Neue Haustür gesucht?

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Die Haustür - mehr als nur der Zugang zum Haus

Die Haustür ist oft das Erste, was von außen wahrgenommen wird und daher für Viele die Visitenkarte Ihres Hauses. Es existiert eine Vielzahl an Modellen mit den verschiedensten Eigenschaften und Gestaltungsmöglichkeiten. Auch die Preisspanne schwankt von günstigen Modellen bis hin zu sehr teuren Haustüren.

Bei der Wahl der neuen Haustür sollten aber nicht nur Kosten und optische Gestaltung berücksichtigt werden. Auch Aspekte wie Funktionalität, Energieeffizienz und Sicherheit sollten bereits bei der Planung mit bedacht werden, um langfristig zufrieden mit der Tür zu sein.

Die verschiedenen Arten von Haustüren

Grundsätzlich lassen sich Haustüren in die drei verschiedenen Stilrichtungen klassisch, modern und individuell designed einordnen. Allerdings lassen sich Haustüren nicht nur nach Form und Farbe, sondern auch nach ihrem Material und dem Standort, an dem sie eingesetzt werden, unterscheiden. Für die jeweiligen Typen ergeben sich daher unterschiedliche Anforderungen, auf die Sie bei Ihrer Planung eingehen sollten.

Klassische Haustüren bestehen zumeist aus Holz und weisen häufig eine klare Lininenführung auf. Moderne Haustüren werden meistens aus Aluminium oder Kunststoff hergestellt und sind nicht selten mit ausgefallenen Griffen, Farben oder weiteren Extras ausgestattet. Designerhaustüren werden individuell nach Kundenwunsch angefertigt, weshalb hier oft Kombinationen verschiedener Materialien vorzufinden sind. Üblich sind hier auch originelle Glaseinsätze und asymmetrische Formen.

Materialunterschiede von Haustüren

Haustüren werden aus unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Besonders verbreitet sind Haustüren aus Holz, Glas, Kunststoff und Aluminium. Jedes Material hat bestimmte Eigenschaften, die sich besonders gut für Haustüren eignen. Die Kombination aus mehreren Materialien kann in vielen Fällen zu einer Optimierung oder Verbindung von Eigenschaften führen, was die Haustüren noch energieeffizienter und witterungsbeständiger macht.

Besonders beliebt ist in dieser Hinsicht die Kombination aus Holz und Aluminium. Bei dieser Variante wird das empfindliche Holz an der Innenseite der Tür angebracht, während das robuste Aluminium sich an der Außenseite befindet. Auf diese Weise wird die warme Atmosphäre, die das Holz innen verströmen soll, beibehalten, aber die Haustür ist von außen gegen Witterungseinflüsse geschützt. Wer die schlichte Optik des Aluminiums zu industriell findet, der kann den Alurahmen mit Hilfe von Holzverzierungen aufpeppen.

Material Vorteile Nachteile
Holz Ausgezeichnete Dämmeigenschaften, Gestaltungsvielfalt, hohe Sicherheit Hoher Pflegeaufwand, nicht witterungsbeständig
Glas Gute Dämmeigenschaften, Gestaltungsvielfalt, hoher Lichteinfall, offenes Wohngefühl Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen erforderlich
Kunststoff Besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Gestaltungsvielfalt, pflegeleicht Starker Verzug, geringe Wärme- und Schalldämmung
Aluminium Gestaltungsvielfalt, pflegeleicht, hohe Sicherheit, witterungsbeständig  Geringere Wärmedämmung als Haustüren aus Holz
Holz-Alu Sehr gute Wärmedämmung, besonders energieeffizient, schöne Optik Vergleichsweise teuer

Was kosten neue Haustüren?

Bild: Haustür aus Holz
Doppelflügelige Haustür aus Holz | © webandi / www.pixabay.com CC0

Viele Faktoren beeinflussen den letztlichen Preis einer neuen Haustür. Neben den Maßen und dem verwendeten Material spielen die nahezu unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten hierbei eine große Rolle. Werden Glaseinsätze eingebaut? Wenn ja, sind die Gläser bestimmte Funktionsgläser? Soll die Haustür einflügelig oder doppelflügelig sein? Benötigen Sie besonderen Schall- oder Sichtschutz?

Solche und ähnliche Fragen beeinflussen die Preisgestaltung und sollten daher vorab geklärt werden. Grundsätzlich sollten Sie aber inklusive der Montage mit Kosten zwischen 1.500 und 4.500 Euro rechnen, nach oben sind die Preisspannen fast offen. Als grobe Orientierung haben wir für Sie nachfolgend die üblichen Preise für die jeweiligen Haustüren einmal zusammengefasst, diese sind aber lediglich als Richtwerte zu sehen uznd stellen keine pauschalen Preise dar.

Material Preise inklusive Einbau
Kunststoff 1.300 - 3.000 €
Holz 2.300 - 4.500 €
Aluminium 2.900 - 6.000 €

Staatliche Förderung für neue Haustüren

Durch die Erneuerung der Haustür wird in der Regel auch die Energieeffizienz des Gebäudes erhöht. Aus diesem Grund fördert der Staat energetische Saniereungen mit finanziellen Zuschüssen bzw. günstigen Darlehen. Es besteht mitunter die Möglichkeit, sich den Austausch der Haustür als einzelne Maßnahme vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern zu lassen oder dafür einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch zu nehmen.

Für die Einzelmaßnahme sieht die BAFA-„Bundesförderung für effiziente Gebäude” (BEG EM) einen Zuschuss von 20 Prozent vor, der auf 25 Prozent erhöht werden kann, wenn die Maßnahme Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) eines dafür zertifizierten Energieberaters ist. Der förderbare Gesamtbetrag muss zwischen minimal 2.000 und maximal 60.000 Euro liegen, sodass bis zu 15.000 Euro Förderung möglich sind.

Für die Einzelmaßnahme gibt es außerdem den Kredit KfW-262, der ein Darlehen bis zu 60.000 Euro mit einem Tilgungszuschuss von 20 Prozent vorsieht, der ebenfalls mit einem ISFP-Bonus auf 25 Prozent erhöht werden kann. Wird die neue Tür im Zusammenhang mit einer Gesamtsanierung nach KfW-Effizienzhausstandard eingebaut, kann sie indirekt mitgefördert werden. Dafür gibt es den Kredit KfW-261 über maximal 150.000 Euro mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 50 Prozent (abhängig von der erreichten Effizienzhausklasse).

Wichtig ist immer, dass die Beantragung vor Baubeginn vorgenommen und dass ein Energie-Effizienz-Experte (zertifizierter Energieberater der dena-Expertenliste) eingebunden werden muss. Im Nachhinein und/oder ohne die benötigten Dokumente des Energieberaters können Sie keine Förderung bekommen!

Übrigens: Baumaßnahmen, welche die Einbruchsicherheit eines Hauses erhöhen, werden ebenfalls von der KfW gefördert bzw. unterstützt. So etwa der nachträgliche Einbau einer einbruchhemmenden Haustür oder auch der Einbau von Einbruchmeldeanlagen. Die entsprechenden Förderprogramme bezüglich Einbruchschutz sind KfW 455-E sowie KfW 159. Die jeweils wichtigsten Konditionen können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

Programm Bedingung Förderung
BAFA BEG EM (Zuschuss) Mindestens 2.000 € Gesamtkosten, Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater) 20 % der Kosten, maximal 12.000 €;
mit ISFP-Bonus 25 % bzw. max. 15.000 €
KfW 261 (Zuschuss Effizienzhaus-Sanierung) Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater) und Finanzierungspartners (z. B. Hausbank) Kredit bis 150.000 € mit bis zu 50 % Tilgungszuschuss, maximal 75.000 € pro Wohneinheit
KfW 262 (Kredit) Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten (zertifizierter Energieberater) und Finanzierungspartners (z. B. Hausbank) Kredit bis 60.000 € mit 20 % Tilgungszuschuss, maximal 12.000 € pro Wohneinheit;
mit ISFP-Bonus 25 % bzw. max. 15.000 €
KfW 455-E (Zuschuss) Einbruchhemmende Tür nach DIN EN 1627 oder besser Für die ersten 1.000 Euro erhalten Sie 20 % der Kosten, für jeden weiteren Euro bekommen Sie 10 %; max. 1.600 €
KfW 159 (Kredit) Einbruchhemmende Tür nach DIN EN 1627 oder besser, Absprache mit Finanzierungspartner maximales Darlehen 50.000 € pro Wohneinheit

Worauf Sie bei dem Kauf Ihrer Haustüren achten sollten

Bei der Wahl Ihrer zukünftigen Haustüren ist der geplante Standort eine wichtige Entscheidungshilfe. Nach außen führende Türen, zum Beispiel Eingangstüren, Terrassentüren oder Balkontüren, benötigen einen speziellen Einbruchsschutz und sollten in jedem Fall der Energieeinsparverordnung entsprechen.

Bei innenliegenden Durchgängen ist hingegen keine besondere Einbruchssicherung notwendig. Die Energieeffizienz sollte jedoch auch bei diesen Haustüren nicht außer Acht gelassen werden, da sonst die Zugluft undichter Türen zu Erkrankungen und Unwohlsein führen kann.

Gütesiegel für Haustüren

Während Hersteller in einigen Fällen kein neutrales Bild von ihren Produkten und deren Eigenschaften präsentieren, wird versucht, mit geprüften Zeichen eine objektive Darstellung zu gewährleisten. Haustüren können das RAL-Gütesiegel und eine CE-Kennzeichnung haben.

RAL-Gütesiegel: Wird von unabhängigen Experten des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. an Produkte und Dienstleistungen verliehen. Die zuständige Abteilung für die Überprüfung von Türen und deren fachgerechtem Einbau ist das Institut für Fenstertechnik von der Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V.

CE-Kennzeichnung: Muss seit 2009 unter harmonisierten Vorgaben der Communauté Européenne (Europäische Gemeinschaft) selbstständig vom Hersteller angebracht werden. Dieser gibt damit an, dass seine Produkte den Mindestanforderungen der EU-Richtlinien und den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Das Zeichen kann sich direkt auf dem Produkt oder auf Begleitpapier, Lieferschein, Montage-, Gebrauchs- und Wartungsanleitung befinden.

Wärmedämmung

Im Gebäudeenergiegesetz GEG - ehemals  Energieeinsparverordnung (EnEV) - sind energetische Mindestanforderungen an Gebäude festgelegt, die sowohl bei Fassadendämmungen, Dachdämmungen, als auch bei Haustüren eingehalten werden müssen. Um Energie einzusparen und die Umwelt zu schonen, ist die Einhaltung des GEG bei allen Renovierungen und Neubauten verpflichtend. Je niedriger der Wärmedurchlasskoeffizient (U-Wert) - angegeben in Watt pro Quadratmeter mal Kelvin (W/m²k) - ist, desto energieeffizienter sind die Haustüren.

Art der Tür U-Wert: Standardhaus U-Wert: Passivhaus
Haustüren 1,8 0,8
Balkon- und Terrassentüren 1,6 0,8

Balkon- und Terrassentüren werden zu Fenstern, bzw. Fenstertüren gezählt, weswegen ein niedrigerer U-Wert erforderlich ist. Dieser hängt jedoch stark von der Verglasung und Gasfüllung in den Zwischenräumen der Gläser ab - die angegebenen Werte sollten dennoch auf keinen Fall überschritten werden.

Wenn Sie heute im Fachhandel eine neue Haustür kaufen, wird diese standardgemäß den Anforderungen des GEG oder seiner Vorgängerin, der EnEV entsprechen. Sofern Sie eine alte Tür besitzen, welche die Werte übersteigt, solllten Sie überlegen, ob sich eine Nachrüstung oder ein Austausch lohnt.

Haustüren gegen Einbruch sichern

Haustüren, die direkt nach außen führen, werden von Einbrechern häufig als Einstiegsmöglichkeit genutzt. Die Polizei rät daher, nur Außentüren mit einer entsprechend hohen Widerstandsklasse (RC) - mindestens RC2 - einbauen zu lassen.

Die Widerstandsklasse, auch Resistance Class genannt, gibt an wie lange Haustüren einem Einbruchsversuch in etwa standhalten. Sie ist in sechs Abstufungen unterteilt. Der geringste Schutz wird durch die RC1 beschrieben, weswegen diese nicht für Außentüren geeignet sind.

Die RC6 ist die höchste Widerstandsklasse. Sie kann einem professionellen Einbrecher weit über 20 Minuten standhalten. RC2 hat eine Widerstandsdauer von 3 Minuten, RC3 von 5 Minuten. Darüber hinaus lassen sich Haustüren mit unterschiedlichen Sicherungen, wie Alarmanlagen und Türschlössern, ausstatten, um einen noch höheren Schutz zu ermöglichen.

Glaseinsätze - dekorativ und funktionell

Bild: Haustür mit Glaseinsatz
Moderne Haustür mit Glaseinsätzen | © AddiGibson / www.pixabay.com CC0

Glaseinsätze in verschiedenen Farben und Formen sind insbesondere bei der individuellen Gestaltung der eigenen Haustür sehr gefragt. Besonders sogenannte Oberlichter sind häufig anzutreffen. Hierbei handelt es sich um ein oder mehrere kleine Fenster, die oberhalb der Haustür angebracht werden. Neben einer optischen Aufwertung wird hiermit zugleich ein höherer Lichteinfall erzielt. Auch an den Seitenteilen werden Glaseinsätze oft verbaut.

Bei entsprechender Verglasung kann das Glas aber nicht nur schick aussehen, sondern außerdem eine besitmmte Funktion erfüllen. So ist es etwa möglich, Schallschutz- oder Sicherheitsglas in die Haustür einzubauen. Ebenso besteht die Option, inteliigentes Glas (smart Glas) oder Wärmeschutzglas mit zu verbauen.

Wer Glaseinsätze schön findet, aber neugiereige Blicke vermeiden möchte, kann mattierte Gläser einsetzen lassen. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass keine Wärmebrücken an den Übergängen vom Glas zum Rest der Haustür entstehen.

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