Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
Ich stimme zu
ssl-certificate

Klimaanlage gesucht?

kostenlose Angebote | regionale Betriebe | 100% unverbindlich

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Klimaanlage

Obwohl Klimaanlagen eine angenehme Raumluft erzeugen und aufrecht erhalten, ist eine reine Klimaanlage jedoch keine Alternative für das Passiv-, Nullenergie- oder Plusenergiehaus. Dies liegt daran, dass Einzelgeräte, die nicht in Verbindung mit einer Lüftungsanlage stehen, Energiefresser sind und die Stromkosten schnell in die Höhe treiben. In diesen Fällen ist es besser, auf Lüftungsanlagen zurückzugreifen, welche ebenfalls klimatisieren können.

Mobile Klimaanlagen - lieber nicht

Mobile Klimaanlagen oder auch Kompaktgeräte werden für wenig Geld in allen Baumärkten angeboten. Betrachtet man den Energieverbrauch und die Betriebsumstände, so wird schnell ersichtlich, dass die Anschaffung einer solchen Klimaanlage wenig Sinn macht. Bei Kompaktgeräten wird die warme und feuchte Abluft des Gerätes über einen Schlauch durch einen Fenster- oder Türspalt nach außen geleitet.

Somit gelangt ständig neue warme Luft von außen in das Zimmer und der Kühleffekt wird stark beeinträchtigt. Auch für Allergiker stellen diese Klimaanlagen keine Alternative dar, um die Luft von Allergenen zu befreien, da durch die stetige Öffnung immer wieder neue Allergene dem Raum zugeführt werden. Weitere Nachteile dieser Geräte sind die hohe Geräuschbelästigung und die mangelnde Einbruchsicherheit. Das Einzige, was bei den mobilen Klimaanlagen wirklich rund läuft, ist die Zählscheibe in Ihrem Stromzähler.

Splitgeräte - Unterteilung in einen Innen- und Außenteil

Bild: Splitgerät Klimaanlage
Splitgerät - Das Innenteil | © Günter Menzl / fotolia.com

Splitgeräte haben eine deutlich bessere Kühlleistung als Kompaktgeräte und werden fest im Gebäude integriert. Die Anlage wird in einen Innenteil (im Gebäude) und einen Außenteil (außerhalb des Gebäudes) unterteilt. Beide Teile werden über eine Rohrleitung miteinander verbunden. Im Innenteil der Anlage wird die Raumluft an einem Verdampfer vorbeigeführt. Dabei wird die Raumluft durch das Verdampfen eines Kältemittels abgekühlt und Feuchtigkeit durch die Verschiebung des Taupunktes in einem Sammelbehälter aufgefangen.

Die abgeführte Wärme wird durch die Rohrleitungen nach außen transportiert, wo sie über den Kondensator des Kühlkreislaufes an die Umgebung abgegeben wird. Das kondensierte Kältemittel wird anschließend entspannt und dann zurück zum Verdampfer geleitet. Das auskondensierte Wasser im Innenteil der Anlage muss entweder durch eine Rohrleitung dem Abwasser zugeführt werden oder manuell aus einem Sammelbehälter entleert werden.

Werden in einem Haus mehrere Klimaanlagen benötigt, so bieten sich sogenannte Multisplitgeräte an. Es handelt sich dabei um eine Art Netz, bei denen mehrere Innengeräte mit einem Außengerät verbunden werden.

Vor- und Nachteile von Splitgeräten

Splitgeräte besitzen neben ihrem größten Vorteil, nämlich dass sie von Allergenen befreien, jedoch auch schwerwiegende Nachteile. Dies liegt vor allem daran, dass sie in der Anschaffung, sowie im Betrieb sehr kostenintensiv sind.

Vorteile von Splitgeräten Nachteile von Splitgeräten
Effizienter als mobile Klimageräte, da keine warme Luft von außen nachströmt Hohe Anschaffungskosten
Befreien von Allergenen Aufwendige Anlagenmontage
Wenig Allergene durch die Anlage Außenwände müssen für die Rohrleitungen durchbohrt werden, sodass eine Wärmebrücke entsteht
  Hohe Betriebskosten

Wärmepumpe als Klimaanlage

Bild: Wärmepumpe
Wärmepumpen können auch als Klimaanlage dienen | © hutti / pixabay.com CC0

Da das Prinzip der Wärmepumpe auf einem Kälteprozess basiert, wie er auch in Klimaanlagen eingesetzt wird, besteht die Möglichkeit, die Wärmepumpe im Sommer auch zur Raumkühlung zu nutzen. Die Anlage kann sowohl Wärme als auch Kälte liefern.

Bei einer energetischen Grundsanierung ist es daher ratsam, im Vorfeld zu prüfen, ob eine Wärmepumpe eine sinnvolle Variante für das vorliegende Gebäude darstellt und ob diese im Sommer auch zur Raumkühlung verwendet werden kann. Das Prinzip einer solchen Wärmepumpe ist im Grunde ganz einfach. Das Erdreich hält das gesamte Jahr eine Temperatur im Bereich zwischen 10°C und 12°C.

Reversible Wärmepumpe und Natural-Cooling System - zwei Systeme zur Raumkühlung

Bei der reversiblen Wärmepumpe wird die Stromführung der Wärmepumpe über Vier-Wege-Ventile verändert. Dadurch werden Komponenten, Kondensator und Verdampfer vertauscht. Durch die Heizungsanlage wird das Kältemittel verdampft und die Raumluft abgekühlt. Das heiße Kältemittel wird dann im kälteren Erdreich wieder kondensiert. Eine reversible Wärmepumpe ist somit ein Kühlschrank im großen Stil.

Beim Natural-Cooling System wird der Kältekreislauf nicht als solcher genutzt, sondern das Kältemittel wird durch eine Umwälzpumpe im Kreislauf gefahren. Somit wird es einfach im Erdreich abgekühlt und nimmt dann aufgenommene Energie des Heizungssystems auf. Dadurch werden die Räume sehr langsam und schonend gekühlt. Des Weiteren arbeiten die Umwälzpumpe und die Regeleinheit deutlich energiesparender als die gesamte Wärmepumpe.

In beiden Varianten muss eine Taupunktüberwachung installiert werden. Diese muss dafür sorgen, dass die Raumluft nicht unter 20°C abgekühlt wird, und es somit zur Auskondensation von Feuchtigkeit im Boden oder in den Wänden kommt.

Vor- und Nachteile bei der Verwendung der Wärmepumpe als Klimaanlage

Wenn Sie die Wärmepumpe als Klimaanlage verwenden möchten, stoßen Sie auf verschiedene Vor- und Nachteile, die im Folgenden ausführlich dargestellt werden.

Vorteile von Wärmepumpen als Klimaanlage Nachteile von Wärmepumpen als Klimaanlage
Sehr schonende und somit angenehme Raumkühlung Sehr hohe Anschaffungskosten
Keine gesundheitsgefährdende Unterkühlung möglich Kann nicht zur Raumentfeuchtung genutzt werden
Abgeführte Wärme bei reversiblen Wärmepumpen kann auch zur Warmwasserbereitung verwendet werden Nur in Verbindung mit gut gedämmten Gebäuden sinnvoll
Effiziente Variante der Gebäudekühlung im Sommer bei gut gedämmten Gebäuden