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Neue Heizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Welche Kosten entstehen beim Kauf einer Gasheizung?

Wie bei jeder anderen Heizung auch, müssen verschiedene Faktoren für eine umfassende Kosten-Rechnung berücksichtigt werden. Am entscheidendsten sind natürlich die anfänglichen Investitionen und die späteren, laufenden Kosten der Gasheizung.

Die Anschaffungskosten hängen widerum von vielen Faktoren, wie etwa der Leistung und der gewählten Technik ab. Auch die Kosten für Wartung und Installation dürfen nicht vernachlässigt werden, wobei letztere deutlich schwanken können. Diese Punkte sollten Sie bei einem Preisvergleich unbedingt beachten.

Kosten für eine Gasheizung im Komplettpaket

Viele Faktoren entscheiden letztendlich über die Kosten einer neuen Gasheizung. Es lassen sich aber einige recht zuverlässige Durchschnittswerte ermitteln, um die sich die Kosten einer Gasheizung häufig bewegen werden. Der durchschnittliche Vier-Personen-Haushalt benötigt nunmal auch meistens eine durchschnittliche Vier-Personen-Gasheizung.

Durchschnittliche Kosten für eine Gasheizung
etwa 6.000 - 9.000 Euro

Kosten der einzelnen Komponenten einer Gasheizung

Für eine übersichtlichere Darstellung kann man die Kosten der einzelnen Komponenten der Gasheizung besser einzeln darstellen. Dabei ist zu beachten, dass besonders die Brennwerttechnik höhere Kosten verursacht, im Nachhinein aber auch die größten Einsparungen bei den Heizkosten bringt. Man kann alternativ natürlich auch die günstigere Heizwerttechnik wählen, aber das ist wegen der viel höheren laufenden Kosten nicht empfehlenswert.

Kosten der Gasheizung in der Übersicht

Hier sehen Sie die Kosten der unterschiedlichen Komponenten einer Gasheizung. Da man aber nicht immer alles braucht können die individuellen Kosten natürlich schwanken, je nachdem, was für eine Gasheizung angeschafft wird und was bereits alles vorhanden ist.

Notwendige Bauteile Optionale Bauteile Kosten
Gasheizung (Einfamilienhaus)   2.000 - 4.000 €
Brennwerttechnik +
Schornsteinsanierung
  1.000 - 2.500 €
  Warmwasserspeicher 800 - 1.500 €
  Gasanschluss (falls noch nicht vorhanden) 1.500 - 2.500 €
  Zubehör (Verrohrung, etc.) 150 - 700 €
  Hydraulischer Abgleich 500 - 1.500 €
Installation   1.000 - 3.000 €
Gesamtkosten   4.000 - 9.500 €

Große Preisspanne bei der Gasheizung

Ja, die Preisspanne ist ziemlich groß, jedoch hilft die Aufschlüsselung nach den optionalen Bauteilen, die eigenen anfallenden Kosten einzuschätzen. Des Weiteren handelt es sich hierbei lediglich um Richtwerte. Für eine Orientierung werden diese Kostenangaben aber sicherlich gut dienen können. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus kann mit Kosten in Höhe von etwa 7.000 Euro gerechnet werden. Wer dauerhaft Heizkosten einsparen möchte, der kann seine Gasheizung auch in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage betreiben.

Wie entstehen die Kosten für den Gaskessel?

Das Herzstück einer Gasheizung ist der Kessel oder Brenner. Wer die Kosten im Auge hat, muss schon hier eine wichtige Entscheidung treffen: Wählt man die normale Variante oder setzt man auf die 500 bis 800 Euro teurere Brennwerttechnik? Hier sollte nicht vorschnell entschieden werden. Eine Brennwertheizung verursacht im laufenden Betrieb nämlich erheblich geringere Kosten als die herkömmliche Variante.

Langfristig spart man also mit der Brennwert-Gasheizung, und die verbesserte Umweltfreundlichkeit gibt’s gratis dazu! Auch die Größe hat natürlich großen Einfluss auf die Kosten der Gasheizung. Für ein Vier-Personen-Einfamilienhaus reicht in der Regel eine Wärmeleistung von 15 bis 20 Kilowatt (kW).

Die Kosten für so eine Gasheizung belaufen sich etwa auf 2.000 bis 4.000 Euro. Falls man sich für eine Brennwertheizung entscheidet, muss ebenfalls in eine Schornsteinsanierung investiert werden. Abhängig von den verwendeten Materialien, kostet diese Maßnahme zwischen 900 und 1.500 Euro.

Wie entstehen die Kosten für die Brennwerttechnik?

Bild: Innenansicht einer Gasbrennwertheizung
Gaskessel im Betrieb | © Dmitry Naumov / shutterstock.com

Eine Gasheizung mit Brennwerttechnik nutzt nicht nur die Verbrennung sondern auch die sonst verlorene Abgaswärme zum Heizen. So können dauerhaft Energie und somit auch Gas und Kosten eingespart werden. Anfänglich kostet die Brennwerttechnik insgesamt zwischen 1.000 bis 2.500 Euro mehr als eine herkömmliche Heizwertanlage.

Neben der besonderen Brennwerttechnik der Heizung müssen auch Arbeiten am Schornstein durchgeführt werden, um ihn resistenter gegenüber den Schadstoffen der Abgase zu machen. Die geringeren Heizkosten sorgen jedoch dafür, dass sich eine Gasheizung mit Brennwerttechnik schnell amortisiert.

Wie entstehen die Kosten für den Warmwasserspeicher?

Das Warmwasser (Trinkwasser) kann auf verschiedene Arten erhitzt werden. Auch wenn hierfür theoretisch strombetriebene Heizstäbe verwendet werden können, bietet sich die Verwendung von Gas an. Eine Kilowattstunde (kWh) erzeugter Wärme kostet mit Gas nämlich nur 6,9 Cent, während Strom in diesem Fall 29,84 Cent (Stand: 2017) kosten würde. Wenn kein zusätzlicher Warmwasserspeicher (Kostenpunkt: 800 bis 1.500 Euro) installiert ist, benötigt das Wasser beim Duschen und Abwaschen immer einige Zeit bis es die gewünschte Temperatur erreicht hat.

Wie entstehen die Kosten für die Installation der Gasheizung?

Die Kosten für die Installation einer Gasheizung lassen sich nur grob einschätzen. Denn wie man sieht, bestehen letztendlich viele Möglichkeiten, wie die eigene Gasheizung aussehen kann. Die Kosten richten sich also immer nach dem jeweiligen Arbeitsaufwand der Fachbetriebe, liegen aber meist zwischen 500 und 2.500 Euro.

Wie entstehen die Kosten für einen Gasanschluss?

Falls noch kein Gasanschluss für das Gebäude vorhanden ist, kann dieser in den meisten Fällen recht einfach verlegt werden. Die Kosten für diesen Service belaufen sich jedoch in der Regel auf gut 2.000 Euro. Falls ein Gasanschluss nicht realisierbar sein sollte, kann auch stets auf moderne Ölheizungen oder eine Pellet- bzw. andere Holzheizung zurückgegriffen werden.

Wie entstehen die laufenden Kosten einer Gasheizung?

Primär ist es natürlich der Gaspreis, der über die laufenden Kosten der Heizungsanlage entscheidet. Aktuell liegt der Preis für Gas bei 5,8 Cent pro kWh (Stand Anfang 2017), sodass bei einem jährlichen Energiebedarf von 35.000 kWh insgesamt Kosten in Höhe von rund 2.300 Euro anfallen. Abgesehen von den Kosten für Gas kommen noch Wartungs- und Instandhaltungskosten, die (Strom-)Kosten für den Betrieb und für den Schornsteinferger hinzu. Jährlich betragen diese Kosten ca. 180 bis 200 Euro.

Infografik: Darstellung der Kosten einzelner Komponenten einer Gasheizung
Je nachdem, was bereits vorhanden ist, kann man beim Kauf einer Gasheizung einiges an Kosten einsparen | © Energieheld

Kombination von Solarthermie und Gasheizung senkt laufende Kosten

Infografik: Querschnitt eines Hauses mit Hybridheizung aus Gas und Solarthermie
Gasheizung und Solarthermie | © Andrea Danti / shutterstock.com

Zum sparen von Heizkosten lohnt es sich, über die Anschaffung einer Solarthermie-Anlage nachzudenken. Mit einer Solarthermie-Anlage kann die tägliche Sonnenwärme aufgefangen und als Heizenergie nutzbar gemacht werden. Bei unserer Beispielfamilie mit einem jährlichen Energiebedarf von 35.000 Kilowattstunden kann man sich so über eine jährliche Heizkostenersparnis von etwa 20 Prozent freuen.

Wenn Gasheizung und Solarthermie-Anlage zusammen in Betrieb genommen werden, lassen sich übrigens auch mehr Fördergelder beantragen. Das geht aber nur, wenn ein Brennwertkessel angeschafft wird. Die Kosten einer kompletten Hybridheizung aus Solarthermie und Gasheizung belaufen sich im Durchschnitt auf rund 13.500 Euro.

Bestandteil der Hybridheizung Kosten
Gasheizung 6.000 €
Solarthermie-Anlage (Heizungsunterstützung) 10.000 €
Förderung - 2.500 €
Gesamtkosten 13.500 €

Finanzielle Amortisation einer neuen Gasheizung in etwa 7 bis 10 Jahren

Wenn vorher ein Standardkessel genutzt wurde, werden sich die Kosten für die neue Gasbrennwerttherme nach etwa 7 Jahren amortisiert haben. Dies ist auch stark von der Entwicklung der Gaspreise abhängig, sowie natürlich auch vom eigenen Heizverhalten. Jährliche Heizkosteneinsparungen von etwa 10 bis 30 Prozent sind jedoch als sehr realistisch anzusehen.

Bei einer Lebenserwartung von etwa 25 Jahren der Gas-Brennwertheizung rentiert sich diese Investition recht ordentlich. Hinzu kommt, dass man etwas für die Umwelt tut, da die Brennwerttechnik mit weniger Brennstoff (Gas) auskommt und somit auch weniger CO2 emittiert.

Mit Förderung die Kosten der neuen Gasheizung senken

Tauscht man einen alten Konstanttemperaturkessel gegen einen modernen Brennwertkessel, kann bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Zuschuss (KfW 430) in Höhe von 15 Prozent der Gesamtkosten beantragt werden. Das entspricht 7.500 Euro.

Verglichen mit Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, werden Gasheizungen aber nur schwach gefördert. Zum Vergleich: Eine Pelletheizung mit heizungsunterstützender Solarthermie wird in der Regel mit mindestens 4.000 Euro gefördert.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit bei dem BAFA (Bundesamt für Ausfuhrkontrolle) den sogenannten Kesseltauschbonus in Höhe von 500 Euro zu beantragen. Dieser Bonus wird aber nur dann ausgezahlt, wenn ein Brennwertkessel zusammen mit einer Solarthermie-Anlage installiert wird.

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 6-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Die Kosten einer Gas-Etagenheizung

Bild: Gas-Etagenheizung im Badezimmer
Querschnitt eines Hauses mit Hybridheizung aus Gas und Solarthermie | © 2015 Vaillant GmbH, Remscheid

Etagenheizungen kommen in Mehrfamilienhäusern zum Einsatz und werden in der Regel mit Gas betrieben. Bei einer Neuanschaffung fallen hier allgemein zwar höhere Kosten als bei einer zentralen Gasheizung an, im Gegenzug erhalten die Nutzer allerdings eine „eigene“ Heizkostenabrechnung.

Diese gestaltet sich in den allermeisten Fällen deutlich günstiger als ein gemittelter Wert, der auf alle Parteien umgelegt wird. Insgesamt liegen die Kosten für die Anschaffung einer Etagenheizung zwischen 3.500 und 5.000 Euro. Nur in den wenigsten Fällen sind diese Kosten jedoch vom Mieter zu tragen, meist werden sie vom Vermieter übernommen.

Laufenden Kosten einer Gas-Etagenheizung

Da eine Gas-Etagenheizung meist nur in Mehrfamilienhäusern zum Einsatz kommt, ist die zu beheizende Wohnfläche natürlich entsprechend kleiner. Da aber jeder Mieter für seine Heizungsanlage selbst verantwortlich ist, müssen die Wartungskosten (zwischen 100 und 150 Euro) auch selber getragen werden. Hinzu kommen dann noch die jährlichen Heizkosten, die meist zwischen 500 und 800 Euro liegen.