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Neue Pelletheizung gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Alles Wichtige zum Pelletsilo

In Notfällen kann eine Pelletheizung auch mit Kleinstmengen aus Pelletsäcken befeuert werden. Für den allgemeinen Gebrauch ist ein Pelletsilo natürlich in allen Anforderungsbereichen deutlich effizienter und versorgt die Heizung zudem ganz automatisch mit neuen Pellets.

Bevor man sich jedoch nähere Gedanken zur genauen Bauweise des Speichers macht, sollte zuallererst das Platzangebot des Hauses in Augenschein genommen werden. Je nachdem wie viel Raum und Budget Sie für ein Pelletsilo zur Verfügung haben, variieren auch die einzelnen Komponenten der verschiedenen Bauarten.

Als Faustregel gilt: 1 Kilowatt (kW) Heizlast erfordert etwa 0,9 Kubikmeter Lagerraum. Oder auch: Holz-Pellets benötigen etwa doppelt soviel Platz wie Heizöl. Wer also vorher einen 4.000 Liter Tank hatte, sollte nun wenigstens einen Lagerplatz für 8.000 Kilogramm (kg) Pellets haben.(Achtung, dafür sind Pellets auch wesentlich günstiger!)

Größe des Pelletsilos

Ein Raum mit den Maßen 2,20 * 3 * 3 Meter (Höhe * Länge * Breite) fasst etwa 9.000 Kilogramm Pellets. Zur genaueren Berechnung empfehlen wir diesen Link: http://www.ohne-oel.de/de/Lagerraumberechnung.htm

Tipps

  • Befindet sich das Haus noch in der Planungsphase? Hier sollte die entsprechende Größe der gesamten Pelletheizung bereits mit einberechnet werden. Auch Anlieferungswege sind zu beachten!
  • Steigen Sie von einer Ölheizung auf eine Pelletheizung um? Kein Problem! Nutzen Sie einfach den vorherigen Standort der Öltanks, um Pellets zu lagern. In vielen Fällen wird auch nicht die gesamte Raumkapazität für die Pelletlagerung gebraucht. Ehemalige Öltanks sollten allerdings nicht als Pelletsilo verwendet werden. Technisch ist dies zwar möglich, Wartungs- und Reinigungsarbeiten gestalten sich auf diese Weise aber sehr schwierig.
  • Verfügt ihr Haus nicht über genügend Platz, kann das Pelletsilo auch im Außenbereich installiert werden.
Grafik: Grafische Darstellung einer Pelletheizungsanlage mit Silo
Mögliche Dimensionierung eines Pelletsilos | © Energieheld GmbH

Pelletsilo - die verschiedenen Bauarten

Sind erst einmal Ihre Möglichkeiten und Wünsche ausgelotet, können Sie sich für die Bauart Ihres Pelletsilos entscheiden. Alle Varianten sind in verschiedensten Größen und Formen erhältlich. Hier sind die unterschiedlichen Typen aufgeführt und erläutert:

Herkömmliches Pelletsilo - hierauf sollten Sie achten

Für eine Pelletheizung mit einer geringeren Kesselleistung als 50 kW kann im Prinzip jeder vorhandene Raum als Pelletsilo genutzt werden, solange auf einige Randbedingungen geachtet wird:

  • Der Lagerraum muss statisch belastbar und fachgerecht errichtet worden sein.
  • Der Boden muss das Schüttgewicht der Pellets (650 Kilogramm pro Quadratmeter) aushalten können.
  • Das Pelletsilo sollte über 30 Prozent mehr Lagerraum verfügen, als es dem Jahresbedarf an Pellets entspräche (Auf diese Weise entsteht mehr Flexibilität bei der Menge der einzukaufenden Pellets und Engpässen kann vorgebeugt werden).
  • Das Pelletsilo sollte einen Schrägboden besitzen, der die Pellets automatisch auf die Förderschnecke leitet. Optional kann auch ein sogenannter „Maulwurf“ verwendet werden, der die Pellets absaugt und in die Pelletheizung befördert.
  • Wird eine Tür verbaut, muss diese nach außen öffnen und von innen durch Holzbretter von den Pellets abgeschirmt sein.
  • Zur Befüllung sollten zwei Befüllkupplungen installiert werden, mit deren Hilfe Pellets ins Lager und Abluft heraus gelangen kann.

Das herkömmliche Pelletsilo besticht durch seine Einfachheit. Aus fast allen Materialien kann ein Raum geschaffen werden, der die Pelletlagerung ermöglicht. Die Preise beginnen hier bei 200 Euro. Erforderlich ist jedoch in jedem Fall eine ausreichende Belüftung, um Staubexplosionen zu vermeiden.

Das Sacksilo

Bild: Sacksilo mit Sauger
Ein Sacksilo für die Pelletheizung | © ÖkoFEN

Sacksilos sind die simplere Alternative zu einem festen Pelletsilo-Raum. Sie werden einfach im Raum aufgestellt und so kann der vorhandene Platz ohne größere Baumaßnahmen genutzt werden. Alternativ können Sacksilos auch (witterungsgeschützt) im Außenbereich aufgestellt werden.

Bei dieser Bauart dient ein verzinktes Metallgestell als Rahmen für den eigentlichen Gewebesack, an dessen unteren, konisch zulaufenden Ende die Förderschnecke angeschlossen wird. Beim Pellet-Sacksilo geht der Vorteil der flexiblen Standortwahl allerdings auch mit höheren Anschaffungskosten, 2.000 bis 7.000 Euro und schlechterer Platzausnutzung einher.

Der Lagertank

Alternativ zum Sacksilo, können auch massivere Lagertanks als Pelletsilo genutzt werden. Diese sind ein Stück weit teurer als einfache Sacksilos, lassen sich aber auch außerhalb des Hauses, ohne weitere Vorkehrung aufstellen. Bei größerem Lagerbedarf müssen unter Umständen mehrere Tanks installiert werden. Für einen Lagertank fallen Kosten von etwa 2.000 bis 8.000 Euro an. Sie spielen ihren Vorteil besonders in feuchten Umgebungen aus, in denen ein Sacksilo unvorteilhaft wäre.

Der Erdtank für die Pelletlagerung

Ist die Unterbringung im Haus nicht möglich, empfiehlt sich ein Erdtank als Pelletsilo, welcher im Außenbereich unterirdisch installiert wird. In der Anschaffung zwar am teuersten (3.000 bis 9000 Euro), ist der Erdtank jedoch die platzsparendste Lösung, um Pellets sicher zu lagern. Berechnet man zudem den Preis pro Quadratmeter umbauten Raumes, relativieren sich die anfänglichen Kosten wieder. Einen gesonderten Raum für ein Pelletsilo zu errichten, wäre ähnlich teuer.

Was ist neben dem eigentlichen Pelletsilo noch zu beachten?

Hat man sich für das gewünschte Pelletsilo entschieden, sind noch einige Detailfragen zu klären, um eine reibungslose Funktion des Lagers zu gewährleisten.

Anlieferung - Wie kommen die Pellets ins Silo?

Bild: Anlieferung der Pellets per LKW und Befüllung des Silos per Schlauch
Anlieferung der Pellets per Tankwagen | © Andreas Moscheik Solar & Holzpellets

Die erste Lieferung des begehrten Brennstoffes ist sicherlich ein sehr spannender Moment für frisch gebackene Besitzer einer Pelletheizung, aber Grund zur Sorge besteht an dieser Stelle keineswegs.

Der effizienteste Weg ist in jedem Fall die Anlieferung durch einen Tankwagen, bei der die Pellets durch ein relativ simples Verfahren in das Pelletsilo getankt werden, während die Abluft zeitlgeich herausgesaugt wird. Das Pelletsilo lässt sich auch mit Einzelsäcken befüllen. Die günstigsten Pelletpreise erhält man jedoch bei einem Großhändler.

Lagerbedingungen

Das Pelletlager unterliegt bestimmten Vorschriften, die in den Bereich der festen Brennstoffe fallen. Besonders im Bezug zum Brand- und Explosionsschutz sollten diese Regelungen nicht ignoriert werden, denn eine gute Belüftung ist die Grundbedingung für ein sicheres Pelletlager. Besonders bei einem herkömmlichen Pelletsilo muss außerdem darauf geachtet werden, dass der Inhalt nicht durch losen Putz, oder Ähnliches verschmutzt wird. Unreiner Brennstoff kann zum Ausfall der Pelletheizung führen.

Fördersysteme

Viele Fragen drehten sich bisher um die Lagerung der Pellets. Nun sind diese sicher verstaut, aber was kommt danach? Wie kommt der Brennstoff in die Pelletheizung? An dieser Schnittstelle können unterschiedliche Fördersysteme arbeiten, die das Pelletsilo mit der eigentlichen Pelletheizung verbinden. Hauptsächlich kommen aber mechanische Förderschnecken und pneumatische Sauganlagen zum Einsatz.

Belüftung des Pelletsilos

In einem geschlossenen Pelletlager kann es zur Bildung von gefährlichem Kohlenmonoxid kommen. Ist keine Lüftung installiert, sollten Sie vor dem Betreten des Silos immer 15 Minuten über die Eingangstür lüften und diese auch bei Eintritt offen halten.

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