinwolle als Dämmstoff auch negative Aspekte.

Ein Nachteil ist sicherlich die Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit. Das schränkt nicht nur den Einsatzbereich für Steinwolle ein, sondern die Nässe führt unter Umständen zum vollständigen Verlust der Dämmwirkung. Weiterhin wird bei der Herstellung von Steinwolle sehr viel Primärenergie benötigt, was die Öko-Bilanz des Stoffs verschlechtert.

Dämmstoff Vorteile Nachteile
Steinwolle Resistent gegen Schimmel und Ungeziefer Nicht resistent gegenüber Feuchtigkeit
Nicht brennbar Nicht für Außenbereiche geeignet
Niedrige Wärmeleitfähigkeit Hoher Energiebedarf bei Herstellung
Geringe Dämmdicke notwendig -

Übliche Preise für Steinwolle (Material / Einbau)

Die Materialkosten für Steinwolle als Dämmstoff belaufen sich ohne Einbau und je nach Hersteller auf circa 5 bis 20 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zu anderen Dämmungen und mit Blick auf die guten Eigenschaften von Steinwolle kann dies als günstig betrachtet werden. Zum Preis für das Material sind die Kosten für den Einbau noch hinzuzurechen. Wie viel Sie letztlich für eine Dämmung aus Steinwolle einplanen sollten, hängt auch von der verwendeten Dämmdicke und dem konkreten Vorhaben ab.

Beispiel: Dämmung der Geschossdecke (60 m²) mit Steinwolle

Im folgenden Beispiel stellen wir für Sie die potenziellen Kosten bei einer Dämmung der obersten Geschossdecke mit Steinwolle dar. Dabei gehen wir von einer Dämmdicke aus, die die Vorgaben der EnEV erfüllt. Weiterhin finden Sie die Kosten für Maßnahmen einer begehbaren und nicht begehbaren Geschossdecke gegenübergestellt. Während wir bei der Umsetzung einer nicht begehbaren Geschossdecke mit einer Einblasdämmung rechnen, setzen wir bei der begehbaren Version eine Dämmung durch Matten voraus.

Dämmstoff Dämmung Materialkosten Einbaukosten Kosten für 60 m²
Steinwolle Nicht begehbare Geschossdecke (Einblasdämmung) 15 € pro m² 10 -15 € pro m² 1.500 - 1.800 €
Begehbare Geschossdecke (Dämmmatten) 20 € pro m² 40 - 60 € pro m² 3.600 - 4.800 €

Die wichtigsten Eigenschaften von Steinwolle

Bild: Streichholzkopf mit Qualm
Steinwolle ist nicht brennbar | © HG-Fotografie / pixabay.com CC0

Dank der Imprägnierung sowie der Beimischung von Bindemitteln im Produktionsprozess ist Steinwolle stabil und wasserabweisend. So ist der Stoff resistent gegen Schimmel. Eine weitere besondere Eigenschaft von Steinwolle ist deren Rohdichte.

Diese sorgt zwar für ein vergleichsweise hohes Eigengewicht, aber auch für einen guten Schallschutz. So werden Schallwellen und damit Geräusche eingedämmt. Auch Ungeziefer zeigt in der Regel keinerlei Interesse an dem mineralischen Stoff. Darüber hinaus kann die schlechte Brennbarkeit von Steinwolle als besonders wichtige Eigenschaft gewertet werden und ist vor allem dann von Vorteil, wenn ihr Projekt einen hohen Brandschutz erfordert.

Dämmstoff Eigenschaft Wirkung in der Praxis
Steinwolle Imprägnierung Wasserabweisend
Zusatz von Bindemitteln Stabil
Spezifische Rohdichte Dämmt Geräusche ein
Materialstruktur Resistent gegen Ungeziefer
Schlechte Brennbarkeit Hoher Brandschutz

Umweltfreundlichkeit

Bei der Produktion von Steinwolle wird viel Energie benötigt. Zwischen 150 und 400 kWh Primärenergie wird pro Kubikmeter Steinwolle verbraucht. Als Vergleich: Die Kunststoff-Dämmung Styropor / EPS, welche als sehr energieaufwendig in der Herstellung gilt, benötigt etwa 250 bis 750 kWh Primärenergie pro Kubikmeter Dämmstoff. Dem gegenüber muss die Tatsache gestellt werden, dass Steinwolle aus mineralischen, nachhaltigen Bestandteilen zusammengesetzt ist. So ist eine abschließende Bewertung der Öko-Bilanz von Steinwolle nicht möglich.

Kälteschutz und Hitzeschutz

Mit 840 Joule pro Kilogramm und Kelvin bewegt sich Steinwolle in Sachen Hitzeschutz im unteren Bereich. Dementsprechend ist der Schutz vor sommerlicher Wärme oder frostiger Kälte gering. Im Kombination mit anderen Dämmstoffen kann jedoch auch mit Steinwolle ein guter Hitze- und Kälteschutz erzeugt werden.

Brennbarkeit und Feuchtigkeitsregulierung (Schimmelgefahr)

Steinwolle wird in die höchste Brandschutzklasse A1 eingeordnet und gilt damit als nicht brennbar. Im Kombination mit seinen anderen Eigenschaften wird der Stoff deshalb gerne für die Dämmung von Hochhäusern verwendet. Auch in Sachen Schimmelbildung punktet Steinwolle, da die wasserabweisenden Eigenschaften die Bildung von Schimmel verhindern. Allerdings ist Steinwolle nicht diffusionsoffen und reguliert somit nicht die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Entsorgung von Steinwolle

Steinwolle ist ebenso wie Glaswolle nicht brennbar, was zwar für den Einsatz im Haus besonders vorteilhaft ist, bei der Entsorgung aber zu Komplikationen führt. So kann ausgediente Steinwolle nicht einfach zur Müllverbrennungsanlage gebracht werden, sondern muss auf einer Deponie gelagert werden. Auch eine Weiter- oder Wiederverwertung von Steinwolle-Dämmungen ist in der Regel nicht möglich. Da nicht alle Deponien in Deutschland für die Lagerung von Steinwolle zertifiziert sind, können die Kosten je nach Region variieren. Rechnen Sie mit circa 180 Euro pro Tonne verpresster Steinwolle.