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Allgemeines zu Türen

Jedes Gebäude hat mindestens einen Eingang, die meisten sehr viel mehr Türen. Wenn man also baut oder renoviert, können Türen einen nicht unerheblichen Kostenfaktor darstellen. Dabei ist die Vielzahl der unterschiedlichen Türen und der jeweils damit verbundenen Spezifika groß.

Ob Haustür, Terrassentür oder Innentür, der Vielfalt im Design sind kaum Grenzen gesetzt. Und gerade Außentüren repräsentieren zu einem guten Teil Haus und Bewohner gegenüber der Außenwelt.

Arten und Preise im Vergleich

Je nach Art und Beschaffenheit der Tür kann der Preis stark variieren. Durchschnittlich am günstigsten sind einfache Innentüren, am teuersten fallen meist Eingangstüren und Terrassentüren aus.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine grobe Übersicht darüber, welche Kosten beim Kauf einer Tür auf Sie zukommen. Bedenken Sie jedoch, dass wie so oft nach oben hin kaum eine Grenze gesteckt ist und diese maximal durch das eigene Budget und die Fantasie gesetzt wird. In einem Smart Home können die Türen z. B. per Fernbedienung geöffnet werden.

Art der Tür Gängige Materialien; Besonderheiten Durchschnittliche Kosten
Haustür Kunststoff, Aluminium, Holz; hoher Sicherheitsstandard 1.300 - 6.000 €
Seiteneingangstür Kunststoff, Aluminium, Holz; hoher Sicherheitsstandard 900 - 6.000 €
Wohnungstür Kunststoff, Aluminium, Holz; niedrigerer Sicherheitsstandard 600 - 3.500 €
Innentür Kunststoff, Holz, Spanplatten 170 - 600 €
Balkontür häufig vollverglast, Holz oder Kunststoff 500 - 4.000 €
Terrassentür häufig vollverglast, Holz oder Kunststoff 2.700 - 7.000 €
Kellertür Stahl oder Aluminium 150 - 2.500 €
Brandschutztür selbstschließend 300 - 4.000 €

Das beste Material für Türen

Bild: Bunte Haustüren
Bunte Türen im irischen Stil | © TuendeBede / pixabay.com CC0

Das definitiv beste Material für eine Tür gibt es nicht. Moderne Türen weisen unabhängig vom Material gleiche dämmende Eigenschaften auf. Aus diesem Grund ist die Wahl des Materials vor allem von den Finanzen und den persönlichen Präferenzen abhängig.

Während Kunststoff meistens die günstigste Alternative darstellt, ist der gestalterische Spielraum bei diesem Material eingeschränkt. Optisch ansprechender, dafür aber auch teurer, sind Türen aus Holz oder Aluminium.

Einbau neuer Türen

Wenn Sie eine neue Tür einbauen wollen, ist vor allem wichtig, dass die Tür samt Zarge und Rahmen in die dafür vorgesehene Öffnung passt. Während das bei einem Neubau leicht zu planen ist, kann es bei einer Sanierung schon kniffliger werden. Deshalb sollte diese Arbeit unbedingt ein Fachmann erledigen. Ansonsten drohen Wärmeverluste und damit steigende Heiz-Kosten.

Einbaukosten

Die Kosten für den reinen Einbau richten sich dabei nach den Handwerkerstunden. Eine Stunde schlägt mit ca. 40 bis 60 Euro zu Buche. Das heißt, dass Sie für den Einbau einer Außentür mit Kosten von 200 bis 600 Euro rechnen müssen. Für eine Innentür fallen dagegen nur 40 bis 100 Euro an. Weiterführende Informationen zu den Einbau-Kosten von Türen finden Sie in untenstehender Tabelle.

Tür Dauer des Einbaus Einbau-Kosten (inklusive Kleinteile)
Innentür 1 - 2 Stunden 40 - 100 €
Haustür 5 - 10 Stunden 200 - 600 €
Balkontür 8 - 12 Stunden 300 - 800 €
Terrassentür 8 - 16 Stunden 300 - 1.000 €

Die eventuelle Vergrößerung bisheriger Wanddurchbrüche sowie die Entsorgung der alten Tür sind Kostenfaktoren, die neben den reinen Material- und Handwerkskosten bedacht werden müssen. So kann es passieren, dass Sie zusätzlich einen Trockenbauer engagieren müssen, der den Putz rund um die Laibung wiederherstellt.

Außerdem ist Vorsicht bei der Dämmung der Fassade geboten. Diese muss bei einem Mauerdurchbruch natürlich erhalten bleiben, sonst drohen ebenfalls Wärmeverluste und die Heiz-Kosten steigen unnötig.

Sicherheit und Einbruchschutz

Bild: Wohnungstür mit Sicherheitsschloß
Sicherheit wird immer wichtiger | © neshom / pixabay.com CC0

Wenn auch die wenigsten Einbrecher durch die Eingangstür kommen, da Fenster im Normalfall weniger Widerstand leisten, ist der Einbruchschutz der Haustür dennoch nicht irrelevant. Die Sicherheit einer Tür lässt sich vor allem im Bereich des Schließmechanismus verbessern.

Kein Einbrecher wird versuchen, ein Loch in die Tür zu brechen, durch das er einsteigen kann, sondern stattdessen versuchen, das Schloss zu knacken oder zu zerstören. Neben der Nutzung spezieller Sicherheitsschlösser gibt es die Möglichkeit, im Bereich der Scharniere gesonderte Verstärkungen sowie zusätzliche Schlösser und Riegel anzubringen.

Während die EU-Norm Einbruchsicherheit bis zu einer maximalen Stufe von RC 6 wertet, reicht für ein durchschnittliches Wohnhaus wohl eine Einbruchsicherheit der Stufe RC 3 aus. Diese sorgt statistisch gesehen dafür, dass jeder Gelegenheits-Einbrecher abgeschreckt wird, da der Einbruch zu lange dauern würde.

Förderung für neue Türen

Der Einbau einer neuen Haustür kann vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Einzelmaßnahme gefördert werden. Wenn die neue Haustür einen U-Wert von 1,3 W/(m²K) oder niedriger erreicht, sieht die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) einen Zuschuss von 20 Prozent vor. Das gilt auch für alle anderen Außentüren beheizter Räume.

Wichtig ist jedoch, dass die Kosten für die neue Tür die Bagatellgrenze von 2.000 Euro übersteigt. Bei Beträgen darunter gibt es keine Förderung. Die BAFA-BEG-Förderung als auch der Tilgungszuschuss des KfW 262 für Einzelmaßnahmen kann auf 25 Prozent erhöht werden, wenn die Maßnahme zuvor in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) berücksichtigt worden ist, der von einem dafür zertifizierten Energieberater ausgestellt wurde.

Alternativ kann ein zinsgünstiger Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen werden: Der KfW-Kredit 262 für die Einzelmaßnahme. Die Förderung beträgt ebenfalls 20 Prozent und wird in Form eines Tilgungszuschusses gewährt. Vergleichen Sie ruhig die Kredit-Konditionen der KfW mit denen einer normalen Bank. Wichtig: Für den Erhalt der Förderung (BEG EM / KfW 262) ist die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) vorgeschrieben.

Als weitere Alternative kann der KfW-Zuschuss 455 E zur Erhöhung der Einbruchsicherheit in Höhe von maximal 1.600 Euro genutzt werden. Auch zu diesem Thema ist weiterhin eine Kreditaufnahme möglich. Der Kredit 159 stellt bis zu weitere 50.000 Euro zur Erhöhung der Sicherheit zur Verfügung, allerdings ohne Tilgungszuschuss. Eine Kombination mit dem Programm KfW 455 E ist jedoch nicht möglich.

Programm Art Türen-Förderung
BAFA BEG EM Zuschuss 20 % der förderfähigen Kosten zwischen 2.000 und 60.000 €
+ ggf. 5 % ISFP-Bonus
KfW 262 Kredit mit Zuschuss 20 % Tilgungszuschuss der Kredithöhe bis max. 60.000 €
+ ggf. 5 % ISFP-Bonus
KfW 159 Kredit u. a. für zusätzlichen Einbruchschutz Nur Kredit bis 50.000 €, kein Tilgungszuschuss
KfW 455-E Zuschuss für zusätzlichen Einbruchschutz Bis zu 1.600 €

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