Ölheizung mit Förderung

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Förderung für die Ölheizung

Nach der Novellierung der Förderung Anfang 2020 wurde die Förderung Anfang 2021 mit der Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erneut überarbeitet. Für Ölheizungen ist jedoch alles beim Alten geblieben: Es gibt keine Förderung mehr für Ölheizungen. Im Gegenteil. Ersetzt man seine alte Ölheizung durch eine förderfähige Heizung, die teils oder ganz auf Basis erneuerbarer Energien arbeitet, erhält man sogar 10 Prozent der Investitionskosten als zusätzliche Förderung.

Zudem soll der Einbau von Ölheizungen ab 2026 nur noch in Ausnahmefällen erlaubt sein. Im Gegenzug hat die Regierung die Förderung von Heizungen die ausschließlich oder zumindest teilweise Wärme auf Basis erneuerbarer Energien erzeugen deutlich ausgeweitet. So sollen Kaufanreize für „grüne“ Energien wie Holzheizungen (z. B. eine Pelletheizung) oder Solarthermie geschaffen werden. Nichtsdestotrotz gibt es noch vereinzelte Programme, um auch die Ölheizung fördern zu lassen. Hierbei wird jedoch auf die Optimierung von bestehenden, veralteten Anlagen abgezielt.

BAFA-Förderung für die Ölheizung

Wie bereits erwähnt, werden erneuerbare Energien stärker gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert eine neue Ölheizung daher nicht. Allerdings kann man vom BAFA eine Förderung erhalten, wenn man seine Ölheizung in Verbindung mit einer Solarthermie-Anlage installiert. Die Förderung bezieht sich jedoch ausschließlich auf die Solarthermie-Anlage.

Für ein Einfamilienhaus im Gebäudebestand erhalten Sie 30 Prozent der förderfähigen Kosten als Förderung für eine Solarthermie-Anlage mit Heizungsunterstützung. Außerdem wird die Heizungsoptimierung bestehender Ölheizungen mit 20 Prozent der Kosten gefördert. Dazu gehört z. B. der Tausch der Umwälzpumpe oder ein hydraulischer Abgleich.

Sanierungsmaßnahme Höhe der BAFA-Förderung
Heizungsoptimierung Zuschuss von 20 % der förderfähigen Kosten (förderfähige Mindestkosten: 300 €)
Neue Solarthermie-Anlage Zuschuss von 30 % der förderfähigen Kosten, maximal 18.000 €
Heizung auf Basis erneuerbarer Energien Zuschuss bis zu 55 % der förderfähigen Kosten, maximal 33.000 €

KfW-Förderung für die Ölheizung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW, die früher für die Förderung von Öl-Brennwertheizungen zuständig war, hat ihre Förderung dafür bereits Anfang 2020 vollständig eingestellt. Eine Förderung für die Neuanschaffung einer Öl-Brennwertheizung existiert also nicht mehr. Man kann lediglich die Optimierung bestehender Anlagen fördern lassen, wenn man z. B. die alte Umwälzpumpe gegen eine hocheffiziente austauscht.

Auch ein hydraulischer Abgleich der alten Anlage wird von der KfW mit dem Kredit KfW 261/262 inklusive Tilgungszuschuss als Einzelmaßnahme oder im Zuge einer Effizienzhaus-Sanierung gefördert. Wer seine Immobilie lieber mit einem Zuschuss zum Effizenzhaus sanieren will, kann auch auf das Programm KfW 461 zurückgreifen.

Förderungsprogramm Höhe der KfW-Förderung
KfW 261/262 (Kredit) Bis zu 12.000 € Tilgungszuschuss (Kreditsumme bis zu 60.000 €) für die energetische Sanierung mit Einzelmaßnahmen der Heizungsoptimierung; Tilgungszuschuss bis zu 33.000 € für die Installation einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien (KfW 262);
Bis zu 75.000 € Tilgungszuschuss (Kreditsumme bis zu 150.000 €) für die energetische Sanierung kompletter Wohneinheiten (KfW 261)
KfW 461 (Zuschuss) Bis zu 75.000 € Zuschuss für die energetische Sanierung kompletter Wohneinheiten, keine Förderung von Einzelmaßnahmen (stattdessen BEG EM des BAFA)

Wichtig zu beachten ist auch, dass der Wegfall der Förderung bedeutet, dass es zwar keine Fördergelder für die Anschaffung einer Öl-Brennwertheizung gibt, die Heizung im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung aber in die energetische Berechnung der Immobilie durchaus mit einfließt.

Das kann unter Umständen Auswirkungen auf den späteren Effizienzhaus-Standard und damit auf die Höhe der Förderung dafür haben. Insofern lohnt sich der Austausch einer alten Ölheizung gegen eine Öl-Brennwertheizung im Rahmen einer Komplettsanierung also auch ohne dafür eine Förderung zu bekommen. Das gilt allerdings nur, wenn keine Alternativen vorhanden sind.

Sanierung auf KfW-Effizienzhaus-Typ Höhe des KfW-Zuschusses 461
KfW-Efizienzhaus 40 EE-Klasse Zuschuss von 50 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 €, bis zu 75.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 40 Zuschuss von 45 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 120.000 €, bis zu 54.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 55 EE-Klasse Zuschuss von 45 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 €, bis zu 67.500 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 55 Zuschuss von 40 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 120.000 €, bis zu 48.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 70 EE-Klasse Zuschuss von 40 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 €, bis zu 60.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 70 Zuschuss von 35 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 120.000 €, bis zu 42.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 85 EE-Klasse Zuschuss von 35 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 €, bis zu 52.500 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 85 Zuschuss von 30 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 120.000 €, bis zu 36.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 100 EE-Klasse Zuschuss von 32,5 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 €, bis zu 48.750 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 100 Zuschuss von 27,5 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 120.000 €, bis zu 33.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus Denkmal EE-Klasse Zuschuss von 30 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 150.000 €, bis zu 45.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus Denkmal Zuschuss von 25 % Ihrer förderfähigen Kosten von höchstens 120.000 €, bis zu 30.000 € für jede Wohneinheit
Einzelmaßnahme (Heizungsoptimierung: Hydraul. Abgleich, Einbau Hocheffizienzpumpe, Anpassung Heizkurve, Einbau Wärmeerzeuger etc.)  Der Zuschuss KfW 461 ist nur als Effizienzhaus-Förderung erhältlich; Alternativ kann man vom BAFA einen Zuschuss zur Finanzierung der Heizungsoptimierung als Einzelmaßnahme erhalten (BEG EM; Zuschuss von max. 12.000 €). Als Kredit steht das Programm KfW 262 inkl. Tilgungszuschuss für die Sanierung mit Einzelmaßnahmen zur Verfügung (Kredit bis zu 60.000 € inkl. Tilgungszuschuss bis zu 20 % der Kreditsumme, max. 12.000 €)

Die offizielle KfW-Produktinfo

Diese kompakte Übersicht der KfW unterstützt Sie bei der optimalen Durchführung Ihrer Fördermittelbeantragung.

Sanierungskette bei einer neuen Ölheizung beachten

Wer langfristig Heizkosten sparen möchte, der sollte sich an ein simples Mantra der energetischen Gebäudesanierung halten: „Ein Gebäude muss als Gesamtkonstrukt verstanden werden.“ Die höchsten Heizkostenersparnisse werden nicht durch die bloße Installation einer neuen Heizung erreicht. Eine anständige Dämmung ist genauso wichtig.

Wer das Projekt „Heizkosten einsparen“ angehen möchte, sollte unbedingt die Sanierungskette einhalten. Schafft man sich eine neue Heizung an und dämmt das Eigenheim erst hinterher, so wird die neue Ölheizung in den allermeisten Fällen überdimensioniert sein. Hätte man außerdem beide Maßnahmen aufeinander abgestimmt, so wäre die Förderung unter Umständen höher ausgefallen. So braucht eine Amortisation dann entsprechend deutlich länger. In einigen Fällen ist sie auch ausgeschlossen.

Alternative Heizungen mit höherer Förderung

Manchmal ist die Ölheizung der einzige Ausweg, wenn man im Winter nicht frieren möchte. Meist ist in diesen Fällen ein Gasanschluss nicht realisierbar, die Dämmung für eine Wärmepumpe zu schlecht oder der vorhandene Platz reicht für eine Pelletheizung nicht aus.

Sollte man aber die Möglichkeit haben, auf erneuerbare Energien umzusteigen, dann sollte diese Chance auch wahrgenommen werden, um langfristig Heizkosten einzusparen. Darüber hinaus erhalten diese Systeme aufgrund einer besseren Umweltbilanz stets hohe Fördersummen. Bei uns finden Sie eine praktische Übersicht mit allen Möglichkeiten zur Wärmeversorgung.

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