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Inhaltsverzeichnis

Heizkosten - Welche Werte sind normal?

Man sollte bei einer Betrachtung beachten, dass es nur noch wenige alte Häuser gibt, die eine reine Elektroheizung und somit Strom zum Heizen verwenden. Die jüngste Entwicklung im Neubaubereich zeigt jedoch, dass schon jetzt und auch in Zukunft viele Wärmepumpen verbaut werden. Diese werden mit Strom betrieben, sodass die Nachfrage nach Heizungen mit elektrischem Energieträger wieder steigt.

Für die Darstellung der durchschnittlichen Heizkosten gehen wir von einem alleinstehenden Einfamilienhaus mit zwei Stockwerken und 200 m² Wohnfläche aus. Dabei werden wir die durchschnittlichen Heizkosten für die Energieträger Erdgas, Heizöl, Holzpellets, Scheitholz und Strom aufzeigen.

Wichtig für die Berechnung der durchschnittlichen Heizkosten ist der durchschnittliche Energieverbrauch eines Einfamilienhauses, das entweder mit Erdgas, Heizöl, Holzpellets, Scheitholz oder Strom geheizt wird. Multipliziert mit dem gegenwärtigen Preisniveau, erhält man die durchschnittlichen Heizkosten. Das Potenzial, Heizkosten einzusparen, ist mit der Umstellung auf moderne Heizsysteme am größten.

Doch ist der Verbrauch natürlich auch zu einem sehr starken Teil vom persönlichen Heizverhalten abhängig. Wer sich im Winter unbedingt im T-Shirt in der Wohnung aufhalten möchte, sollte sich über höhere Heizkosten nicht wundern. Es gibt jedoch auch viele kleine Helfer, die dabei unterstützen, die Heizkosten im Alltag im Blick und unter Kontrolle zu behalten. So zum Beispiel die programmierbaren Heizkörper-Thermostate (Energiesparregeler). Hier erfahren Sie, welche Heizkosten für die folgenden Heizungen normal sind:

Vergleichen Sie Ihre Heizkosten ganz einfach einmal mit einem durchschnittlichen Haushalt.

Erdgas - durchschnittliche Heizkosten pro Jahr

Bild: Gasheizung
Gasheizung | © Steshkin Yevgeniy / shuttestock.com

Eine Gas-Heizung in deutschen Haushalten verursacht Kosten von etwa 11,56 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Der Durchschnittsverbrauch für Gasheizungen in Deutschland, Warmwasser nicht mit eingerechnet, liegt bei etwa 16 Kubikmeter Erdgas bzw. 160 Kilowattstunden je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. 

Entscheidend für den Vergleich der eigenen Heizkosten mit denen anderer sind viele Einflussfaktoren. Das Alter und der energetische Standard des Eigenheims bzw. der Wohnung, der technische Standard des Heizsystems, die Kosten für den Energieträger (Erdgas, Heizöl, Strom oder z. B. Pellets) sowie das eigene Heizverhalten.

Rechnung

Folgende Beispielrechnung (siehe Tabelle unten) soll dennoch die durchschnittlichen Heizkosten pro Jahr für verschiedene Gebäudearten aufzeigen. Es kann generell festgehalten werden, dass ältere Hauser mehr Energie verbrauchen und demnach im Durchschnitt mehr Heizkosten entstehen, als bei neueren Baujahren oder gar Passiv-Häusern.

Zugrunde gelegt wurde ein Einfamilienhaus mit 200 Quadratmeter Grundfläche. Der jeweilige Verbrauchswert für die Gebäudeart (Kilowattstunde pro Quadratmeter pro Jahr) wurde mit der Durchschnittsgröße eines Einfamilienhauses (200 Quadratmeter) und den Kosten für den Energieträger (Euro pro Kilowattstunde) multipliziert.

In diesem Fall rechnen wir mit dem durchschnittlichen Gaspreis von 2015 - 2017: 6,97 Cent pro Kilowattstunde. (Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e. V.) Im Endeffekt können so die durchschnittlichen jährlichen Heizkosten eines Einfamilienhauses von 200 Quadratmeter Wohnfläche berechnet werden.

Durchschnittlicher Energieverbrauch eines Einfamilienhauses mit Gas-Heizung

Gebäudeart Rechnung
(kWh/m²*a) * m² * (€/kWh)
Heizkosten
pro Jahr
Baujahr bis 1977 200 x 200 x 6,97 Ct/kWh 2.788 €/a
Baujahr bis 2002 100 x 200 x 6,97 Ct/kWh 1.394 €/a
KfW-Effizienzhaus 70 60 x 200 x 6,97 Ct/kWh 836,40 €/a
Passiv-Haus 15 x 200 x 6,97 Ct/kWh 214,80 €/a

Anhand dieser Zahlen können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen, wie viele Kosten jährlich durch das Heizen mit Erdgas entstehen.

Durchschnittlicher Energieverbrauch an Erdgas eines Einfamilienhauses pro m² und Jahr

Gebäudeart Rechnung
(kWh/m²a) * (€/kWh)
Heizkosten
pro Jahr & m²
Baujahr bis 1977 200 x 6,97 Ct/kWh 13,94 €/m²a
Baujahr bis 2002 100 x 6,97 Ct/kWh 6,97 €/m²a
KfW-Effizienzhaus 70 60 x 6,97 Ct/kWh 4,18 €/m²a
Passiv-Haus 15 x 6,97 Ct/kWh 1,05 €/m²a

Wenn Sie nun die Kennwerte mit einer beliebigen Wohnfläche, z. B. der des eigenen Hauses, multiplizieren, erhalten Sie einen Vergleichswert für ein Haus ihrer Größe. Wenn Sie über diesem Wert liegen, sind ihre Heizkosten höher als im bundesweiten Durchschnitt. Sind Sie unter diesem Wert, gehören Sie zu den sparsamen Heizern.

Wenn Sie nach dieser kurzen Analyse nicht zufrieden sind mit Ihren Heizkosten, da diese generell zu hoch sind oder im Vergleich mit dem Durchschnitt deutlich höher liegen, dann sollten Sie über eine Sanierung nachdenken. Langfristig können Sie so Geld sparen und die Umwelt schonen. Eine neue Gasheizung kann schon bis zu 30 Prozent Heizenergie einsparen.

Was Sie sonst noch tun können

Oft ist es hilfreich, über eine Dämmung der Fassade oder den Austausch alter Fenster nachzudenken. Eine Kern-/ Einblasdämmung gibt es schon ab ca. 3.000 Euro. Das steigert die Energieeffizienz und verbessert vor allem das Raumklima.

Heizöl - durchschnittliche Heizkosten pro Jahr

Bild: Ölheizung
Heizöl | © Samran wonglakorn / shutterstock.com

Eine Öl-Heizung verursacht Kosten von etwa 10,96 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Dabei liegt der deutsche Durchschnittsverbrauch von Heizöl bei 13,6 Litern pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Nicht berücksichtigt wird dabei der Ölverbrauch für die Warmwasserbereitung.

Die Tabelle unten zeigt die Berechnung der durchschnittlichen jährlichen Heizkosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 200 Quadratmeter Wohnfläche. Zusätzlich wurden die Heizkosten pro m² und Jahr dargestellt. Achten Sie darauf, dass ältere Häuser dabei einen höheren Verbrauch und somit höhere Kosten pro Quadratmeter als modernere Häuser haben.

Die Berechnungen erfolgen mit dem durchschnittlichen Preis für Heizöl von 5,57 Cent pro Kilowattstunde (Durchschnitt 2015 - 2017).  Wenn Sie mit Hilfe der durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr Ihr eigenes Gebäude berechnen und mit den Durchschnittswerten vergleichen, so können Sie schnell feststellen, ob Ihre Heizkosten zu hoch sind.

Jährliche Heizkosten eines Einfamilienhauses mit Öl-Heizung

Gebäudeart Rechnung
(kWh/m²a) * m² * Ct/kWh)
Heizkosten
pro Jahr
(€/a)
Heizkosten
pro m² & Jahr
(€/m²a)
Baujahr bis 1977 200 x 200 x 5,57 Ct/kWh 2.228 €/a 11,14 €/m²a
Baujahr bis 2002 100 x 200 x 5,57 Ct/kWh 1.114 €/a 5,57 €/m²a
KfW-Effizienzhaus 70 60 x 200 x  5,57 Ct/kWh 668,40 €/a 3,34 €/m²a
Passiv-Haus 15 x 200 x  5,57 Ct/kWh 167,10 €/a 0,83 €/m²a

Wie können Sie Ihre Heizkosten verringern?

Eine Dämmung der Fassade, die Umrüstung auf eine Gasheizung (falls Gasanschluss vorhanden) oder die Installation einer modernen Pelletheizung stellen eine Lösung dar. Informieren Sie sich bei uns unabhängig und unverbindlich zu Ihren Optionen! Eine Senkung der Heizkosten um 30 Prozent ist schon mit relativ geringen Investitionen möglich. Außerdem besteht die Möglichkeit Ihre Heizung mit einer heizungsunterstützenden Solarthermie-Anlage zu kombinieren.

Pellets - durchschnittliche Heizkosten pro Jahr

Bild: Pelletheizung
Günstige Pellets | © Jiri Hera / shuttestock.com

Eine Pellet-Heizung verursacht Kosten von etwa 8,38 € pro m² Wohnfläche und Jahr. Dieser Wert basiert auf dem durchschnittlichen Energieverbrauch von 160Kilowattstunde pro Quadratmeter Wohnfläche für ein Durschnittshaus in Deutschland. Der aktuelle Preis für Pellets liegt bei etwa 4,95 Cent/ Kilowattstunde (Durchschnitt 2015 - 2017).

In jedem Kilogramm Pellets stecken etwa 5 Kilowattstunden Energie. Also 5 Kilwattstunden pro Kilogramm Pellets. Für ein Kilogramm Pellets zahlt man aktuell etwa 24 Cent, bzw. für eine Tonne Pellets 245,52 Euro. (Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e. V.) Für die Berechnung der Heizkosten kann entweder mit dem Preis pro Kilogramm für Pellets oder mit dem Preis pro Kilowattstunde gerechnet werden.

Als Beispiel hier die Berechnung mit dem Kilopreis: Energieverbrauch des Hauses (in KIlowattstunde pro Quadratmeter und Jahr) x Wohnfläche des Hauses (in Quadratmeter) x Pelletpreis (Euro pro Kilogramm) / 5 (da in einem Kilogramm Pellets etwa 5 Kilowattstunden Energie gespeichert sind)

In der Tabelle unten sehen Sie die Heizkosten pro Jahr für verschiedenen Gebäudearten mit unterschiedlichen energetischen Standards bei einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern. Zudem wurden die durchschnittlichen jährlichen Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr dargestellt.

Jährliche Heizkosten eines Einfamilienhauses mit Pellet-Heizung

Gebäudeart Rechnung
(kWh/m²a) * m² * Ct/kWh)
Heizkosten
pro Jahr
(€/a)
Heizkosten
pro m² & Jahr
(€/m²a)
Baujahr bis 1977 200 x 200 x 4,95 Ct/kWh 1.980 €/a 9,90 €/m²a
Baujahr bis 2002 100 x 200 x 4,95 Ct/kWh 990 €/a 4,95 €/m²a
KfW-Effizienzhaus 70 60 x 200 x 4,95 Ct/kWh 594 €/a 2,97 €/m²a
Passiv-Haus 15 x 200 x 4,95 Ct/kWh 148,50 €/a 0,74 €/m²a


Wenn man den Energiebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr durch 5 Kilowattsstunden pro Kilogramm teilt, so erhält man den Kennwert des Pelletverbrauchs in Kilogramm pro Quadratmeter. Der Jahresbedarf für ein Einfamilienhaus mit 200 Quadratmeter Wohnfläche gestaltet sich für verschiedene Haustypen folgendermaßen:

Gebäudeart Verbrauch Pellets
(kg/m²a)
Verbrauch Einfamilienhaus (200 m²)
(kg/a)
Baujahr bis 1977 40 kg/m²a 8.000 kg/a
Baujahr bis 2002 20 kg/m²a 4.000 kg/a
KfW-Effizienzhaus 70 12 kg/m²a 2.400 kg/a
Passiv-Haus 3 kg/m²a 600 kg/a


Anhand dieser Kennwerte können Sie die Heizkosten Ihres Einfamilienhauses mit den durchschnittlichen Heizkosten anderer Gebäude vergleichen. Insgesamt liegen die Heizkosten für Nutzer einer Pelletheizung unter denen von Gas- und Öl-Heizungsnutzern. Dies liegt vor allem an dem günstigen Preis für den Brennstoff (Pellets). Liegen Sie über dem Durchschnitt? Dann sollten Sie über eine Sanierung nachdenken oder prüfen, ob Ihr Heizverhalten von dem Durchschnitt in Deutschland abweicht.

Scheitholz - durchschnittliche Heizkosten pro Jahr

Bild: Scheitholzvergaser
Scheitholzvergaser | © T. Linack / fotolia.com

Eine Scheitholz-Heizung verursacht Kosten von etwa 5,10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Nimmt man den durchschnittlichen Energieverbrauch für ein Einfamilienhaus in Deutschland von 160 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr an, so ergibt sich dieser Wert durch Multiplikation mit dem Scheitholzpreis (Euro pro Kilowattstunde).

Der aktuelle Preis für Scheitholz liegt gemittelt über die gängigsten Holzsorten Buche und Fichte bei etwa 3,0 Cent pro Kilowattstunde (Durchschnitt 2015 - 2017). In jedem Kilogramm Scheitholz stecken etwa 4,2 Kilowattstunden Energie. Der Heizwert der Holzart richtet sich dabei nach dem Wassergehalt und nicht nach der Dichte der Holzsorte.

Für ein Kilogramm Scheitholz zahlt man aktuell etwa 13 Cent, bzw. für eine Tonne Pellets 245,25 Euro. (Quelle: Wikipedia.de & Holzbrennstoffe.de) Für die Berechnung der Heizkosten kann entweder mit dem Kilopreis für Scheitholz oder mit dem Preis pro Kilowattstunde gerechnet werden.

Als Beispiel hier die Berechnung mit dem Kilopreis: Energieverbrauch des Hauses (in Kilowattstunde pro Quadratmeter und Jahr) x Wohnfläche des Hauses (in Quadratmeter) x Scheitholzpreis (Euro pro Kilogramm) / 4,2 (da in einem Kilogramm Scheitholz etwa 4,2 Kilowattstunden Energie stecken).

In der Tabelle unten können Sie Heizkosten pro Jahr und Gebäudeart (unterschiedliche energetische Standards) für eine Wohnfläche von 200 Quadratmetern sehen. Zusätzlich aufgeführt sind durchschnittliche jährliche Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr.

Jährliche Heizkosten eines Einfamilienhauses mit Scheitholz-Heizung

Gebäudeart Rechnung
(kWh/m²a) * m² * Ct/kWh)
Heizkosten
pro Jahr
(€/a)
Heizkosten
pro m² & Jahr
(€/m²a)
Baujahr bis 1977 200 x 200 x 3,00 Ct/kWh 1.200 €/a 6,00 €/m²a
Baujahr bis 2002 100 x 200 x 3,00 Ct/kWh 600 €/a 6,53 €/m²a
KfW-Effizienzhaus 70 60 x 200 x 3,00 Ct/kWh 360 €/a 3,92 €/m²a
Passiv-Haus 15 x 200 x 3,00 Ct/kWh 90 €/a 0,98 €/m²a


Wenn man den durchschnittlichen Energiebedarf der Gebäudearten angegeben in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr durch 4,2 Kilowattstunden pro Kilogramm teilt, so erhält man den Kennwert des Scheitholzverbrauchs in Kilogramm pro Quadrameter.

Der Jahresbedarf für ein Einfamilienhaus mit 200 Quadratmeteren Wohnfläche ergibt sich für verschiedene Haustypen wie folgt:

Gebäudeart Verbrauch Scheitholz
(kg/m²a)
Verbrauch Einfamilienhaus (200 m²)
(kg/a)
Baujahr bis 1977 47,6 kg/m²a 9.520 kg/a
Baujahr bis 2002 23,9 kg/m²a 4.780 kg/a
KfW-Effizienzhaus 70 14,2 kg/m²a 2.840 kg/a
Passiv-Haus 3,6 kg/m²a 720 kg/a


Mit diesen Werten können Sie Ihr Haus mit anderen Häusern vergleichen und Rückschlüsse ziehen, ob Sie über oder unter dem Durchschnitt anderer Gebäude liegen. Die Heizkosten bei einer Scheitholzheizung sind im Vergleich zu einer Pelletheizung leicht höher. Andere Vorteile einer Scheitholzheizung sind sicherlich, dass der Brennstoff unter anderem recht einfach selbst besorgt werden kann.

Strom - durchschnittliche Heizkosten pro Jahr

Bild: Elektroheizung
Elektroheizung | © Photoseeker / shutterstock.com

Eine Elektro-Heizung verursacht Kosten von etwa 47,36 € pro m² Wohnfläche und Jahr. Basierend auf dem Durchschnittswert von 160 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und dem aktuelle Strompreis von 29,84 Cent je Kilowattstunde (Durchschnitt 2015 - 2017). Diese Werte sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten, da viele Gebäude nicht rein elektrisch beheizt werden und moderne elektrisch betriebene Wärmepumpen in der Regel auch nur in sehr gut gedämmten Gebäuden, wie etwa Passiv-Häusern, verbaut werden.

Nehmen wir aber weiterhin das schon oben zugrunde gelegte Beispiel für die Berechnungen, nachdem die Häuser verschiedener energetischer Klassen einen jährlichen Energieverbrauch von 200, 100, 60 oder 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter haben, und betrachten ein Einfamilienhaus der Größe 200 Qadratmetern Wohnfläche, so ergeben sich die in den Tabellen unten dargestellten Werte.

Jährliche Heizkosten eines Einfamilienhauses mit Elektro-Heizung

Gebäudeart Rechnung
(kWh/m²a) * m² * €/kWh)
Heizkosten
pro Jahr
(€/a)
Heizkosten
pro m² & Jahr
(€/m²a)
Baujahr bis 1977 200 x 200 x 29,84 Ct/kWh 11.936 €/a 59,68 €/m²a
Baujahr bis 2002 100 x 200 x 29,84 Ct/kWh 5.968 €/a 29,84 €/m²a
KfW-Effizienzhaus 70 60 x 200 x 29,84 Ct/kWh 3.580 €/a 17,90 €/m²a
Passiv-Haus 15 x 200 x 29,84 Ct/kWh 895,20 €/a 4,48 €/m²a

Rein elektrisch beheizte Gebäude sind im Vergleich zu den anderen Heizungsanlagen in Bezug auf die Heizkosten deutlich teurer und daher im Durchschnitt sehr ineffizient.

Was können Sie tun?

Sollten Sie in einem alten Bestandsgebäude wohnen und dieses noch rein elektrisch beheizen, so ist es sicherlich sinnvoll, über eine verbesserte Dämmung, ein neues Heizungssystem oder eine PV-Anlage nachzudenken. Gerade eine PV-Anlage kann deutliche Einsparungen bringen, wenn Sie den produzierten Strom selbst verbrauchen. Etwa 70 Prozent des Strombedarfs können mit einer durchschnittlichen PV-Anlage abgedeckt werden.

Bild: Heizkosten Vergleich
Jährliche Heizkosten pro Quadratmeter im Vergleich | © Energieheld

In dieser Grafik sehen Sie die jährlichen Heizkosten pro Quadratmeter im direkten Vergleich. Als Grundlage dient ein älteres Einfamilienhaus, das nach der Wärmeschutzverordnung von 1977 gedämmt wurde. Es lässt sich deutlich erkennen, dass das Heizen mit Strom die teuerste Variante ist.

Fazit - Heizkosten steigen weiter an

Die eigenen Heizkosten im Auge zu behalten, ist wichtig. Schnell entstehen zu hohe laufende Kosten, die monatlich ins Geld gehen. Wer seine Heizkosten gering hält, spart so mittelfristig Geld. Energetische Sanierungen lohnen sich unterschiedlich schnell, häufig schon nach wenigen Jahren. Neben dem Senken der Heizkosten tun Sie zudem damit etwas Gutes für die Umwelt, denn durch weniger benötigte Heizenergie wird auch weniger CO2 emittiert. Ein klarer Vorteil für Mensch und Umwelt!