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Fördersysteme für Pelletheizungen - ein Überblick

Bild: Ein Pelletsilo mit Saugsystem
Der Maulwurf im Einsatz | © Schellinger KG

Auch wenn es die ganze Angelegenheit noch einfacher gestalten würde, lassen sich Pellets leider nicht in die Heizung hineinwünschen. Kompliziert ist das Vorhaben aber trotzdem nicht. Per Förderschnecke oder dem so genannten Maulwurf gelangt der Brennstoff aus dem Pelletsilo in die Pelletheizung. Welches Fördersystem sich besser eignet, hängt meistens von den räumlichen Gegebenheiten ab.

Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile beider Systeme und geben hilfreiche Tipps für den Kauf!


So arbeiten Förderschnecke und Maulwurf

Abhängig von den lokalen Gegebenheiten, kommen in den meisten Fällen pneumatische Saugsysteme (Maulwurf) oder Förderschnecken zum Einsatz, um die Pelletheizung mit Pellets zu versorgen. Entsprechend der Möglichkeiten zur Entnahme der Pellets, variieren auch die Bauarten der Pelletsilos. Egal ob von oben, oder von unten, wichtigstes Kriterium beim Abtransport ist die strukturelle Erhaltung der Pellets. Gehen viele Pellets auf dem Weg zur Heizung kaputt, erhöht dies (bei gleichbleibender Heizleistung) den Pelletverbrauch drastisch.

Entscheidend ist beim Kauf ebenfalls die Qualität von Förderschnecke und Maulwurf. Wer billig kauft, zahlt meistens doppelt. In Internetforen liest man häufig, dass Förderschnecken schnell defekt seien und ein Maulwurf die weitaus bessere Lösung wäre. Oft wird dabei aber ein Saugsystem aus einer gehobenen Preisklasse, mit einer Förderschnecke in einfachster Standardausführung verglichen. Es zahlt sich daher aus, beide Varianten objektiv miteinander zu vergleichen und so das optimale Fördersystem für Ihre Pelletheizung zu finden. Eine alternative stellen kombinierte Varianten dar, die Saugsystem und Förderschnecke vereinen. Hierbei werden die Vorteile beider Systeme genutzt, was jedoch auch höhere Anschaffungskosten nach sich zieht.

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Maulwurf - Pelletbeförderung per Saugsystem

Der sogenannte Maulwurf befördert die Pellets über ein Saugsystem in die Pelletheizung. Einmal angeschlossen, sorgt das System selbstständig für Brennstoffnachschub. Vorstellen kann man sich die Anlage als großen Staubsauger, aber je nach Größe des Pelletsilos, muss unter Umständen ein zweiter Maulwurf verwendet werden. Ein großes Plus: Geschickte Heimwerker können die Anlage selbst installieren. Das Saugsystem kann dabei rund 25 Meter in der Länge und 5 Meter in der Höhe überwinden.

Vorteile vom Maulwurf

  • Ein Schrägboden ist im Pelletsilo nicht erforderlich. Das spart Aufwand, Platz und Kosten.
  • Der Maulwurf lässt sich leicht einbauen.
  • Pellets können über größere Distanzen und „um die Ecke“ transportiert werden.
  • Die Pellets können Materialschonend abtransportiert werden.

Nachteile vom Maulwurf

  • In einem größeren Pelletsilo wird mehr als ein Maulwurf gebraucht.
  • Der Maulwurf muss beim Befüllen des Lagers unter die Decke gezogen werden.
  • Nicht alle Bereiche des Silos werden vom Maulwurf problemlos erreicht.
  • Der Saugvorgang findet unter einer gewissen Lautstärke statt.
  • Ein Maulwurf ist teurer als eine Förderschnecke.

Förderschnecke - schiebt die Pellets in den Pelletkessel

Bild: Eine Förderschnecke für Pellets Pellet-Transport mit Förderschnecke | © AXIOM, Heizen mit Pellets

Wer ein altbewährtes Fördersystem sucht, der findet mit der Förderschnecke genau die richtige Lösung. Vermutlich vom berühmten Mathematiker Archimedes entwickelt, wird die Förderschnecke schon seit über 2.000 Jahren erfolgreich zum Transport von Flüssigkeiten und Schüttgut eingesetzt.

Das Funktionsprinzip ist dabei so genial, wie auch einfach: Eine zentrale Spindelwelle schiebt die Pellets in einem Rohr, mit einer stetigen Drehbewegung vorwärts. Es können damit Transportwege von bis zu 6 Metern, bei einer maximalen Steigung von 30 Grad realisiert werden.

Einfache Spiralschnecken besitzen keine zentrale Achswelle. Dies macht sie zwar günstig, aber auch sehr anfällig für Betriebsausfälle. Man sollte daher beim Kauf auf Qualität setzen und nur Systeme mit fester Welle wählen. So ist auch langfristig eine Störungsfreie Arbeitsweise garantiert.

Vorteile der Förderschnecke

  • Geringe Geräuschentwicklung beim Transport der Pellets in die Pelletheizung.
  • Förderschnecken sind eine altbewährte Technologie.
  • Eine Förderschnecke ist günstiger als ein Maulwurf.

Nachteile der Förderschnecke

  • Das Pelletsilo muss über einen Schrägboden verfügen, damit die Pellets auf die Förderschnecke rutschen.
  • Die Förderschnecke wirkt mechanisch auf die Pellets ein und kann diese so beschädigen. Eine Minderung des Heizwertes ist dadurch möglich.
  • Längere Transportwege lassen sich nur kompliziert realisieren.
  • Um Wartungsarbeiten durchführen zu können, muss das Pelletlager leer sein.

Kombinierte Systeme

Zu größeren Qualitätsverlusten kommt es beim Transport der Pellets häufig dann, wenn zwei Förderschnecken aneinander grenzen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine horizontale Förderschnecke, die auf eine aufwärts geneigte trifft. Um dieses Problem zu umgehen, können Saugsysteme in Kombination mit Förderschnecken betrieben werden, um Verluste beim Heizwert der Pellets zu minimieren. Im Normalfall befindet sich die Förderschnecke im Pelletsilo, während das Saugsystem den Weg zur Pelletheizung übernimmt.

Kosten der Fördersysteme

Die Wahl des passenden Fördersystems kann auch eine Kostenfrage sein. Einfache Förderschnecken sind in der Regel günstiger als ein Maulwurf, aber darüber hinaus (bei qualitativ minderwertigen Anlagen) auch anfälliger für Betriebsstörungen. Die Kosten sollten daher langfristiger betrachtet werden. Auch der zusätzlich benötigte Schrägboden bei Verwendung einer Förderschnecke steigert den Preis bei der Erstanschaffung.

Für eine Förderschnecke müssen rund 1.700 Euro einkalkuliert werden. Der Maulwurf schlägt in derselben Größe mit gut 2.200 Euro zu Buche. Kombinierte Systeme kosten etwa 2.000 Euro.


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Geschrieben von:
Stephan Günther


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