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Ölheizung mit Förderung

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Inhaltsverzeichnis

Förderung für die Ölheizung

Stand Januar 2020: Mit der Novellierung der Heizungsförderung durch die Bundesregierung Anfang 2020 hat die bis dahin für die Förderung von Ölheizungen zuständige Kreditanstalt für Wiederaufbau die Förderung für Heizungen nahezu vollständig und ersatzlos eingestellt. Das gilt auch für die Ölheizung. Für ihre Neuanschaffung erhält man keine Förderung mehr! Im Gegenteil: Tauscht man seine alte Ölheizung gegen eine Hybridheizung oder eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien, erhält man sogar eine Austauschprämie.

Zudem soll der Einbau von Ölheizungen ab 2016 nur noch in Ausnahmefällen erlaubt sein. Im Gegenzug hat die Regierung die Förderung von Heizungen die ausschließlich oder zumindest teilweise Wärme auf Basis erneuerbarer Energien erzeugen deutlich ausgeweitet. So sollen Kaufanreize für „grüne“ Energien wie Holzheizungen (z. B. eine Pelletheizung) oder Solarthermie geschaffen werden. Nichtsdestotrotz gibt es noch vereinzelte Programme, um auch die Ölheizung fördern zu lassen. Hierbei wird jedoch auf die Optimierung von bestehenden veralteten Anlagen abgezielt. 

Energieheld-Whiteboard: Die 4 gängigsten Förderungen für die neue Heizung

In diesem Energieheld-Whiteboard informieren wir über die 4 gängigsten Förderungen der KfW und des BAFA zur Modernisierung des Heizungssystems.

Achtung: Die Angaben zu Förderungen beziehen sich in den Energieheld-Whiteboards immer auf den aktuellen Stand bei Videoveröffentlichung und haben sich im Januar 2020 geändert. Alle Veränderung im Überblick finden Sie hier.

Quelle: © Energieheld / youtube.com

BAFA-Förderung für die Ölheizung

Wie bereits erwähnt, werden erneuerbare Energien stärker gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert eine neue Ölheizung daher nicht. Allerdings kann man vom BAFA eine Förderung erhalten, wenn man seine Ölheizung in Verbindung mit einer Solarthermie-Anlage installiert. Die Förderung bezieht sich jedoch ausschließlich auf die Solarthermie-Anlage. Bei einem Einfamilienhaus erhalten Sie 30 Prozent der förderfähigen Kosten als Förderung für eine Solarthermie-Anlage mit Heizungsunterstützung. 

Sanierungsmaßnahme Höhe der BAFA-Förderung
Neue Solarthermie-Anlage 30 % der förderfähigen Kosten

KfW-Förderung für die Ölheizung

Die KfW, die früher für die Förderung von Öl-Brennwertheizungen zuständig war, hat ihre Förderung dafür vollständig eingestellt. Eine Förderung für die Neuanschaffung einer Öl-Brennwertheizung existiert also nicht mehr. Man kann lediglich bestehende Anlagen optimieren lassen indem z. B. die alte Umwälzpumpe gegen eine hocheffiziente ausgetauscht wird. Auch ein hydraulischer Abgleich der alten Anlage wird von der KfW ebenfalls mit dem Programm KfW 430 oder KfW 151/152 gefördert.

Förderungsprogramm Höhe der KfW-Förderung
KfW 430 (Zuschuss) 20 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 10.000  pro Wohneinheit
KfW 151/152 (Kredit) Bis zu 10.000 € Tilgungsszuschuss (Kreditsumme 50.000 €) für Einzelmaßnahmen, bis zu 48.000 € Tilgungszuschuss für die Modernisierung ganzer Wohneinheiten (Kreditsumme 120.000 Euro)

Wichtig zu beachten ist auch, dass der Wegfall der Förderung bedeutet, dass es zwar keine Fördergelder für die Anschaffung einer Öl-Brennwertheizung gibt, die Heizung im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung aber in die energetische Berechung der Immobilie durchaus mit einfließt.

Das kann unter Umständen Auswirkungen auf den späteren Effizienzhaus-Standard und damit auf die Höhe der Förderung dafür haben. Insofern lohnt sich der Austausch einer alten Ölheizung gegen eine Öl-Brennwertheizung im Rahmen einer Komplettsanierung also auch ohne dafür eine direkte Förderung zu bekommen. Das gilt allerdings nur, wenn keine Alternativen vorhanden sind.

Sanierung auf KfW-Effizienzhaus-Typ Höhe des KfW-Zuschusses 430
KfW-Effizienzhaus 55 40 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 48.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 70 35 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu  42.000  für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 85 30 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 36.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 100 27,5 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 33.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 115 25 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 30.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus Denkmal 25 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 30.000 € für jede Wohneinheit
Einzelmaßnahmen (Dämmung, Fenster, Türen etc.) 20 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu
10.000 € für jede Wohneinheit

Der offizielle KfW-Fahrplan zur energieeffizienten Immobilie

Dieser 6-Schritte-Fahrplan der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Sanierungskette bei einer neuen Ölheizung beachten

Wer langfristig Heizkosten sparen möchte, der sollte sich an ein simples Mantra der energetischen Gebäudesanierung halten: „Ein Gebäude muss als Gesamtkonstrukt verstanden werden.“ Die höchsten Heizkostenersparnisse werden nicht durch die bloße Installation einer neuen Heizung erreicht. Eine anständige Dämmung ist genauso wichtig.

Wer das Projekt „Heizkosten einsparen“ angehen möchte, sollte unbedingt die Sanierungskette einhalten. Schafft man sich eine neue Heizung an und dämmt das Eigenheim erst hinterher, so wird die neue Ölheizung in den allermeisten Fällen überdimensioniert sein. Hätte man außerdem beide Maßnahmen aufeinander abgestimmt, so wäre die Förderung unter Umständen höher ausgefallen.

Alternative Heizungen mit höherer Förderung

Manchmal ist die Ölheizung der einzige Ausweg, wenn man im Winter nicht frieren möchte. Meist ist in diesen Fällen ein Gasanschluss nicht realisierbar oder der vorhandene Platz reicht für eine Pelletheizung nicht aus.

Sollte man aber die Möglichkeit haben, auf erneuerbare Energien umzusteigen, dann sollte diese Chance auch wahrgenommen werden, um langfristig Heizkosten einzusparen. Darüber hinaus erhalten diese Systeme aufgrund einer besseren Umweltbilanz stets deutlich höhere Fördersummen. Bei uns finden Sie eine praktische Übersicht mit allen Möglichkeiten zur Wärmeversorgung.

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