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Neue Warmwasser-Lösung

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Über Warmwasser und Heizungswasser

Bild: Wasserhahn über Waschbecken
Trinkwasser und Heizungswasser sind immer voneinander getrennt | © BenjaminNelan / pixabay.com CC0

Beim Thema Heizungen und Warmwasser geht für Laien einiges Durcheinander, denn immerhin können beide Bereiche direkt zusammenhängen oder auch komplett getrennt voneinander ablaufen. Für einen leichten Einstieg sollte man sich daher zunächst merken, dass alle normalen Heizungen die Raumwärme über Heizkörper bereitstellen.

Das Heizungswasser in diesen Heizkörpern zirkuliert in einem geschlossenen System und wird nur in seltenen Fällen abgelassen. Das ganze übrige Wasser, das wir im Haushalt nutzen, ist sogenanntes Warmwasser (auch Trinkwasser oder Brauchwasser), welches für Wasserhähne, Duschen und Badewannen erhitzt wird. Die maßgebliche Frage beim Thema Warmwasser-Bereitung dreht sich deshalb lediglich darum, ob unser Trinkwasser auch in der Zentralheizung oder anderswo erhitzt werden soll.

Bild: Energieheld Tipp

Warmwasser: Trinkwasser / Brauchwasser für Küche und Badezimmer
Heizungswasser: In den Heizkörpern als ein geschlossenes System

Warmwasser-Bedarf pro Person: 1.000 - 3.000 kWh pro Jahr
Anteil an Heizkosten: 10 - 15 Prozent

Alle Bauarten und Preise im Vergleich

Bild: Gummienten für die Badewanne
Allseits beliebt: Warmwasser zum Baden | © PublicDomainPictures / pixabay.com CC0

Kaum ein Haus gleicht in Deutschland dem anderen. Aus diesem Grund gibt es auch scheinbar so endlos viele Lösungen, um das Warmwasser im Eigenheim zu erhitzen. Warmwasserspeicher, Durchlauferhitzer, Boiler oder doch etwas ganz anderes? Als Laie ist man dabei schnell überfragt.

Großen Einfluss hat hier die Art der Raumheizung, denn Elektro- oder Nachtspeicherheizungen gibt es nämlich gar nicht als Zentral-Heizung, sodass hier auch eine zentrale Warmwasser-Bereitung wegfällt. In wieder anderen Fällen kann es zu aufwendig sein, einen Anbau mit der bestehenden Zentralheizung zu verbinden - der günstigere Mittelweg ist daher zum Beispiel ein dezentraler Durchlauferhitzer direkt im neuen Badezimmer oder in der Küche.

Bauart Warmwasser-Bereitung Beschreibung Kosten (mit Einbau)
Zentrale Warmwasserbereitung Erhitzung im Durchlauf Bei Bedarf wird das Wasser im Durchlaufverfahren direkt über eine Kombi-Therme erhitzt, kommt meist in Mehrfamilienhäusern zum Einsatz -
Warmwasserspeicher Trink-Wasser wird von der Heizungsanlage erwärmt und vom Pufferpeicher getrennt im Wasserspeicher zwischengespeichert 500 - 700 €
Kombispeicher Heizungswasser und Trinkwasser sind im selben Speicher (mit getrennten Kammern) untergebracht 800 - 1.500 €
Hygienespeicher Speicher mit Heizungswasser, durch den ein von Trinkwasser durchflossener Wärmetauscher führt, der die Wärme des Heizungswassers an den Trinkwasserkreislauf abgibt 800 - 1.500 €
Dezentrale Warmwasserbereitung Trinkwasserstation Ähnlich wie Durchlauferhitzer, Wärme kommt von einem Wärmetauscher der an den Heizkreislauf gekoppelt ist und dessen Wärme nach dem Durchlaufprinzip an das Trinkwasser abgibt; Heizungswasser und Trinkwasser bleiben dabei getrennt 900 - 2.000 €
E-Durchlauferhitzer Elektrischer Heizstab erwärmt  Trinkwasser nach dem Durchflussprinzip 400 - 600 €
E-Boiler Elektrischer Heizstab erwärmt Trinkwasser in einem gut wärmeisolierten Behälter auf Vorrat 400 - 600 €
Gas-Durchlauferhitzer Kleines Gerät, das Trinkwasser nach dem Durchlaufprinzip per Gasflamme erhitzt 500 - 700 €
Gas-Boiler Kleines Gerät, das Trinkwasser per Gasflamme in einem gut wärmeisolierten Behälter auf Vorrat erwärmt 500 - 700 €
Zusatz-Geräte Solarthermie Sonnenenergie erhitzt über eine Solarthermie-Anlage in Ergänzung zur Heizung das Trinkwasser im Warmwasserspeicher (Zentralheizung) 4.500 €
Brauchwasser-Wärmepumpe Wärmepumpe erhitzt das Trinkwasser in einem angeschlossenen Tank 3.000 - 5.000 €

Zentrale Warmwasser-Bereitung

Bei der zentralen Warmwasserbereitung wird das Trinkwasser im Heizungskeller erhitzt und dann häufig in einem sogenannten Warmwasserspeicher zwischengelagert. Dieser Speicher dient letztendlich nur unserem Komfort, weil so zum Beispiel beim Duschen sofort warmes Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

Ihnen stehen hier wiederum verschiedene Speicher zur Verfügung (Warmwasserspeicher, Kombispeicher, Hygienespeicher), welche wir in einem späteren Abschnitt noch erläutern werden. Die zentrale Warmwasser-Bereitung nutzt man vornehmlich bei Ölheizungen, Gasheizungen, Holzheizungen (Pellets, Hackschnitzel, Holzscheite) und Wärmepumpen. Sofern die Möglichkeit besteht, sollte Warmwasser aus Kosten-Gründen immer zentral erhitzt werden.

Dezentral: Trinkwasserstation (über Zentralheizung)

Eine kleine Abwandlung der zentralen Warmwasser-Bereitung ist die Trinkwasserstation. Sie kann zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden, wo es einfach hygienischer ist, wenn nicht das gesamte Warmwasser für mehrere Haushalte in einem einzigen Speicher gelagert wird. Eine Trinkwasserstation ist letztendlich ein Durchlauferhitzer, obgleich hier die Wärme vom Heizungswasser über einen Wärmetauscher auf das Trinkwasser übertragen wird. Trinkwasser und Heizungswasser kommen dabei nicht in Verbindung, teilen sich aber eine gemeinsame Wärmequelle.

Dezentral: Durchlauferhitzer (Elektro und Gas)

Wird die Raumwärme zum Beispiel über Elektroheizungen oder eine kleine Gastherme realisiert, dann setzt man im Badezimmer und in der Küche häufig auf Durchlauferhitzer. Sie erhitzen (dem Namen entsprechend) das Trinkwasser im Durchlauf-Verfahren und können entweder mit Strom oder auch mit Gas betrieben werden. Der Betrieb mit Gas ist selbstverständlich günstiger, aber die Installation muss vom Fachmann durchgeführt werden. Der größte Nachteil eines Durchlauferhitzers liegt in seiner begrenzten Leistung: Weil kein Wasser bevorratet wird, dauert es beim Duschen immer eine gewisse Zeit bis es wirklich warm wird und häufig kann eine sehr hohe Temperatur nicht dauerhaft gehalten werden.

Dezentral: Boiler (Elektro und Gas)

Ein Boiler liefert ebenfalls dezentral Warmwasser, wenn zum Beispiel die Zentralheizung nicht an die neue Küche angeschlossen werden kann oder soll. Wie beim Durchlauferhitzer können auch Boiler mit Gas oder Strom betrieben werden, wobei die Elektro-Variante bei der Anschaffung günstiger, aber im Betrieb erheblich teurer ist. Bei einem Boiler wird immer etwas Wasser auf Vorrat warm gehalten. Das erhöht zum einen den Komfort und kann zum anderen auch günstiger als ein Durchlauferhitzer sein, der zum Zeitpunkt des Bedarfs immer volle Leistung bringen muss.

Zusatz: Solarthermie und Brauchwasser-Wärmepumpe

Zur herkömmlichen Warmwasser-Bereitung gibt es noch Ergänzungen, um die laufenden Kosten zu senken. Mit einer Solarthermie-Anlage wird Sonnenwärme genutzt, um das Trinkwasser zu erhitzen - allerdings funktioniert das nur in Kombination mit einem Warmwasserspeicher, welcher meist nur bei Zentralheizungen vorhanden ist. Eine andere Alternative ist die Brauchwasser-Wärmepumpe, welche die warme Raumluft im Heizungskeller nutzt, um damit das Trinkwasser zu erwärmen.

 

Die beste Art zur Warmwasser-Bereitung

Bild: Wald, See, Berge
Energiesparende Warmwassererzeugung schont die Umwelt | © jamsewheeler / pixababy.com CC0

Warmwasserspeicher, Durchlauferhitzer oder Boiler wählen? Die Frage nach der besten Warmwasser-Bereitung lässt sich eigentlich ganz leicht beantworten. 

Alle Lösungen mit einer Zentralheizung und Warmwasserspeicher sind unterm Strich (auf eine Laufzeit von 25 Jahren bezogen) immer am günstigsten. Alle übrigen Alternativen haben jeweils spezifische Vorteile und Nachteile, die wird Ihnen gerne in der folgenden Tabelle aufzeigen möchten:

Warmwasser-Bereitung Bauarten Vorteile Nachteile
Zentral Warmwasserspeicher, Trinkwasserstation Geringe laufende Kosten Teure Anschaffung, technisch nicht überall möglich
Dezentral Durchlauferhitzer / Boiler Gut geeignet für MFH oder Anbauten / Dachausbau Nicht so effizient wie mit Zentralheizung
Zusatz-Geräte Solarthermie / Brauchwasser-WP Laufende Kosten sinken Wirtschaftschlichkeit nicht immer gegeben

Laufende Kosten im Vergleich

Wie bereits erwähnt, sind Zentralheizungen hinsichtlich ihrer Kosten im laufenden Betrieb praktisch unschlagbar. Ausnahmen bilden hier nur zum Beispiel Ferienhäuser. Ansonsten nehmen sich alle anderen Lösungen nicht viel, obgleich Gas natürlich stets günstiger als Strom ist und Durchlauferhitzer immer etwas teurer sind, wenn Sie zum Zeitpunkt des Bedarfs voll gefordert werden.

Infografik: Infografik zu den Kosten für Warmwasserbereitung
Vergleich der Investitionskosten bei der Warmwasserbereitstellung | © Energieheld

Warmwasser-Verbrauch pro Person / Haushalt

Bild: Modernes Badezimmer mit Dusche, Badewanne, Toilette und Waschbecken
Viele Faktoren beeinflussen den Pro-Kopf-Verbrauch | © mgattorna / pixabay.com CC0

Jeder Mensch und nahezu jedes Haus ist verschieden. Ein ganz pauschaler Wert für den jährlichen Warmwasser-Bedarf einer einzelnen Person ist daher schwer zu nennen. Grundsätzlich geht man davon aus, dass etwa 15 Prozent des gesamten Wärmebedarfs im Haushalt auf die Warmwasser-Versorgung entfallen.

Bei beispielhaften 28.000 Kilowattstunden (völlig unsaniertes Gebäude mit 4 Bewohnern) würden somit etwa 4.200 Kilowattstunden für das Warmwasser anfallen. Pro Person wäre das ein Energieverbrauch von 1.050 Kilowattstunden  für Warmwasser.

Wer jedoch gerne ausgiebig duscht oder sich öfters ein Bad einlässt, der kann als Einzelperson durchaus 3.000 Kilowattstunden pro Jahr alleine für Warmwasser benötigen. Was die laufenden Kosten dabei betrifft, so ist primär die Art der Heizung entscheidend.

Warmwasser-Verbrauch Energiebedarf pro Jahr
Sparsam 1.000 kWh pro Person
Moderat 1.600 kWh pro Person
Ausgedehnt 2.500 kWh pro Person