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Neue Heizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Neue Heizung - Kosten im Überblick

Bei der Anschaffung "irgendeiner" neuen Heizung ist die zu nennende Preisspanne zunächst natürlich recht groß. Je genauer Sie wissen, welche Anlage benötigt wird, desto präziser lassen sich letztendlich auch die Kosten einschätzen. Auch die verwendete Technik wie z. B. die Brennwerttechnik beeinflusst letztlich die Kosten. Die Anschaffungskosten und durchschnittlichen Kosten pro Jahr finden Sie hier:

Heizung: Heizkosten pro kWh: Wartungskosten pro Jahr: Anschaffungskosten (inklusive Einbau):
Ölheizung 7,8 Cent 120 - 250 € 7.000 - 9.000 €
Gasheizung 7,0 Cent 100 - 200 € 6.000 - 9.000 €
Etagenheizung 7,0 Cent 100 - 150 € 3.500 - 5.000 €
Pelletheizung 5,2 Cent 200 - 300 € 17.000 - 25.000 €
Hackschnitzelheizung 3,1 Cent 200 - 300 € 20.000 - 24.000 €
Stückgutheizung 5,8 Cent 200 - 300 € 8.000 - 15.000 €
Wärmepumpe​ 5 - 7 Cent 50 € 12.000 - 25.000 €
Elektroheizung 29,84Cent 0 € 100 - 1.000 €
Infrarotheizung 29,84 Cent 0 € 100 - 1.000 €
Fernwärme Grundpreis: 50 - 90 € / kW Leistung; Arbeitspreis: 6,0 - 11,0 Cent / kWh 0 € 5.000 € (Anschlusskosten)
Blockheizkraftwerk 8 - 10 Cent 300 - 1.000 € 20.000 - 40.000 €
Brennstoffzelle 7,0 Cent 250 € 25.000 - 56.000 €
Solarthermie-Anlage 0 Cent 20 - 50 € 4.000 - 10.000 €

Mit Förderung die Kosten senken

Für nahezu jede neue Heizung erhalten Sie beim Kauf staatliche Förderung vom Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Das BAFA deckt den Bereich der erneuerbaren Energien ab, während die KfW für alle anderen Heizungen zuständig ist. Über die KfW erhalten Sie auch zinsgünstige Kredite, die in der Regel ebenfalls einen Zuschuss vorsehen.

Bei der Beantragung der Förderung sollten Sie unbedingt darauf achten, dass dies bei der KfW vor dem Einbau und beim BAFA nach dem Einbau der neuen Heizung geschehen muss. Alle Informationen zur Förderung der Heizung finden Sie hier.

Energieheld-Whiteboard: Förderung für neue Heizung

Quelle: © Energieheld / youtube.com

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die 4 gängigsten Förderungen für die Heizungssanierung.

*ACHTUNG: Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und können sich mittlerweile geändert haben.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 6-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Einbau und Heizkörper

In der Regel werden beim Tausch einer Heizung nur die zentralen Bauteile erneuert - Rohre und ähnliches bleiben also weitestgehend erhalten. Die Kosten für diesen "einfachen" Einbau sind in allen Angaben auf dieser Seite stets berücksichtigt. Die Höhe der Einbau-Kosten hängt immer von den örtlichen Gegebenheiten ab, aber wird sich meist zwischen 1.500 und 5.000 Euro bewegen.

Kosten für neue Heizkörper

Sollen neue Heizkörper installiert werden, dann wird das Ganze natürlich teurer. Hier sollten Sie mit rund 300 bis 500 Euro pro Heizkörper samt Einbau rechnen.

Ölheizung - 7.000 bis 9.000 Euro

Eine moderne Ölheizung mit Brennwerttechnik ist auch heute noch eine gute Möglichkeit, um das Eigenheim mit Wärme zu versorgen. Wie Sie im Folgenden noch sehen werden, existieren zwar bessere Alternativen, aber in einigen Ausnahmefällen ist die Ölheizung noch immer die einzige Lösung, wenn kein Gasanschluss realisiert werden kann oder einfach zu wenig Platz für eine Pelletheizung vorhanden ist.

Die Kosten für eine Ölheizung liegen in der Regel zwischen 7.000 und 9.000 Euro. Bei einer Neuanschaffung verursacht der Einbau des Öltanks zusätzliche Kosten. Besonders vorteilig ist bei dieser Heizung jedoch, dass der Brennstoff immer dann eingekauft werden kann, wenn er gerade besonders günstig ist.

Gasheizung - 6.000 bis 9.000 Euro

Wer nicht auf erneuerbare Energien setzen möchte, der ist auch mit einer Gasheizung bestens bedient. Diese Bauart ist zwar auf einen fossilen Brennstoff angewiesen, jedoch verbrennt Erdgas wiederum sehr sauber, sodass Sie der Umwelt halber keine schlechtes Gewissen haben müssen.

Insgesamt können Sie bei einer neuen Gasheizung mit Kosten zwischen 6.000 und 9.000 Euro rechnen. Eine Gasheizung benötigt jedoch stets einen Gasanschluss und ist damit jederzeit von den Preisvorgaben der Energieversorger abhängig.

Etagenheizung - 3.500 bis 5.000 Euro

In der Regel werden fast alle Etagenheizungen mit Gas betrieben. Hierbei handelt es sich um besonders kleine Bauarten, die in Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden, um für jede Wohnung eine unabhängige Heizkostenabrechnung realisieren zu können. Eine Etagenheizung kostet in der Regel zwischen 3.500 und 5.000 Euro.

Pelletheizung - ab 17.000 Euro

Bild: Einbau einer Pelletheizung
Einbau der Pelletheizung | © ÖkoFEN

Pelletheizungen vereinen die effiziente Brennwertnutzung mit dem günstigen und regenerativen Brennstoff Holz. Für die Bereitstellung einer Pelletheizung muss je nach Anlagengröße 17.000 bis 25.000 Euro investiert werden (inklusive Warmwasserspeicher und Montage). 

Hinzu kommen die Kosten für ein Pelletlager, welche sich je nach Lagertyp auf 1.000 bis 3.000 Euro belaufen. Muss ein Kamin bereitgestellt werden, so kommen weitere 1.000 bis 2.500 Euro hinzu.

Häufig ist dieser jedoch bereits vorhanden. Holzpellets sind auf den Energiegehalt bezogen deutlich günstiger als Öl und Gas und unterliegen einer geringeren Preissteigerung. Die jährlichen Betriebskosten einer Pelletheizung belaufen sich somit auf 1.000 bis 1.500 Euro, was eine Pelletheizung zu einem wirklich konkurrenzfähigem Heizkonzept macht. Die Anschaffung einer Pelletheizung wird mit bis zu 3.500 Euro gefördert.

Holzheizung (sonstige) - 10.000 bis 25.000 Euro

Neben der nutzerfreundlichen Pelletheizung existieren noch weitere Bauarten, die zwar auch mit Holz heizen, im Normalfall aber viel Platz und Zuwendung benötigen. Dazu zählen der Pelletofen, der Holzvergaser und die Hackschnitzelheizung. Pelletöfen und Holzvergaser müssen manuell bestückt werden und sind im Normalfall nicht dazu geeignet, größere Gebäude mit Wärme zu versorgen.

Im Gegensatz dazu arbeitet die Hackschnitzelheizung vollautomatisch und kann sogar den größten Wärmebedarf decken. Trotzdem ist solch eine Heizung aufgrund der hohen Anschaffungskosten meist nur für große Mehrfamilienhäusern und Industrie- oder Gewerbebetriebe geeignet. Je nach Bauart kostet eine Holzheizung zwischen 10.000 und 25.000 Euro.

Wärmepumpe - 12.000 bis 25.000 Euro

Bild: Wärmepumpe in Einbausituation
Wärmepumpe als Kompaktgerät | © Viessmann Werke

Wärmepumpen nutzen die Umgebungstemperatur aus Luft, Wasser oder Erde, um ein Gebäude zu beheizen. Diese strombetriebene Anlage funktioniert praktisch wie ein umgekehrter Kühlschrank und besitzt für den Notfall auch Heizstäbe, falls die Außentemperatur einmal nicht ausreichen sollte.

Wärmepumpen sind in ihrer Anschaffung deutlich teurer als Ölheizungen oder Gasheizungen. Durch extrem hohe "Nutzungsgrade" (besser Jahresarbeitszahl) der Anlagen liegen die Betriebskosten, trotz der Verwendung von teurem Strom, unter denen von Brennwertheizungen. Außerdem sind Wärmepumpen im Vergleich zu Verbrenungsheizungen besonders wartungsarm.

Wenn Sie zudem Ökostrom nutzen, heizen Sie mit einer Wärmepumpe besonders ökologisch! Grundsätzlich können Sie mit Kosten zwischen 12.000 und 25.000 Euro rechnen. Vergleichen Sie die verschiedenen Bauarten der Wärmepumpe, um genau zu bestimmen, welche Variante für Sie in Frage kommt.

Sole-Wasser-Wärmepumpen - 18.000 bis 23.000 Euro

Die Anschaffung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe) ist sehr kostenintensiv, da neben der eigentlichen Wärmepumpe noch die Erdwärmebohrungen / Erdarbeiten hinzu kommen. Je nach Leistung kosten die Wärmepumpen, welche in diesen Systemen verwendet werden, zwischen 6.000 und 10.000 Euro inklusive Pufferspeicher.

Für die Bohrung der Erdsonden fallen Kosten in Höhe von 6.000 bis 12.000 Euro an, je nachdem, wie tief gebohrt werden muss und ob eine Betonverkleidung notwendig ist. Erdkollektoren sind als Alternative zu Erdsonden mit 3.000 bis 5.000 Euro deutlich billiger.

Die Montage und weitere Zusatzkosten (Stromzähler, Regenschutzgitter, etc.) schlagen mit ungefähr 3.000 bis 5.000 Euro zu Buche. Durch günstigere Stromtarife belaufen sich die jährlichen Betriebskosten auf ungefähr 500 bis 1.000 Euro. Diese sind somit deutlich geringer als bei Niedertemperatur- oder Brennwertheizungen.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen - ab 25.000 bis 30.000 Euro

Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe liegt in Bezug auf die Kosten noch etwas höher als eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, weil eine Menge Sondergenehmigungen benötigt werden. So kosten die eigentlichen Wärmepumpen je nach Leistung zwischen 7.000 und 10.000 Euro. Die Erschließung der Wärmequelle mit Förderbrunnen kostet um die 7.000 Euro.

Die Montagekosten (3.000 bis 5.000 Euro) und die laufenden jährlichen Betriebskosten (500 bis 1.000 Euro) sind aber mit denen der Sole-Wasser-Wärmepumpen vergleichbar. Obendrauf kommen jedoch noch Kosten für Genehmigungen, da das Grundwasser nicht ohne weiteres angezapft werden darf.

Luft-Wasser-Wärmepumpen - ab 12.000 Euro

Luft-Wasser-Wärmepumpen werden als Komplettanlagen geliefert und sind nicht von weiteren Bohrungen und Erschließungsmaßnahmen betroffen. Solche Komplettanlagen werden preislich im Bereich von 12.000 bis 16.000 Euro angeboten.

Die Kosten für die Installation sind dabei in der Regel enthalten. Da Luft-Wasser-Wärmepumpen eine geringere Jahresarbeitszahl als Erdwärmepumpen besitzen, steigen die jährlichen Betriebskosten auf ungefähr 1.000 Euro an, liegen jedoch noch unter denen von Brennwertheizungen.

Luft-Luft-Wärmepumpen - ab 14.000 Euro

Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich nur für Gebäude, die einen extrem niedrigen Wärmebedarf haben, wie etwa Passivhäuser. Preislich liegen sie, in Abhängigkeit von der Leistung, im Bereich zwischen 7.000 und 10.000 Euro inklusive Montagekosten.

Handelt es sich um eine Neuanschaffung, so müssen die Kosten der raumlufttechnischen Anlage ebenfalls mit beachtet werden. Diese belaufen sich auch auf ungefähr 7.000 bis 10.000 Euro. Die Betriebskosten sind mit denen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe vergleichbar und belaufen sich auf annähernd 1.000 Euro pro Jahr.

Blockheizkraftwerk (BHKW) - ab 20.000 Euro

Bild: BHKW
Ein BHKW | © Buderus

Die Kosten für ein Blockheizkraftwerk (BHKW) sind schwer abschätzbar und unterscheiden sich stark in Abhängigkeit von der Anlagengröße und Anwendung. Für größere Blockheizkraftwerk-Anlagen, wie sie für Mehrfamilienhäuser oder Häuserverbände eingesetzt werden, gilt der Richtwert, dass je nach Anlagengröße 1.000 bis 2.000 Euro pro Kilowatt (elektrisch) veranschlagt werden. Dabei ist von sinkenden spezifischen Kosten mit steigender Anlagengröße auszugehen.

Die Kosten für eine Mikro-KWK-Anlage inklusive Spitzenlastkessel belaufen sich auf ungefähr 15.000 bis 20.000 Euro. Hinzu kommen Montage- und Zubehörkosten in Höhe von etwa 5.000 Euro. Durch die Stromeinsparungen liegen die jährlichen Betriebskosten einer Mikro-KWK-Anlage im Bereich von 1.000 bis 1.500 Euro und somit noch unter denen von Brennwertheizungen. Die hohen Investitionskosten können bei KWK-Anlagen durch Fördermittel gesenkt werden.

Die Betriebskosten einer Anlage werden aus der Jahresdauerlinie abgeschätzt und liegen unter denen eines Brennwertkessels, da durch die Nutzung oder den Verkauf des Stroms erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Wahl des Brennstoffes. Die Betriebskosten liegen bei Erdgas unter denen von Heizöl.

Brennstoffzelle - rund 30.000 Euro

Eine Brennstoffzellen-Heizung gewinnt ähnlich wie ein BHKW gleichermaßen Strom und Wärme, allerdings meist mehr Strom. Das Ganze passiert durch einen chemischen Prozess, in dem heutzutage meist Erdgas als Grundlage genutzt wird, um aus dem darin enthaltenen Wasserstoff eine exotherme Reaktion mit Sauerstoff zu erzeugen. Übrig bleibt normales Wasser und während des Prozesses werden Strom und Wärme gewonnen.

Die Wärme reicht in der Regel aber nur aus, um eine gewisse Grundlast zu decken - es wird also eine zusätzliche Gasheizung benötigt, damit im Winter auch wirklich niemand friert. Insgesamt verursacht die Brennstoffzellen-Heizung damit Kosten von rund 30.000 Euro, in Einzelfällen auch mehr oder weniger. Im laufenden Betrieb gibt es eine Vielzahl von Zuschüssen, sodass sich eine Brennstoffzelle bei großen Strombedarf durchaus amortisieren kann. In kleinen EInfamilienhäusern hingegen eher nicht.

Elektroheizung - ab 100 Euro

Eine Elektroheizung zeichnet sich stets durch günstige Preise bei der Anschaffung und hohe Kosten beim Betrieb aus. Ein gesamtes Gebäude inklusive der Warmwasserbereitung mit Elektroheizungen auszustatten, wird insgesamt jedoch auch sehr teuer (5.000 bis 8.000 Euro).

Genau deshalb sollten Sie eine Elektroheizung nur in kleinen und selten genutzten Räumen einbauen lassen. Solch eine Anlage rentiert sich nur, wenn der Einbau einer neuen Zentralheizung auf lange Sicht erheblich teurer als die hohen Heizkosten einer Elektroheizung wäre.

Nachtspeicherheizung

Bild: Ansicht einer Nachstspeicherheizung
Eine unscheinbare Elektroheizung | © Dimplex

Nachtspeicherheizungen sind in der Anschaffung sehr günstig, sodass Einzelgeräte 500 bis 1.000 Euro kosten und Nachtspeicherzentralheizungen 2.000 bis 4.000 Euro. Die jährlichen Betriebskosten liegen sogar noch über denen einer Öl-Niedertemperaturheizung. Einzelgeräte für Räume kommen auf 500 bis 1.000 Euro und Zentralgeräte sogar auf 3.000 bis 4.000 Euro (Eigenheim). 

Strom als Ressource zum Heizen zu nutzen, ist auf jeden Fall zu vermeiden. Eine kWh durch Strom kostet etwa 29 Cent, durch Gas hingegen nur 7 Cent. Eine Pelletheizung erstellt eine kWh für 5,7 Cent.

Eine Anschaffung von Nachtspeicherheizungen ist nur in Gebäuden sinnvoll, die nicht permanent beheizt werden müssen, wie zum Beispiel in der Hütte eines Schrebergartens oder eines Hobby-Häuschens. Anderenfalls ist der Betrieb sehr teuer und zu dem sehr umweltschädlich.

Infrarotheizung

Die Infrarotheizung strahlt eine besondere Wärme aus: Sie erwärmt nämlich nicht die Luft, sondern nur die Objekte, die sich im Raum befinden. Diese nehmen die Wärme auf und geben sie dann langsam wieder an die Umgebung ab. Da eine Infrarotheizung aber auch mit Strom betrieben wird, sollte Sie ebenfalls nur für kleine und selten genutzte Räume eingesetzt werden.

Grundsätzlich sollte die Leistung einer Infrarotheizung etwa 100 Watt pro Quadratmeter Raumfläche betragen. Viele kleine Infrarotheizungen liefern dabei mehr Wärme als wenige große. Eine kleine Infrarotheizung bekommen Sie bereits ab 100 Euro.

Fernwärme - bis zu 5.000 Euro

Bild: Fernwärme / Wärmepumpe
Fernwärme aus einer Wärmepumpe | © Ulrichulrich / wikimedia.org CC BY-SA

Um Fernwärme nutzen zu können, muss zunächst erst einmal ein Fernwärmeanschluss hergestellt werden. Die Bereitstellung der Wärmeübergabestation und des Hausanschlusses (inklusive Montage) ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und kann bis zu 5.000 Euro kosten, was vergleichbar mit der Anschaffung eines Brennwertkessels ist.

Muss ein aufwendiger Hausanschluss hergestellt werden, so können die Kosten auch noch deutlich höher ausfallen. Bei den laufenden Kosten werden zwei Kostenpunkte unterschieden: Grundpreis und Arbeitspreis. Von Region zu Region variieren die Preise stark. Der Grundpreis wird für die maximale Anschlussleistung der Wärmeübertragerstation erhoben. Dabei ist eine Gebühr von 50 bis 90 Euro pro kW fällig.

Noch größer ist der Unterschied beim Arbeitspreis, über welchen der tatsächliche Wärmebezug abgerechnet wird. Die Kosten schwanken dabei von 60 bis 110 Euro pro MWH. Für ein Einfamilienhaus fallen somit jährliche Kosten von 1.000 bis 2.500 Euro an.

Die Umstellung des bestehenden Systems auf eine Fernwärmeversorgung wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert, da es sich um Wärme aus einer Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung handelt. In einigen Regionen wird neben dem Grund- und dem Arbeitspreis noch ein Dienstleistungspreis für die Messung und Abrechnung erhoben. Dies ist jedoch nicht die Regel.

Solarthermie - ab 4.500 Euro (für ein Einfamilienhaus)

Bild: Solarthermie-Anlage auf Dach
Integrierte Solarthermie-Anlage | © Buderus

Solarthermie-Anlagen nutzen die Wärmeenergie der Sonne und haben somit vernachlässigbar niedrige Betriebskosten. Sie werden in Deutschland nicht als autarke Systeme, sondern als Systemzusätze verwendet, um Brauchwasser zu erwärmen oder auch, um die Heizung zu unterstützen. Die klimatischen Bedingungen des Ortes, an dem eine Solarthermie-Anlage installiert wird, und die daraus resultierenden Menge an erzeugter Wärmeenergie hat einen Einfluss darauf, ob eine solche Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann.

Für einen Vierpersonenhaushalt werden ungefähr 12 bis 15 m² Kollektorfläche und ein Warmwasserspeicher von 800 bis 1.000 L benötigt. Eine Solarthermie-Anlage, welche nur zur Warmwasserbereitung (Wasserhahn, Dusche) genutzt wird, kostet etwa 4.500 Euro.

Die Kosten einer heizungsunterstützenden Solarthermie-Anlage liegen bei 8.000 bis 10.000 Euro. Je nach Installationsart, Effizienz und klimatischen Bedingungen amortisiert sich eine Solarthermie-Anlage energetisch (Energie- und CO2-neutral) bereits nach 2 bis 5 Jahren und ökonomisch (finanziell) nach 15 Jahren - sogar in einem weniger sonnenreichen Land wie Deutschland!

Sonstige Kosten

Neben der eigentlich Heizung gibt es bei der Wärmeversorgung noch andere Bereiche, die zusätzliche Kosten verursachen können, aber im Normalfall zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen:

Wärmespeicher

Wärmespeicher gibt es in verschiedenen Formen. Entweder sie speichern Warmwasser oder sie speichern Heizungswasser. Im Optimalfall speichern sie beides. Wärmespeicher sind vor allem in Verbindung mit Heizungen, die auf erneuerbare Energien zurückgreifen empfehlenswert und steigern deren Effizienz deutlich.

Dazu gehören alle Holzheizungen, alle Wärmepumpen und Solarthermie-Anlagen. Preislich liegen diese Wärmespeicher zwischen 500 und 4.000 Euro. Aber auch Öl-Brennwertheizungen und Gas-Brennwertheizungen können von Wamrwasserspeichern profitieren.

Warmwasserbereitung

Die Investitionskosten für Anlagen zur Warmwasserbereitung sind in Abhängigkeit des verwendeten Gerätes und der Anlagengröße sehr unterschiedlich. Kleine Elektrodurchlauferhitzer, durch welche nur eine Zapfstelle versorgt werden kann, liegen preislich im Bereich von 500 bis 1.000 Euro pro Gerät.

Für die Betriebskosten kann ein jährlicher Wert von 300 bis 500 Euro abgeschätzt werden. Gasdurchlauferhitzer liegen mit 700 bis 1.300 Euro preislich leicht über Elektrodurchlauferhitzern. Hinzu kommen die Anschaffungs- und Wartungskosten eines Kamins. Bei einer Neuanschaffung kommen Kosten in Höhe von 1.000 bis 2.500 Euro auf Sie zu. Die Betriebskosten eines solchen Gasdurchlauferhitzers belaufen sich je nach Leistung auf 300 bis 600 Euro im Jahr.

Für moderne Warmwasserspeicher fallen je nach Volumen und technischem Stand (Dämmung, Wärmeübertragungsmaterial) Kosten in Höhe von 500 bis 3.000 Euro an. Ähnlich ist es auch bei elektrisch betriebenen Warmwasserspeichern. Kleine Geräte (Boiler) gibt es jedoch auch schon ab 100 Euro. Die Erwartungen an diese Geräte sollten jedoch nicht zu hoch geschraubt werden. Sie verursachen oft hohe Betriebskosten und besitzen schlechte Nutzungsgrade.

Hydraulischer Abgleich - ab 500 Euro

Wenn Sie Ihre Heizung erneuern, kann ein hydraulischer Abgleich bares Geld sparen, Voraussetzung ist natürlich die professionelle Durchführung. Die Kosten dafür belaufen sich je nach Anlage auf 500 bis 1.000 Euro und werden von einem Heizungsfachbetrieb durchgeführt. Die dabei erzielte Ersparnis liegt bei ungefähr 1,50 Euro pro m² Wohnfläche im Jahr, wodurch sich ein hydraulischer Abgleich bereits nach wenigen Jahren amortisiert.

Heizungspumpe - neue Modelle ab 350 Euro

Die Erneuerung der Heizungspumpe kann bares Geld sparen, da diese der heimliche Energiefresser in einer Heizungsanlage ist. Energiesparende Modelle der führenden Hersteller werden bereits ab 350 Euro auf dem Markt angeboten.

Infografik: Kosten für eine neue Heizung
Kosten für eine neue Heizung | © Energieheld

In der obenstehenden Grafik sehen Sie die Anschaffungskosten verschiedener Heizungen im Vergleich. Es wurde ein Gesamtwärmebedarf von 35.000 Kilowattstunden zugrunde gelegt. Es fällt auf, dass besonders Elektroheizungen keine lohnenswerten Lösungen darstellen, weil die Anschaffungskosten und die laufenden Kosten für ein ganzes Gebäude außergewöhnlich hoch sind.

Die zusätzlich notwendigen Anlagen für die Warmwasserbereitung sind ebenfalls in den Kosten für die Elektroheizung enthalten. Wärmepumpen sind im laufenden Betrieb in der Realität noch etwas günstiger, weil diese Heizungen nur in Gebäuden mit sehr geringem Wärmebedarf genutzt werden.

Brennwertkessel oder Niedertemperaturkessel?

Brennwertkessel sind bei Heizungen der aktuelle Stand der Technik. Viele Menschen besitzen zur Zeit noch Niedertemperaturkessel und sind sich deshalb nicht sicher, ob sie der neuen Brennwert-Technologie tatsächlich vertrauen können. Wir haben beide Systeme einmal für Sie gegenübergestellt.

Viele Hersteller haben im Jahr 2015 bereits aufgehört, Niedertemperaturkessel zu produzieren. Somit wird sich in naher Zukunft eigentlich gar nicht mehr die Frage stellen, ob Sie sich für den letztendlich günstigeren Brennwertkessel entscheiden sollten.

Niedertemperaturheizung - wird nicht mehr hergestellt

Niedertemperaturheizungen sind in Bezug auf die Investitionskosten sehr günstige Systeme, allerdings werden selbige Kessel aufgrund einer EU-Richtlinie (bis auf einie Ausnahmen) nicht mehr hergestellt. Der Einbau ist nicht verboten, nur gibt es eben nicht mehr viele Niedertemperaturkessel.

Für die Anschaffung eines neuen Niedertemperaturkessels werden in Abhängigkeit der Anlagengröße Kosten in Höhe von 1.500 bis 3.500 Euro für Gas-Niedertemperaturkessel fällig. 2.000 bis 4.000 Euro sollten für Heizöl-Niedertemperaturkessel veranschlagt werden (Anlagen für ein Eigenheim ohne Montage und Zubehör).

Den niedrigen Investitionskosten stehen hohe Betriebskosten entgegen, da Niedertemperaturkessel geringe Nutzungsgrade besitzen und die Abgase mit über 150°C den Kamin verlassen. Die jährlichen Betriebskosten einer Niedertemperaturheizung liegen je nach Brennstoff und Dämmung des Gebäudes bei 2.000 bis 3.000 Euro.

Hinzu kommen die hohen Kosten und der ständige Preisanstieg von Erdgas und Heizöl. Niedertemperaturkessel werden aufgrund der veralteten Technik nicht gefördert. Bei Neuanschaffungen müssen zusätzlich die Kosten für das Heizungssystem im Haus (Heizkörper und Leitungen), sowie für eventuelle Öltanks berücksichtigt werden.

Brennwertheizung - teurer aber effizienter und förderfähig

Für einen Brennwertkessel muss man schon ein klein wenig tiefer in die Tasche greifen als für einen Niedertemperaturkessel. Jedoch amortisiert sich dieser Preisunterschied durch den rund 15 Prozent höheren Brennstoffnutzungsgrad relativ schnell. Für das Erneuern in einem Eigenheim zahlt man für einen Gas-Brennwertkessel zwischen 6.000 und 9.000 Euro.

Die Kosten variieren je nach Anlagengröße und verstehen sich inklusive Montage und Zubehör. Ein Öl-Brennwertkessel ist teurer und liegt daher im Bereich von 7.000 bis 9.000 Euro. Doch auch diese Kosten lassen sich gegenüber einem Niedertemperaturkessel noch amortisieren, da Brennwertkessel einer Förderung durch die KfW-Bank unterliegen.

Bei Neuanschaffungen müssen zusätzlich die Kosten für das Heizungssystem im Haus (Heizkörper und Leitungen), sowie für eventuelle Öltanks berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich jedoch, bei Erneuerung der Heizung, Erdgas als Energielieferant zu wählen. Weitere Kosten kommen durch den Warmwasserspeicher hinzu. Die jährlichen Betriebskosten einer Brennwertheizung belaufen sich auf 1.500 bis 2.000 Euro.