Neue Heizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Neue Heizung - Kosten im Überblick

Bei der Anschaffung „irgendeiner” neuen Heizung ist die zu nennende Preisspanne zunächst natürlich recht groß. Je genauer Sie wissen, welche Anlage benötigt wird, desto präziser lassen sich letztendlich auch die Kosten einschätzen. Auch die verwendete Technik wie z. B. die Brennwerttechnik beeinflusst letztlich die Kosten. Die Anschaffungskosten und durchschnittlichen Kosten pro Jahr finden Sie hier:

Heizung: Heizkosten pro kWh (Dreijahresmittel): Wartungskosten pro Jahr: Preis mit Einbau:
Ölheizung 6,43 Cent 120 - 250 € 7.000 - 9.000 €
Gasheizung 6,17 Cent 100 - 200 € 6.000 - 10.000 €
Etagenheizung 6,17 Cent 100 - 150 € 3.500 - 5.000 €
Pelletheizung 5,63 Cent 300 € 17.000 - 25.000 €
Hackschnitzelheizung 3,1 Cent 300 € 22.000 - 28.000 €
Scheitholzvergaser 3,22 Cent 300 € 10.000 - 16.000 €
Wärmepumpe​ 21,00 Cent* 50 € 15.000 - 30.000 €
Elektroheizung 22,00 Cent** 0 € 5.000 - 8.000 €***
Infrarotheizung 22,00 Cent** 0 € 5.000 - 8.000 €***
Fernwärme Grundpreis: 50 - 90 € / kW Leistung; Arbeitspreis: 6,0 - 11,0 Cent / kWh 0 € 6.000 € (Anschlusskosten)
Blockheizkraftwerk 3,22 - 5,63 Cent (Holz) / 6,17 Cent (Gas) / 6,43 Cent (Öl) 300 - 1.000 € 20.000 - 40.000 €
Brennstoffzelle 6,17 Cent 300 - 1.000 € 25.000 - 56.000 €
Solarthermie-Anlage 0 Cent 20 - 50 € 4.000 - 10.000 €

*Wärmepumpentarif. **Tarif für Großabnehmer, für einzelne Heizkörper gilt normaler Tarif. ***Kosten für 12 Heizkörper im gesamten Haus.

Einbau-Kosten und neue Heizkörper

Bild: Installation einer Gastherme
Montage einer Gastherme | © ronstik / shutterstock.com

Wer seine Heizung modernisieren lässt, tauscht in der Regel nur die zentralen Bauteile - Rohre, Heizkörper und Ähnliches bleiben also weitestgehend erhalten. Die Kosten für diesen „einfachen“ Einbau sind in allen Angaben auf dieser Seite stets berücksichtigt.

Die Höhe der Einbau-Kosten hängt immer von den örtlichen Gegebenheiten ab, aber wird sich meist zwischen 1.500 und 5.000 Euro bewegen. Lässt man nicht nur die Heizung erneuern sondern auch neue Heizkörper installieren, dann wird das Ganze natürlich teurer. Hier sollten Sie mit rund 300 bis 500 Euro pro Heizkörper samt Einbau, also 3.600 bis 6.000 Euro (12 Heizkörper) rechnen.

Welche ist die günstigste Heizung?

In einem anderen Artikel haben wir uns genau der Frage gewidmet, welche Heizung die beste im Altbau oder Neubau ist. An dieser Stelle möchten wir uns nur kurz fassen: Betrachtet man alle Kosten auf eine Dauer von 20 bis 30 Jahren, dann sind Holzheizungen bei hohem Wärmebedarf, Wärmepumpen im Neubau und Gasheizungen als guter Allrounder besonders günstig.

Ölheizungen bilden einen kleinen Sonderfall, weil der Ölpreis aktuell sehr niedrig ist, aber nicht so gering bleiben wird. Dafür wird schon die sogenannte CO2-Steuer sorgen, die 2021 mit 25 Euro pro Tonne CO2 eingeführt wurde und sich bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne mehr als verdoppelt. Zudem werden Ölheizungen nicht mehr gefördert - auch nicht als Hybridheizung mit Komponente auf Basis erneuerbarer Energien.

Im Gegenteil: Lässt man seine alte Öl-Heizung gegen eine die ganz oder zumindest teilweise auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet austauschen, erhält man dafür sogar eine zusätzliche Förderung. Die Ölheizung zu erneuern ist eigentlich nur noch sinnvoll, wenn keine Alternativen zur Verfügung stehen. Lässt man seine Öl-Heizung erneuern weil man keine Alternativen hat, sollte sie aber wenigstens über Brennwerttechnik verfügen. Das senkt die Betriebskosten deutlich und schont außerdem die Umwelt.

Ölheizung - 7.000 bis 9.000 Euro

Bild: Ölheizung mit Pufferspeicher in Technikraum
Ölheizung mit Pufferspeicher | © Frank Oppermann / shutterstock.com

Eine moderne Ölheizung mit Brennwerttechnik ist auch heute noch eine gute Möglichkeit, um das Eigenheim mit Wärme zu versorgen. Wie Sie im Folgenden noch sehen werden, existieren zwar bessere Alternativen, aber in einigen Ausnahmefällen ist die Ölheizung noch immer die einzige Lösung, wenn kein Gasanschluss realisiert werden kann oder einfach zu wenig Platz für eine Pelletheizung vorhanden ist.

Die Kosten für eine Ölheizung liegen in der Regel zwischen 7.000 und 9.000 Euro. Bei einer Neuanschaffung verursacht der Einbau des Öltanks zusätzliche Kosten. Außerdem erhält man für eine Ölheizung keine Förderung - auch nicht als Hybridheizung mit Komponente auf Basis erneuerbarer Energien. Besonders vorteilig ist bei dieser Heizung jedoch, dass der Brennstoff immer dann eingekauft werden kann, wenn er gerade besonders günstig ist. Das hält die Heizkosten vergleichsweise niedrig.

Gasheizung - 6.000 bis 10.000 Euro

Bild: Gasheizung in Technikraum
Gasheizungen sind immer noch sehr beliebt | © Ansis Klucis / shutterstock.com

Wer seine Heizung erneuern und nicht (alleine) auf erneuerbare Energien setzen möchte, der ist auch mit einer Gasheizung bestens bedient. Diese Bauart ist zwar auf einen fossilen Brennstoff angewiesen, jedoch verbrennt Erdgas wiederum sehr sauber, sodass Sie der Umwelt halber kein schlechtes Gewissen haben müssen.

Insgesamt können Sie bei einer neuen Gasheizung mit Kosten zwischen 6.000 und 10.000 Euro rechnen. Eine Gasheizung benötigt jedoch stets einen Gasanschluss und ist damit jederzeit von den Preisvorgaben der Energieversorger abhängig.

Etagenheizung - 3.500 bis 5.000 Euro

In der Regel werden fast alle Etagenheizungen mit Gas betrieben. Hierbei handelt es sich um besonders kleine Bauarten, die in Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden, um für jede Wohnung eine unabhängige Heizkostenabrechnung realisieren zu können. Eine Etagenheizung kostet normalerweise zwischen 3.500 und 5.000 Euro. Lässt man die 

Pelletheizung - 17.000 bis 25.000 Euro

Bild: Einbau einer Pelletheizung
Einbau der Pelletheizung | © ÖkoFEN

Pelletheizungen vereinen die effiziente Brennwertnutzung mit dem günstigen und regenerativen Brennstoff Holz. Für die Bereitstellung einer Pelletheizung entstehen je nach Anlagengröße Gesamtkosten von 17.000 bis 25.000 Euro. Im Durchschnitt sollte man für eine solche Anlage jedoch Kosten von ca. 20.000 Euro einplanen.

Darin enthalten sind auch die Kosten für einen Warmwasserspeicher (1.500 bis 3.000 Euro) und für die Montage (2.000 bis 4.000 Euro). Ferner enthält der Preis die Kosten für ein Pelletlager (je nach Lagertyp 1.500 bis 3.000 Euro), die Kosten für die Umstellung auf Brennwerttechnik (1.500 bis 2.500 Euro) sowie weitere 1.500 bis 2.500 Euro für die Fördertechnik. Holzpellets sind auf den Energiegehalt bezogen günstiger als Öl und Gas. So liegen die jährlichen Betriebskosten einer Pelletheizung bei ca. 1.900 Euro.

Damit ist die Pelletheizung, je nachdem wie sich Öl- und Gaspreise entwickeln, ein wirklich konkurrenzfähiges Heizkonzept. Aber selbst dann, wenn die Preise für Öl und Gas mal wieder sinken, sind die Verluste nicht unverhältnismäßig hoch und man hat eine umweltfreundliche Heizung.

Die Anschaffung einer Pelletheizung wird im Rahmen der neu eingeführten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und seit 01.07.2021 auch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit 35 Prozent der förderfähigen Kosten bzw. der Kreditsumme gefördert. Unter bestimmten Bedingungen kann der Betrag aber auch auf bis zu 55 Prozent der föderfähigen Investitionskosten bzw. der Kreditsumme von maximal 60.000 Euro steigen.

Holzheizung (z. B. Hackschnitzel) - 10.000 bis 28.000 Euro

Bild: Holzvergaser
Holzvergaser sind günstig in Anschaffung und Verbrauch | © Oleksandr_Delyk / shutterstock.com

Neben der nutzerfreundlichen Pelletheizung existieren noch weitere Bauarten, die zwar auch mit Holz heizen, im Normalfall aber viel Platz und Zuwendung benötigen. Dazu zählen der Pelletofen, der Holzvergaser und die Hackschnitzelheizung. Pelletöfen und Holzvergaser müssen manuell bestückt werden.

Sie sind im Normalfall nur bei hohem persönlichen Aufwand dazu geeignet, größere Gebäude mit Wärme zu versorgen (Holzvergaser). Im Gegensatz dazu arbeitet die Hackschnitzelheizung vollautomatisch und kann sogar den größten Wärmebedarf decken. Trotzdem ist solch eine Heizung aufgrund der hohen Anschaffungskosten meist nur für große Mehrfamilienhäuser und Industrie- oder Gewerbebetriebe geeignet. Je nach Bauart kostet eine Holzheizung zwischen 10.000 und 28.000 Euro.

Wärmepumpe - 15.000 bis 30.000 Euro

Bild: Wärmepumpe in Einbausituation
Wärmepumpe als Kompaktgerät | © Viessmann Werke

Wärmepumpen nutzen die Umgebungstemperatur aus Luft, Wasser oder Erde, um ein Gebäude zu beheizen. Diese strombetriebene Anlage funktioniert praktisch wie ein umgekehrter Kühlschrank und besitzt für den Notfall auch Heizstäbe, falls die Außentemperatur einmal nicht ausreichen sollte.

Wärmepumpen sind in ihrer Anschaffung deutlich teurer als Ölheizungen oder Gasheizungen. Durch extrem hohe „Nutzungsgrade“ (besser: Jahresarbeitszahl) der Anlagen liegen die Betriebskosten, trotz der Verwendung von teurem Strom, unter denen von Brennwertheizungen. Außerdem sind Wärmepumpen im Vergleich zu Verbrennungsheizungen besonders wartungsarm.

Wenn Sie zudem Ökostrom nutzen, heizen Sie mit einer Wärmepumpe besonders ökologisch! Grundsätzlich können Sie mit Gesamt-Kosten von 15.000 bis 30.000 Euro rechnen. Allerdings werden Wärmepumpen großzügig gefördert, wenn sie über das erforderliche Zertifikat der Einzelprüfung nach EN 14511 / EN 14825 berfügen die Anforderung an die „jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz” erfüllen. Vergleichen Sie die verschiedenen Bauarten der Wärmepumpe, um genau zu bestimmen, welche Variante für Sie in Frage kommt.

Sole-Wasser-Wärmepumpen - 17.000 bis 30.000 Euro

Die Anschaffung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe) ist sehr kostenintensiv, da neben der eigentlichen Wärmepumpe noch die Erdwärmebohrungen / Erdarbeiten hinzukommen. Je nach Leistung kosten Sole-Wasser-Wärmepumpen zwischen 8.500 und 11.500 Euro. Dazu kommen die Kosten für den Pufferspeicher, die Bohrung für die Erdsonde bzw. die Verlegung der Erdwärmekörbe und weiteres Zubehör sowie die Montage-Kosten der Anlage.

Je nachdem, wie tief gebohrt werden muss und ob eine Betonverkleidung notwendig ist, fallen dabei für die Bohrung der Erdsonden Kosten in Höhe von 6.000 bis 12.000 Euro an. Erdkollektoren sind als Alternative zu Erdsonden mit 3.000 bis 6.000 Euro deutlich billiger, haben allerdings den Nachteil, dass sie nicht überbaut oder überpflanzt werden können. Außerdem muss das Grundstück groß genug sein, um sie verlegen zu können.

Die Montage und weiteres Zubehör (Stromzähler, Regenschutzgitter etc.) schlagen mit ungefähr 3.000 bis 5.500 Euro zu Buche. Ein Pufferspeicher kostet ca. 1.000 bis 2.000 Euro. Durch günstigere Stromtarife belaufen sich die jährlichen Betriebskosten auf ungefähr 400 bis 1.400 Euro (Neubau/Altbau). Diese sind somit deutlich geringer als bei Niedertemperatur- oder Brennwertheizungen, die mit Öl oder Gas betrieben werden.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen - ab 25.000 bis 30.000 Euro

Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist noch etwas teurer als eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, weil eine Menge Sondergenehmigungen benötigt werden. Deshalb sind die Gesamtkosten höher als bei allen anderen Wärmepumpen auf dem Markt.

Die eigentlichen Wärmepumpen kosten je nach Leistung zwischen 9.000 und 12.500 Euro. Die Erschließung der Wärmequelle mit Förderbrunnen kostet um die 8.000 bis 11.000 Euro. Für den Einbau werden weitere 3.000 bis 5.000 Euro fällig. Das Zubehör schlägt mit ca. 4.000 Euro zu Buche.

Die jährlichen Betriebskosten liegen bei 400 bis 1.400 Euro (Neubau/Altbau) und sind mit denen der Sole-Wasser-Wärmepumpen vergleichbar. Obendrauf kommen jedoch noch Kosten für Genehmigungen, da das Grundwasser nicht ohne Weiteres angezapft werden darf.

Luft-Wasser-Wärmepumpen - ab 12.000 Euro

Luft-Wasser-Wärmepumpen werden als Komplettanlagen geliefert und sind nicht von weiteren Bohrungen und Erschließungsmaßnahmen betroffen. Solche Komplettanlagen liegen preislich im Bereich von 12.000 bis 16.000 Euro.

Die Kosten für die Installation sind dabei in der Regel enthalten. Da Luft-Wasser-Wärmepumpen eine geringere Jahresarbeitszahl als Erdwärmepumpen besitzen, steigen die jährlichen Betriebskosten auf ungefähr 1.700 Euro an, liegen jedoch noch unter denen von Brennwertheizungen.

Luft-Luft-Wärmepumpen - ab 14.000 Euro

Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich nur für Gebäude, die einen extrem niedrigen Wärmebedarf haben, wie etwa Passivhäuser. Preislich liegen sie, in Abhängigkeit von der Leistung, im Bereich zwischen 7.000 und 10.000 Euro inklusive Montagekosten.

Handelt es sich um eine Neuanschaffung, so müssen die Kosten der raumlufttechnischen Anlage ebenfalls mit beachtet werden. Diese belaufen sich auch auf ungefähr 7.000 bis 10.000 Euro. Die Betriebskosten belaufen sich auf annähernd 2.300 Euro pro Jahr (800 - 900 Euro in einem Passiv- / Niedrigenergiehaus).

Blockheizkraftwerk (BHKW) - ab 20.000 Euro

Bild: BHKW
Ein BHKW | © Buderus

Die Kosten für ein Blockheizkraftwerk (BHKW) sind schwer abschätzbar. Sie unterscheiden sich stark in Abhängigkeit von der Anlagengröße und Anwendung.

Für größere Blockheizkraftwerk-Anlagen gilt der Richtwert, dass je nach Anlagengröße 1.000 bis 2.000 Euro pro Kilowatt elektrisch veranschlagt werden. Dabei ist von sinkenden spezifischen Kosten mit steigender Anlagengröße auszugehen.

Die Kosten für eine Mikro-KWK-Anlage inklusive Spitzenlastkessel belaufen sich auf ungefähr 15.000 bis 20.000 Euro. Hinzu kommen Montage- und Zubehörkosten in Höhe von etwa 5.000 Euro. Durch die Stromeinsparungen liegen die jährlichen Betriebskosten einer Mikro-KWK-Anlage im Bereich von 1.000 bis 1.500 Euro und somit noch unter denen von Brennwertheizungen. Die hohen Investitionskosten können bei KWK-Anlagen durch Fördermittel gesenkt werden.

Die Betriebskosten einer Anlage werden aus der Jahresdauerlinie abgeschätzt und liegen unter denen eines Brennwertkessels, da durch die Nutzung oder den Verkauf des Stroms erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Wahl des Brennstoffes. Die Betriebskosten liegen bei Erdgas unter denen von Heizöl. Zudem werden Anlagen die mit Öl heizen nicht mehr gefördert.

Brennstoffzelle - rund 30.000 Euro

Eine Brennstoffzellen-Heizung gewinnt ähnlich wie ein BHKW gleichermaßen Strom und Wärme, allerdings meist mehr Strom. Das Ganze passiert durch einen chemischen Prozess, in dem heutzutage meist Erdgas als Grundlage genutzt wird, um aus dem darin enthaltenen Wasserstoff eine exotherme Reaktion mit Sauerstoff zu erzeugen. Übrig bleibt normales Wasser und während des Prozesses werden Strom und Wärme gewonnen.

Die Wärme reicht in der Regel aber nur aus, um eine gewisse Grundlast zu decken - es wird also eine zusätzliche Gasheizung benötigt, damit im Winter auch wirklich niemand friert. Insgesamt verursacht die Brennstoffzellen-Heizung damit Kosten von rund 30.000 Euro, in Einzelfällen auch mehr oder weniger. Neben einer üppigen Förderung für die Anschaffung gibt es im laufenden Betrieb eine Vielzahl von Zuschüssen, sodass sich eine Brennstoffzelle bei großem Strombedarf durchaus amortisieren kann. In kleinen Einfamilienhäusern hingegen eher nicht.

Elektroheizung - ab 100 Euro

Bild: Elektroheizung
Elektroheizungen sind teuer im Betrieb | © Mariia Boiko / shutterstock.com

Eine Elektroheizung zeichnet sich einerseits durch vermeintlich günstige Preise bei der Anschaffung (ab 100 Euro / Heizkörper, kein TÜV, kein GS-Siegel) und andererseits hohe Kosten beim Betrieb aus. Ein ganzes Gebäude inklusive der Warmwasserbereitung mit Elektroheizungen auszustatten, wird insgesamt jedoch auch sehr teuer (5.000 bis 8.000 Euro). Dazu kommen Betriebskosten von ca. 5.500 bis 6.200 Euro pro Jahr.

Genau deshalb sollten Sie eine Elektroheizung nur in kleinen und selten genutzten Räumen einbauen lassen. Solch eine Anlage rentiert sich nur, wenn der Einbau einer neuen Zentralheizung auf lange Sicht erheblich teurer als die hohen Heizkosten einer Elektroheizung wäre. Dies ist jedoch nicht der Fall. Ölheizungen und Gasheizungen sind nur geringfügig teurer in Anschaffung und Einbau und ausnahmlos ALLE HEIZUNGEN sind hinsichtlich der Betriebskosten DEUTLICH GÜNSTIGER als Elektroheizungen, sodass sich ihre Anschaffung meist bereits nach wenigen Jahren amortisiert hat.

Nachtspeicherheizung

Bild: Ansicht einer Nachtspeicherheizung
Eine unscheinbare Elektroheizung | © Dimplex

Nachtspeicherheizungen sind in der Anschaffung sehr günstig. Einzelgeräte kosten 500 bis 1.000 Euro und Nachtspeicherzentralheizungen 2.000 bis 4.000 Euro.

Die jährlichen Betriebskosten liegen über denen aller anderen Heizungen. Einzelgeräte für Räume kommen auf 500 bis 1.000 Euro und Zentralgeräte sogar auf 3.000 bis 4.000 Euro (Eigenheim).

Strom als Ressource zum Heizen zu nutzen, ist auf jeden Fall zu vermeiden. Eine kWh durch Strom kostet etwa 22,00 Cent, durch Gas hingegen nur 6,17 Cent. Eine Pelletheizung erstellt eine kWh für 5,63 Cent. Eine Anschaffung von Nachtspeicherheizungen ist nur in Gebäuden sinnvoll, die nicht permanent beheizt werden müssen.

Das können zum Beispiel die Hütte eines Schrebergartens, ein Hobby-Häuschen, ein Wochenend-Häuschen oder ein Ferienhaus sein - also generell Gebäude, die nur ausnahmsweise genutzt werden. Anderenfalls ist der Betrieb unverhältnismäßig teuer und zudem sehr umweltschädlich.

Infrarotheizung

Die Infrarotheizung strahlt eine besondere Wärme aus: Sie erwärmt nämlich nicht die Luft, sondern nur die Objekte, die sich im Raum befinden. Diese nehmen die Wärme auf und geben sie dann langsam wieder an die Umgebung ab. Da eine Infrarotheizung aber auch mit Strom betrieben wird, sollte Sie ebenfalls nur für kleine und selten genutzte Räume eingesetzt werden.

Grundsätzlich sollte die Leistung einer Infrarotheizung etwa 100 Watt pro Quadratmeter Raumfläche betragen. Viele kleine Infrarotheizungen liefern dabei mehr Wärme als wenige große. Eine kleine Infrarotheizung bekommen Sie bereits ab 100 Euro.

Fernwärme - bis zu 6.000 Euro

Bild: Fernwärme / Wärmepumpe
Fernwärme aus einer Wärmepumpe | © nist.gov / publicdomainfiles.com CC0

Um Fernwärme nutzen zu können, muss zunächst erst einmal ein Fernwärmeanschluss hergestellt werden. Die Kosten für die Bereitstellung von Wärmeübergabestation und Hausanschluss (inklusive Montage) variieren von Anbieter zu Anbieter und können bis zu 6.000 Euro betragen.

Die laufenden Kosten setzen sich aus Grundpreis und Arbeitspreis zusammen. Dabei variieren die Preise von Region zu Region stark. Der Grundpreis wird für die maximale Anschlussleistung der Wärmeübertragerstation erhoben. Dabei ist eine Gebühr von 50 bis 90 Euro pro kW fällig.

Noch größer ist der Unterschied beim Arbeitspreis, über welchen der tatsächliche Wärmebezug abgerechnet wird. Die Kosten schwanken dabei von 60 bis 110 Euro pro mWh. Für ein Einfamilienhaus fallen somit jährliche Betriebs-Kosten von 1.000 bis 2.500 Euro an. In einigen Regionen wird neben dem Grund- und dem Arbeitspreis noch ein Dienstleistungspreis für die Messung und Abrechnung erhoben.

Dies ist jedoch nicht die Regel. Die Umstellung des bestehenden Systems auf eine Fernwärmeversorgung wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert, da es sich um Wärme aus einer Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung handelt. Im Rahmen der 2021 neu eingeführten BEG EM fördert das BAFA den Anschluss an ein Fernwärmenetz, wenn die Fernwärme zu mindestens 25 Prozent mit erneuerbaren Energien erzeugt wurde.

Solarthermie - ab 4.500 Euro (für ein Einfamilienhaus)

Bild: Solarthermie-Anlage auf Dach
Integrierte Solarthermie-Anlage | © Buderus

Wer seine Heizung modernisieren lässt, sollte einmal über die Anschaffung einer Solarthermie-Anlage nachdenken. Solarthermie-Anlagen nutzen die Wärmeenergie der Sonne und haben somit vernachlässigbar niedrige Betriebskosten. Gleichzeitig arbeiten sie volkommen klimaneutral.

Sie werden in Deutschland nicht als autarke Systeme, sondern als Systemzusätze verwendet, um Brauchwasser zu erwärmen oder auch um die Heizung zu unterstützen. Die klimatischen Bedingungen des Ortes, an dem eine Solarthermie-Anlage installiert wird, und die daraus resultierende Menge an erzeugter Wärmeenergie hat einen Einfluss darauf, ob eine solche Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann.

Für einen Vierpersonenhaushalt werden ungefähr 12 bis 15 Quadratmeter Kollektorfläche und ein Warmwasserspeicher von 800 bis 1.000 Litern benötigt. Eine Solarthermie-Anlage, welche nur zur Warmwasserbereitung (Wasserhahn, Dusche) genutzt wird, kostet etwa 4.500 Euro. Die Kosten einer heizungsunterstützenden Solarthermie-Anlage liegen bei 8.000 bis 10.000 Euro. Je nach Installationsart, Effizienz und klimatischen Bedingungen amortisiert sich eine Solarthermie-Anlage energetisch (Energie- und CO2-neutral) bereits nach 2 bis 5 Jahren und ökonomisch (finanziell) nach 15 Jahren - sogar in einem weniger sonnenreichen Land wie Deutschland!

Sonstige Kosten rund um neue Heizungen

Neben der Modernisierung der eigentlichen Heizung gibt es bei der Wärmeversorgung noch andere Bereiche, die zusätzliche Kosten verursachen können, aber im Normalfall zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen:

Wärmespeicher

Wärmespeicher speichern entweder Warmwasser, Heizungswasser oder im Optimalfall beides. Wärmespeicher sind vor allem in Verbindung mit Heizungen, die auf erneuerbare Energien zurückgreifen empfehlenswert und steigern deren Effizienz deutlich.

Dazu gehören alle Holzheizungen, alle Wärmepumpen und Solarthermie-Anlagen. Preislich liegen diese Wärmespeicher zwischen 500 und 4.000 Euro. Aber auch Öl-Brennwertheizungen und Gas-Brennwertheizungen können von Warmwasserspeichern profitieren.

Warmwasserbereitung

Die Investitionskosten für Anlagen zur Warmwasserbereitung sind in Abhängigkeit des verwendeten Gerätes und der Anlagengröße sehr unterschiedlich. Kleine Elektrodurchlauferhitzer, durch welche nur eine Zapfstelle versorgt werden kann, liegen preislich im Bereich von 500 bis 1.000 Euro pro Gerät, die Betriebskosten bei 800 bis 900 Euro pro Jahr. Gasdurchlauferhitzer kosten in der Anschaffung ca. 400 bis 1.300 Euro, die Betriebskosten belaufen sich je nach Leistung auf 200 bis 300 Euro im Jahr.

Hinzu kommen die Anschaffungs- und Wartungskosten eines Kamins (1.000 bis 2.500 Euro). Für moderne Warmwasserspeicher fallen je nach Volumen und technischem Stand (Dämmung, Wärmeübertragungsmaterial) Kosten in Höhe von 500 bis 3.000 Euro an. Ähnlich ist es auch bei elektrisch betriebenen Warmwasserspeichern. Kleine Geräte (Boiler) gibt es jedoch auch schon ab 100 Euro. Die Erwartungen an diese Geräte sollten jedoch nicht zu hoch geschraubt werden. Sie verursachen oft hohe Betriebskosten und besitzen schlechte Nutzungsgrade.

Hydraulischer Abgleich - ab 850 Euro

Wenn Sie Ihre Heizung erneuern, kann ein hydraulischer Abgleich bares Geld sparen, Voraussetzung ist natürlich die professionelle Durchführung. Die Kosten dafür belaufen sich je nach Anlage auf ca. 850 Euro und werden von einem Heizungsfachbetrieb durchgeführt. Die dabei erzielte Ersparnis liegt bei ungefähr 1,50 Euro pro Quadratmeter im Jahr, wodurch sich ein hydraulischer Abgleich bereits nach wenigen Jahren amortisiert. Außerdem kann man vom BAFA eine Förderung für die Heizungsoptimierung nach BEG EM erhalten.

Heizungspumpe - neue Modelle ab 350 Euro

Wer seine Heizung modernisieren will, muss nicht gleich eine komplette neue Alnage kaufen. Die Erneuerung der Heizungspumpe kann schon eine Menge bares Geld sparen, da diese der heimliche Energiefresser in einer Heizungsanlage ist. Energiesparende Modelle der führenden Hersteller werden bereits ab 350 Euro auf dem Markt angeboten. Dank BAFA-Förderung nach BEG EM und Einsparungen rentiert sich der Austausch meist schon nach drei Jahren.

Grafik: Neue Heizung im Kostenvergleich
Verschieden Heizungen im Kosten-Vergleich | © Energieheld

In der obenstehenden Grafik sehen Sie die Anschaffungskosten verschiedener Heizungen im Vergleich. Es wurde ein Gesamtwärmebedarf von 28.000 Kilowattstunden zugrunde gelegt. Es fällt auf, dass besonders Elektroheizungen keine lohnenswerten Lösungen darstellen, weil die Anschaffungskosten und die laufenden Kosten für ein ganzes Gebäude außergewöhnlich hoch sind.

Die zusätzlich notwendigen Anlagen für die Warmwasserbereitung sind ebenfalls in den Kosten für die Elektroheizung enthalten. Wärmepumpen sind im laufenden Betrieb in der Realität noch etwas günstiger, weil diese Heizungen nur in Gebäuden mit sehr geringem Wärmebedarf genutzt werden.

Förderung und Zuschüsse für neue Heizungen

Bild: Paar erhält Förderung für ein neue Heizung
Förderung bewilligt! | © fizkes / shutterstock.com

Zum Jahresbeginn 2021 ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingeführt worden. Sie tritt in Etappen in Kraft. Bereits zum 01.01.2021 ist die BEG EM für die Sanierung von Bestandsbauten mit Einzelmaßnahmen wirksam geworden. Träger der Zuschussförderung für die Heizungs-Modernisierung als Einzelmaßnahme ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Dabei fördert das BAFA ausschließlich Heizungen in Bestandsbauten, die zudem ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, um dafür eine Förderung zu erhalten. Seit 01.07.2021 kann man im Rahmen der BEG EM alternativ zur Zuschuss-Förderung des BAFA im neuen Programm KfW 262 auch einen Kredit inklusive Tilgungszuschuss von der Kreditianstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten. Außerdem fördert die KfW im Zuschuss-Programm KfW 433 die Installation einer Brennstoffzellen-Heizung.

BAFA-Förderung

Für förderfähige Heizungen erhalten Sie im Rahmen einer Sanierung mit Einzelmaßnahmen - je nachdem welche Heizung installiert wird - eine Förderung von mindestens 20 bis 35 Prozent der förderfähigen Investitionskosten also 12.000 - 21.000 Euro. Eine Übersicht förderfähiger Heizungen finden Sie in der folgenden Tabelle.

Heizung BAFA-Förderung (BEG EM Zuschuss)
Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready" Zuschuss von 20 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 12.000 €
Fernwärme (Mindestanteil Anteil erneuerbare Wärme: 25 %  / 55 %)  Zuschuss von 30 % / 35 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 18.000 € / 21.000 €
Gas-Hybridheitzung Zuschuss von 30 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 18.000 €
Solarthermie-Anlage Zuschuss von 30 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 18.000 €
Holzheizungen (z. B. Pelletheizung, Hackschnitzelheizung) Zuschuss von 35 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 21.000 €
Wärmepumpen (z. B. Luft-Wasser-WP, Erd-WP) Zuschuss von 35 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 21.000 €
EE*-Hybridheizungen Zuschuss von 35 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 21.000 €

* Erneuerbare Energien

Es gibt allerdings die Möglichkeit die Förderung durch diverse Boni zu Steigern: Wenn Sie z. B. Ihre alte Ölheizung durch eine Heizung auf Basis von erneuerbaren Energien tauschen (z. B. eine Pelletheizung), erhalten Sie zusätzlich 10 Prozent Förderung - also insgesamt 45 Prozent. Wurde die Installation der jeweilige Heizung in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) eines dafür zertifizierten Energieberaters empfohlen, kann man weitere 5 Prozent Förderung erhalten.

Nochmal 5 Prozent Förderung stehen Ihnen mit dem Innovationsbonus für besonders emissionsarme Holzheizungen zur Verfügung. Insgesamt kann man für eine neue Heizung also bis zu 55 Prozent der förderfähigen Kosten als Förderung erhalten. Das entspricht maximal 33.000 Euro. Wer seine Heizung erneuern lässt, kann also auf üppige staatlich Förderung zurückgreifen, wenn die Heizung ausschließlich oder teilweise erneuerbare Energien nutzt. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht.

Heizung Förderung inkl aller möglicher Boni (Öl-Austauschprämie, iSFP-Bonus, Innovationsbonus)
Gas-Brennwert „Renewable Ready" Zuschuss von 25 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 15.000 €
(keine Öl-Austauschprämie möglich)
Fernwärme Zuschuss von 45 % / 50 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 27.000 € / 30.000 €
Gas-Hybridheizung Zuschuss von 45 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 27.000 €
Solarthermie-Anlage Zuschuss von 45 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 27.000 €
Holzheizungen Zuschuss von 55 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 33.000 €
Wärmepumpen Zuschuss von 50 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 30.000 €
EE*-Hybridheizungen Zuschuss von 50 % der förderfähigen Kosten von höchstens 60.000 €, max. 30.000 €

* Erneuerbare Energien

KfW-Förderung

Seit 01.07.2021 können Sie im Rahmen der BEG EM einen zinsgünstigen Kredit bis zu 60.000 Euro inklusive Tilgungszuschuss von 20 bis 35 Prozent der Kreditsumme erhalten. Das entspricht einem Betrag zwischen 12.000 und 21.000 Euro. Eine Übersicht finden Sie in der folgenden Tabelle.

Heizung KfW-Förderung (BEG EM Kredit)
Gas-Brennwertheizung „Renewable Ready" Tilgungszuschuss von 20 % der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 12.000 €
Fernwärme (Mindestanteil Anteil erneuerbare Wärme: 25 %  / 55 %)  Tilgungszuschuss von 30 % / 35 % der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 18.000 € / 21.000 €
Gas-Hybridheitzung Tilgungszuschuss von 30 % der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 18.000 €
Solarthermie-Anlage Tilgungszuschuss von 30 % der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 18.000 €
Holzheizungen (z. B. Pelletheizung, Hackschnitzelheizung) Tilgungszuschuss von 35 % der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 21.000 €
Wärmepumpen (z. B. Luft-Wasser-WP, Erd-WP) Tilgungszuschuss von 35 % der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 21.000 €
EE*-Hybridheizungen Tilgungszuschuss von 35 % der Kreditsumme von höchstens 60.000 €, max. 21.000 €

* Erneuerbare Energien

Auch hier besteht die Möglichkeit den Tilgungszuschuss durch diverse Boni und die Öl-Austauschprämie auf bis zu 33.000 Euro zu steigern. Dabei entspricht die jeweilige Höhe des Tilgunszuschusses den jeweiligen Zuschüssen des BAFA (siehe Tabelle oben). Der Kredit KfW 262 (BEG EM) bietet somit im Vergleich zum alten Programm KfW 152 eine deutlich erhöhte Förderung.

Neben der BEG EM bietet die KfW noch eine Zuschuss-Förderung für die Installation einer Brennstoffzellen-Heizung als Einzelmaßnahme. Im Programm KfW 433 zur Förderung einer Brennstoffzelle können Sie maximal 34.300 Euro Förderung erhalten. Einen Überblick erhalten Sie in nachfolgender Tabelle.

Heizung Förderung
Brennstoffzellen-Heizung KfW 433, max. 6.800 € + 550 € / 100 Wattel, max. 34.300 €

Ansonsten fördert die KfW Heizungen im Rahmen der BEG WG für Wohngebäude als Teil einer Sanierung zum Effizienzhaus anteilig an den Gesamtkosten. Hier stehen im Rahmen der Programme KfW 461 (Zuschuss) und KfW 261 (Kredit) Zuschüsse von maximal 75.000 Euro zur Verfügung. Im Programm KfW 261 kann man zudem noch ein Darlehen bis zu 150.000 Euro erhalten. Die Programme KfW 461 und KfW 261 ersetzen dei alten Programme KfW 430 und KfW 151.

Im Neubau erhalten Sie im Programm KfW 261 neben dem Kredit bis zu 150.000 Euro einen Tilgungszuschuss von maximal 37.500 Euro. Dabei ersetzt das Programm KfW 261 den Kredit KfW 153. Neu: Mit dem Programm KfW 461 steht im Neubau auch erstmals eine Zuschuss-Förderung zur Verfügung. Sie beträgt maximal 37.500 Euro. Sollten Sie weitere Fragen zur Förderung von Effizienzhäusern haben, können Sie in unserem Artikel zur Förderung von Effizienzhäusern Anworten finden. Alle Informationen zur Förderung der Heizung finden Sie hier.

Energieberater und Antragstellung

Bei der Beantragung der Förderung sollten Sie unbedingt darauf achten, dass dies sowohl bei der KfW als auch beim BAFA VOR dem Abschluss von Leistungs- und Lieferverträgen bzw. der schriftzlichen Auftragsvergabe geschieht. Stellen Sie den Antrag nachträglich, verlieren Sie Ihren Anspruch auf Förderung. Im Rahmen der Heizungssanierung der BEG EM bentögien Sie zwar keinen Energie-Effizienz-Experten.

Zu empfehlen seine Mitwirkung aber trotzdem, da er Sanierungsbedarfe erkennt, die Maßnahme plant und die geleistete Arbeit abschließend auf Qualität prüft. Außerdem wird seine Mitwrkung benötigt, um einen iSFP-Bonus zus erhalten. Für den Erhalt einer Förderung im Rahmen der BEG WG ist seine Mitwirkung dagegen vorgeschrieben.

So ist der Antrag bei der KfW zusammen mit einem zertifizierten Energieberater (sogenannter Energie-Effizienz-Experte der dena-Expertenliste) zu stellen. Seine Tätigkeit kann in der BEG EM entweder vom BAFA oder der KfW mit bis zu 2.500 Euro oder im Falle von Sanierungen oder Neubauten nach Effizienzhaus-Standard (BEG WG) von der KfW mit 5.000 Euro gefördert werden.

Die offizielle KfW-Produktinfo

Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

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