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Inhaltsverzeichnis

Grundlegende Informationen zur Umwälzpumpe

Bis in die 1970er Jahre hinein, wurde eine Warmwasserheizung mit Hilfe der Schwerkraft betrieben. Der Umtriebsdruck, erzeugt durch das Schwerkraftsprinzip, genügte häufig nicht um die Heizkörper mit Warmwasser zu versorgen. Deshalb begann man Umwälzpumpen zu installieren, um die Wärme zielgerichtet zu entsprechende Heizkörpern zu transportieren.

Durch die Umwälzpumpe konnten Heizkreise in dünnen Rohren verwirklicht werden und Heizenergie effizient ihre Verwendung finden. Umwälzpumpen fördern größere Wassermengen bei geringem Pumpdrücken. Sie beschleunigen sozusagen die Schwerkraft. Der Druck hängt vom Rohrströmungswiderstand ab.

So funktioniert die Umwälzpumpe

Infografik: Darstellung eines Heizkreislaufes
Ohne Umwälzpumpe funktioniert keine Heizung | © -donald-, MatthiasDD / wikipedia.org CC BY-SA

Während der Heizkessel warmes Wasser für die Heizung produziert, pumpt die Umwälzpumpe, auch Heizungspumpe genannt, das erwärmte Wasser über die Heizungsrohre in die Heizkörper. Danach wird das abgekühlte Wasser wieder zum Heizkessel zurückgepumpt und kann dort anschließend wieder erwärmt werden. Dieser Kreislauf wird auch als Heizkreislauf bezeichnet.

Die Umwälzpumpe erzeugt in diesem Kreislauf den nötigen Druck, um Reibung im Leitungssystem der Heizung zu überwinden. Dabei erreicht die Umwälzpumpe zwischen 6.200 und 7.000 Stunden Betriebsdauer pro Jahr.

Die verschiedenen Umwälzpumpen und ihre Eigenschaften

Um den Heizkreislauf der Heizung in Betrieb zu halten, benötigt die Umwälzpumpe Strom. Dabei gibt es allerdings je nach Modell und Alter der Umwälzpumpe ziemliche Unterschiede bei der benötigten Strommenge. Ältere Umwälzpumpen sind häufig heimliche Großverbraucher in der Jahresendabrechnung für Strom. Sie funktioneren komplett ungeregelt, d. h. sie arbeiten konstant mit der gleichen Drehzahl und somit sehr unwirtschaftlich.

Modernere Umwälzpumpen sind zwar ebenfalls ungeregelt, verfügen aber über mehrere Regelungsstufen und können zumindest manuell eingestellt werden. Diese Pumpen sollten mit möglichst niedriger Leistung laufen. So sparen sie im Vergleich zu einstufigen ungeregelten Pumpen schon einiges an Energie ein.

Elektronisch geregelte Umwälzpumpen haben demgegenüber schon ein ordentliches Einsparpotenzial. Die modernsten Pumpen auf dem Markt passen ihre Leistung allerdings dem tatsächlichen Wärmebedarf an. Sie werden als Hocheffizienzpumpen bezeichnet und arbeiten mit einer Differenzdruckregelung oder mit Temperatursensoren an Vor- und Rücklauf des Heizsystems.

So passen sie die Drehzahl des Pumpenmotors an den tatsächlichen Bedarf an. Dadurch sind sie noch sparsamer, als merhstufige ungeregelte Umwälzpumpen oder elektronisch geregelte Umwälzpumpen. Sie begrenzen den jährlichen Stromverbrauch deutlich. Diese Pumpen werden auch als Hocheffizienzpumpen bezeichnet.

Umwälzpumpe austauschen - aber wann?

Wann der Austausch Ihrer Umwälzpumpe sinnvoll ist, hängt vor allem von der Technik und im Zusammenhang damit vom Stromverbrauch ab. Alte, völlig ungeregelte Pumpen, die über keinerlei Einstellungsmöglichkeiten verfügen, verbrauchen bei einer Jahresbetriebsdauer von 6.200 - 7-000 Betriebsstunden ca. das doppelte einer ungeregelten mehrstufigen Pumpe.

Quelle: © DENA / youtube.com

Elektronisch geregelte Hocheffizienzpumpen wiederum verbrauchen nur 10 Prozent einer mehrstufigen ungeregelten Pumpe. Dementsprechend liegt im Tausch einer älteren, ungeregelten Pumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe ein erhebliches Einsparpotenzial. Wenn Ihre Heizung also mit einer solchen alten ungeregelten Umwälzpumpe ausgestattet ist, dann sollten Sie einen Austausch dringend in Erwägung ziehen, da er sich schnell rentiert.

Wann tauschen?

  • Tauschen Sie die Umwälzpumpe, wenn es sich um eine einstufige oder mehrstufige ungeregelte Pumpe handelt
  • Diese Pumpen verbrauchen zehn - bis zwanzigmal soviel Strom wie eine Hocheffizienzpumpe
  • Lassen Sie die Pumpe tauschen und einen hydraulischen Abgleich machen
  • Lassen Sie Austausch und hydraulischen Abgleich durch das BAFA fördern

Kosten für eine neue Umwälzpumpe

Die Kosten für eine neue Umwälzpumpe sind recht überschaubar. Letztlich setzen sich die Kosten aus der neuen Hocheffizienzpumpe und deren Montage zusammen. Zusätzlich ist noch ein hydraulischer Abgleich zu empfehlen, um das volle Potenzial der neuen Umwälzpumpe auszuschöpfen. Demgegenüber stehen mögliche staatliche Fördermittel für Anschaffung und Installation der Umwälzpumpe und den hydraulischen Abgleich.

Diese staatlichen Fördermittel werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Verfügung gestellt. Das BAFA vergibt im Rahmen eines Förderprogramms zur Heizungsoptimierung Förderzuschüsse in Höhe von 30 Prozent der Nettoinversitionskosten. Das gilt sowohl für die Anschaffung und die Installation der neuen Heizungspumpe, als auch für den hydraulischen Abgleich.

Eine neue Hocheffizienzpumpe kostet ca. 280 Euro. Die Montage schlägt mit weiteren 120 Euro zu Buche. Dazu kommt der hydraulische Abgleich der in etwa 500 Euro kostet. Somit kommt man auf eine Gesamtsumme von 900 Euro. Demgegenüber stehen 30 Prozent Förderung der Investitionskosten durch das BAFA, also 270 Euro. Folglich bleiben Kosten von 630 Euro, die durch die Einsparungen der Hocheffizienzpumpe und des hydraulischen Abgleichs amortisiert werden müssen.

Bauteil / Service Einsparung Kosten
Hocheffizienzpumpe - 280 €
Installation - 120 €
Hydraulischer Abgleich - 500 €
BAFA-Förderung 270 € -
     
Kosten gesamt - 630 €

Wichtig: Wenn Sie die Förderung nutzen wollen, müssen Sie sich vor Beginn der Maßnahme beim BAFA registrieren lassen. Danach können Sie mit der Durchführung beginnen und sich eine neue Hocheffizienzpumpe einbauen lassen. Achten Sie dararuf, dass die Rechnung für Anschaffung und Einbau der Pumpe, sowie für den hydraulischen Abgleich jeweils als Einzelrechnungen ausgestellt werden. Mischrechnungen werden nicht akzeptiert und und bearbeitet. Die Rechungen können bis zu 6 Monate nach Durchführung der Maßnahme beim BAFA online oder postalisch eingereicht werden.

Förderung beim BAFA beantragen

  • Lassen Sie sich VOR Beginn der Maßnahme beim BAFA registrieren
  • Starten Sie die Maßnahme NACHDEM Sie registriert wurden
  • Lassen Sie sich für Anschaffung und Montage / den hydraulischen Abgleich Einzelrechungen ausstellen; Mischrechnungen werden nicht akzeptiert
  • Reichen Sie die Rechnungen innerhalb von 6 Monaten nach Durchführung der Maßnahme ein

Sparpotenzial einer Hocheffizienzpumpe

Das Einsparpotenzial einer Hocheffizienzpumpe gegenüber alten ungeregelten ein - oder mehstufigen Pumpen bei den Betriebs-Kosten sollte man nicht unterschätzen. Wie man der untenstehenden Tabelle entnehmen kann, sind die Strom-Kosten einer einstufigen ungeregelten Pumpe fast zwanzigmal höher als die einer neuen Hocheffizienzpumpe. Die Strom-Kosten einer mehrstufigen ungeregelten Pumpe sind immerhin noch zehnmal so hoch.

Umwälzpumpentyp Ungeregelt einstufig Ungeregelt mehrstufig Elektronisch geregelt Hocheffizienzpumpe elektronisch geregelt
Geräteleistung 150 Watt 70 Watt 40 Watt 7 Watt
Jahresverbrauch (6.200 Betriebsstunden) 930 kWh 434 kWh 248 kWh 43 kWh
Jährliche Betriebskosten (29,8 Cent pro kWh) 250 € 129 € 74 € 13 €

Das heißt, dass man beim Tausch einer alten Pumpe gegen eine neue, jährlich zwischen 110 und 235 Euro Strom-Kosten spart. Außerdem spart der hydraulische Abgleich, je nach Heizungstyp, zusätzlich ca. 10 Prozent der jährlichen Heiz-Kosten, was in etwa 100 Euro im Jahr entspricht.

Dem gegenüber stehen die Kosten für die Anschaffung und die Installation der neuen Umwälzpumpe sowie für den hydraulischen Abgleich. Diese Kosten betragen nach Abzug der möglichen Fördergelder ca. 630 Euro. Dementsprechend amortisiert sich die Investition, je nachdem, welcher Typ Umwälzpumpe ausgetauscht wurde, nach ca. 2 bis 4 Jahren.

Infografik: Amortisation einer neuen Umwälzpumpe
Eine Hocheffizienzpumpe spart erheblich an Stromkosten | © Energieheld

Es bleibt allerdings festzuhalten, dass der Austausch der Umwälzpumpe nur sinnvoll ist, wenn einem das Geld für den Tausch der gesamten Heizungsanlage fehlt. Der Austausch eines alten Konstanttemperaturkessels gegen einen modernen Brennwertkessel hat eine wesentlich höheres Einsparpotenzial, als nur der Austausch der Umwälzpumpe. Hier lassen sich auf die Lebensdauer der neuen Anlage betrachtet erhebliche Summen einsparen. Außerdem wird so die Umwelt geschont.