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Hydraulischer Abgleich - das Heizungssystem optimieren

Infografik: Funktionsweise eines hydraulischen Abgleichs
Optimale Wärme durch hydraulischen Abgleich | © Verbraucherzentrale NRW

Es ist Winter und bitterkalt, aber die Heizkörper werden einfach nicht richtig warm. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann fehlt Ihrer Heizung vermutlich ein hydraulischer Abgleich.

Je weiter sich die Wohnung vom Heizkessel entfernt befindet, desto schlechter erwärmen sich die Heizkörper. Ein hydraulischer Abgleich beseitigt dieses Problem und spart darüber hinaus noch Heizkosten. Lernen Sie mehr über den hydraulischen Abgleich für Ihre Heizung.

Inhalt


    Welchen Nutzen hat ein hydraulischer Abgleich?

    Bei einem hydraulischen Abgleich handelt es sich um ein Optimierungsverfahren für Heizungen, welches die Wärme bedarfsorientiert auf alle Räume gleichmäßig verteilt. Auf diese Weise wird weniger Wasser im System umgewälzt und die Wärme effektiver von den Heizkörpern in den Raum übertragen, sodass sich jährlich bis zu 20 Prozent an Energie und Kosten einsparen lassen. Ohne hydraulischen Abgleich werden die Heizkörper, je nach Entfernung zur Wärmequelle, dem Heizungskessel, unterschiedlich stark mit dem Warmwasser versorgt.


    Wann wird ein hydraulischer Abgleich benötigt?

    Ein hydraulischer Abgleich lohnt sich bei jeder Heizung. Um Fördergelder von BAFA und KfW zu erhalten, ist dieser sogar vorgeschrieben. Wir haben für Sie einmal übliche Anzeichen zusammengetragen, die dafür sprechen, dass bei Ihrer Heizung noch kein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde:

    • Einige Heizkörper werden nicht wirklich warm.
    • Der Brenner des Heizkessels geht häufig an und nach kurzer Zeit wieder aus (kurze Taktung).
    • Trotz Dämmung sind die Heizkosten vergleichsweise hoch.
    • Heizkörperventile und Rohrleitungen erzeugen störende Geräusche.
    • Heizkörperventile öffnen und schließen nicht bei der erwarteten Innentemperatur.
    • Thermostatköpfe sind sehr ungenau.
    • Die Heizung muss mit hohen Vorlauftemperaturen betrieben werden, um alle Heizkörper erwärmen zu können.
    • Einige Heizkörper werden zu heiß.
    • Hohe Rücklauftemperaturen des Heizungswassers.

    Wenn Sie sich unsicher sind, ob bei Ihrer Heizung schon ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde, dann kann Ihnen gegebenenfalls der Vermieter weiterhelfen. In jedem Fall kann ein Heizungsinstallateur feststellen, ob ein hydraulischer Abgleich nötig ist.

    Video: Der hydraulische Abgleich im YouTube-Video erklärt

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    Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) / youtube.com

    Hydraulischer Abgleich vom Profi

    Preis-Leistungs-Verhältnis - hydraulischer Abgleich

    Infografik: Darstellung eines Hauses ohne hydraulischen Abgleich
    Diese Ungleichmäßigkeit lässt sich vermeiden | © Energieheld

    Das Einsparpotenzial mit hydraulischem Abgleich der Heizungsanlage ist beachtlich. Etwa 110 Euro können jährlich in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche an Heizkosten eingespart werden (je größer das Haus, desto höher die Einsparung).

    Die dafür notwendige saubere Einstellung der Heizungsanlage kann schon für etwa 850 Euro erfolgen und wird von dem jeweiligen Heizungsfachbetrieb durchgeführt. Pro Heizkörper können Kosten von ca. 70 Euro einkalkuliert werden. Die Höhe des finanziellen Aufwands ist im wesentlichen abhängig davon, ob Anlagenteile ausgetauscht werden müssen oder nicht.

    Kosten Ersparnis
    850 € 110 € pro Jahr

    Ein hydraulischer Abgleich ist für jeden eine sehr sinnvolle Alternative und seine Wirkung sollte in keinem Fall unterschätzt werden. Hinzu kommt, dass er ein Kriterium für die Zahlung von Fördermitteln für bestimmte Heizungssysteme ist. Aber auch so wird er durch das BAFA gefördert. Der erforderliche Aufwand ist im Vergleich zum Nutzen gering.

    Heizung ohne hydraulischen Abgleich Heizung mit hydraulischem Abgleich

    Zu hoher Energieverbrauch

    Energieeffizient

    Wärmere und kältere Räume

    Gleiche Raumtemperaturen

    Fließgeräusche an den Ventilen und den Rohren

    Keine Fließgeräusche

    Schlechtere Brennwertnutzung

    Optimierte Regelfähigkeit des Systems

    Hydraulischer Abgleich vom Profi

    Hydraulischer Abgleich in 3 Varianten

    Damit einer hydraulischer Abgleich wirksam wird, können drei Verfahren durchgeführt werden. Zu nennen wären hier die Varianten mit Thermostatventil, mit Rücklaufverschraubung oder das Tichelmann-System.

    Hydraulischer Abgleich durch Thermostatventil

    In Thermostatventilen mit Durchflusskennwert kann ein definierter Druckverlust am Thermostatventil eingestellt werden. Durch das Ändern der Thermostatstellung bleibt der Druckverlust über dem Heizkörper und somit in allen Strängen des Heizungssystems gleich. Diese Form der Thermostatventile wird auch als "Thermostatventil mit angepasstem KV-Kegel bezeichnet".

    Hydraulischer Abgleich durch die Rücklaufverschraubung

    Eine Rücklaufverschraubung ist ein Ventil an der Unterseite eines Heizkörpers, an der ein definierter Druckverlust erzeugt werden kann, um alle Heizungsstränge hydraulisch abzugleichen. Die Einstellung erfolgt manuell über eine Stellschraube. Des Weiteren dient sie zum Ablassen einer Heizung.

    Hydraulischer Abgleich mittels Tichelmann-System

    Das Tichelmann-System ist eine besondere Form des hydraulischen Abgleichs. Dabei werden die Rohre vom Wärmerzeuger und zurück in einem Ring verlegt, sodass jeder Strang dieselbe Länge besitzt und sich hydraulisch identisch verhält. Somit ist eine gleiche Wärmeabgabe aller Heizkörper gewährleistet. Diese Systeme werden auch beispielsweise in Solarkollektoren für Solarthermie-Anlagen verwendet.