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Lüftungsanlage gesucht?

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Inhaltsverzeichnis

Eine Einführung zur Lüftungsanlage

Um auch in gut gedämmten Gebäuden Feuchtigkeit und Schadstoffe nach außen zu befördern und dadurch die Gefahr der Schimmelpilzbildung zu bannen, werden energiesparende Lüftungsanlagen eingesetzt. Diese sorgen automatisch über eine mechanische Lüftung dafür, dass die Räumlichkeiten mit frischer Luft versorgt werden, die Energie dabei aber im Haus bleibt.

Unbedingt den Blower-Door-Test machen!

Um den ordnungsgemäßen Betrieb einer Lüftungsanlage gewährleisten zu können, sollten Sie stets darauf achten, dass eine hohe Luftdichtheit im Gebäude gegeben ist. Ist dies nicht der Fall, kann es zu unangenehmen Durchzugserscheinungen im Gebäude kommen, welche gleichzeitig die energetischen Einsparungen zu Nichte machen. Um herauszufinden wie luftdicht Ihr Gebäude ist, können Sie einen "Blower-Door-Test" machen.

Vorteile und Nachteile einer Lüftungsanlage

Eine Lüftungsanlage bietet neben den bereits genannten Effekten noch weitere Vorteile (aber auch Nachteile), die wir Ihnen hier vorstellen:

Vorteile Nachteile
Senkt die Heizkosten Nicht immer in Altbauten einsetzbar
Macht das Haus Allergiker-freundlich Teilweise hohe Anschaffungskosten
Belastung durch Hausstaubmilben nimmt ab Stromverbrauch steigt
Schnell regulierbare Lufttemperatur  
Lärmschutz, weil Fenster geschlossen bleiben können  

Für Neubau und zum Nachrüsten

Lüftungsanlagen werden hauptsächlich in Neubauten eingesetzt, die ein entsprechendes Lüftungskonzept besitzen. Sie können einen Lüftungsanlage zwar auch problemlos nachrüsten lassen, dann ist die Wahrscheinlichkeit jedoch groß, dass die laufenden Kosten höher und die Energieeinsparungen niedriger sind. In unsanierten und teilsanierten Altbauten macht das Nachrüsten einer Lüftungsanlage meist wenig Sinn.

Unterschied: Zentrale oder dezentrale Lüftungsanlage

Bild: Abluftgitter einer dezentralen Lüftungsanlage
Abluftgitter einer dezentralen Lüftung | © MemoryCatcher / pixabay.com CC0

Bei Lüftungsanlagen werden dezentrale und zentrale Varianten eingesetzt. Grundsätzlich kann man die beiden Lüftungsanlagen nochmals in drei verschiedene Gruppen unterteilen. Zu diesen zählen zum einen die reinen Abluftanlagen und zum anderen die Zu- und Abluftanlagen, die wiederum mit oder ohne Wärmerückgewinnung ausgestattet sein können.

Da nicht jede Lüftungsanlage für jeden Gebäudetypen geeignet ist, haben wir von Energieheld die wichtigsten Unterschiede, Unterarten, sowie Vorteile und Nachteile für Sie zusammengefasst. Ingesamt lässt sich jedoch sagen, dass dezentrale Lüftungsanlagen eher für sanierte Altbauten und zentrale Lüftungsanlagen eher für Neubauten eingesetzt werden sollten.

Gebäude Lüftungsanlage
Altbau (unsaniert) Keine Lüftungsanlage
Altbau (teilsaniert) Kompaktgerät
Altbau (vollständig saniert) Dezentrale Lüftungsanlage
Neubau Zentrale Lüftungsanlage

Dezentrale Lüftungsanlage - die günstige Variante

Dezentrale Lüftungsanlagen werden nur in den Räumen installiert, in denen sie tatsächlich gebraucht werden. Dazu gehören beispielsweise Küchen, Bäder oder Raucherräume. Für die Installation ist kein großer Bauaufwand notwendig, daher bieten sie sich sowohl für Besitzer von Altbauten als auch für Bauherren von einem Neubau an.

Dezentrale Lüftungsanlage (Abluftanlage)

Dezentrale Lüftungsanlagen als Abluftanlagen eignen sich besonders in Räumen, in denen Feuchtigkeit und unangenehme Gerüche abgeführt werden sollen. Hierfür eignen sich dezentrale Abluftanlagen, da sie schnell und mit wenig Aufwand auch nachträglich installiert werden können. Dezentrale Abluftanlagen funktionieren folgendermaßen:

  • Das Zimmer wird über einen kleinen Kanal mit der Außenluft oder einem Abluftschacht verbunden.
  • In der Anlage selbst befindet sich ein Ventilator, der einen Unterdruck im Raum erzeugt und somit die feuchte, schlechte Luft absaugt.
  • Um bei Nichtbetrieb eine gewisse Wärmedämmung zu gewährleisten, werden in der Anlage mehrere Abluftklappen verbaut, die sich erst bei Betrieb der Anlage öffnen.
  • Der Betrieb der Anlage kann manuell über die Raumbeleuchtung oder über Feuchtigkeits- und CO2-Sensoren aktiviert werden. Die Variante der Sensoren stellt dabei die energieeffizienteste dar, da die Anlage nur bei Bedarf betrieben wird.
  • Die Zuluft wird passiv bereitgestellt. Dies geschieht entweder durch einfache Lüftungsklappen oder Lüftungsschlitze in Türen.

Dezentrale Zu- und Abluftanlage

Dezentrale Zu- und Abluftanlagen ähneln stark den reinen Abluftanlagen. Da sowohl die Zu-, als auch die Abluftfunktionen von einem einzigen Gerät ausgeführt werden, ist der bauliche Aufwand, der zur Installation einer solchen Anlage benötigt wird, eher gering. Es muss lediglich ein Außenluftzugang, der in den meisten Fällen in Fensternähe realisiert wird, hergestellt werden. Technisch gesehen setzen sich diese Lüftungsanlagen aus Ventilatoren und Klappen zusammen.

Die Geräte können zum einen in Intervallen gefahren werden, sodass es immer eine Zu- und eine Abluftphase gibt. Zum anderen gibt es auch Geräte, bei denen beides gleichzeitig stattfindet. Bei der zweiten Variante muss darauf geachtet werden, dass bei der Installation die Luftströme nicht kurzgeschlossen werden. Der Lüftungseffekt würde sonst stark beeinträchtigt werden. Um die Zuluft von Allergenen und Schmutzpartikeln zu befreien, werden Filter eingesetzt.

Dezentrale Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung

Bild: Abdeckung dezentrale Lüftungsanlage
Abdeckung für Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung | © mariesacha / fotolia.com

Dezentrale Lüftungsanlagen mit Zu- und Abluftanlagen, die zudem zur Wärmerückgewinnung genutzt werden können, unterscheiden sich in der Energieeffizienz maßgeblich von dezentralen Zu- und Abluftanlagen ohne Wärmerückgewinnung.

In diesen Anlagen können 70 bis 75 Prozent der Energie aus der Abluft entnommen und der Zuluft zugeführt werden. Da es sich auch hier um ein dezentrales System handelt, können die Geräte nur raumweise verwendet werden. Besonders zu empfehlen sind diese Anlagen für Gebäude mit Passivhausstandard oder höher. Der bauliche Aufwand in Altbauten hält sich dabei ebenso in Grenzen. In den meisten Fällen werden die Systeme in direkter Nähe zu Fenstern angebracht.

Je nach Funktionsweise der Lüftungsanlage werden Rekuperatoren oder Regeneratoren für die Wärmerückgewinnung eingesetzt. Strömen Zu- und Abluft gleichzeitig durch die Anlage, so wird ein Rekuperator, meistens in Form eines Plattenwärmeüberträgers, eingesetzt. Dabei gibt die Abluft ihre Wärme an die kältere Zuluft ab und erwärmt diese.

Handelt es sich um eine Lüftungsanlage bei der der Ventilator im Wechselbetrieb für Zu- und Abluft betrieben wird, kommen sogenannte Regeneratoren zum Einsatz. Dabei wird eine thermische Speichermasse während der Abluftphase erwärmt, sodass diese in der Zuluftphase im Stande ist, die kalte Zuluft aufzuheizen. Will man diese Geräte an Orten wie Schlaf- oder Kinderzimmern zur Anwendung bringen, ist auf besonders geräuscharme Ventilatoren zu achten.

Vorteile und Nachteile einer dezentralen Lüftungsanlage

Hier finden Sie eine Auflistung der üblichen Vorteile und Nachteile dezentraler Lüftungsanlagen:

Vorteile dezentrale Lüftungsanlage Nachteile dezentrale Lüftungsanlage
Kostengünstiger als zentrale Lüftungsanlagen Hoher Kostenaufwand bei der Anschaffung im gesamten Gebäude
Nachträglicher Einbau in Altbauten leicht zu realisieren Höhere Lärmbelastung bei mehreren Anlagen
Geringe bauliche Maßnahmen notwendig Gefahr des Luftkurzschlusses
Wärmerückgewinnung kann eingesetzt werden Klimatisierung nur bedingt möglich
Bei der Belüftung weniger Räume kostengünstiger Betrieb Geringere Energieeinsparung als zentrale Anlagen
Individuelle Luftsteuerung möglich  

Zentrale Lüftungsanlage - die effizientere Variante

Bild: Zentrale Lüftung Rohre
Zentrale Lüftungsanlage | © FrederikT / wikimedia.org CC-BY-SA

Zentrale Lüftungsanlagen eignen sich am besten, um in luftdichten Gebäuden, wie Passivhäusern oder Nullenergiehäusern, für den nötigen Luftwechsel zu sorgen. Mit ihnen kann beim Lüften ein Großteil der Energie eingespart werden. Grund dafür sind sehr effektive Wärmerückgewinnungen, die integriert werden können. Eingesetzt werden diese Systeme zum Großteil in Neubauten, da eine nachträgliche Installation im Altbau mit großem baulichen und finanziellen Aufwand verbunden ist.

Der Einbau von zentralen Lüftungsanlagen muss exakt durchgeplant werden, sodass in allen Räumlichkeiten ein ausreichender Luftwechsel stattfinden kann. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die gesamte Anlage mit Lüftungskanälen, Filtern und Brandschutzklappen so ausgelegt wird, dass eine leichte und einfache Wartung möglich ist. Ist dies nicht der Fall, kann auf Dauer kein hygienischer Betrieb gewährleistet werden.

Zentrale Lüftungsanlage (Abluftanlage)

Bild: Aufbau zentrale Lüftung
Eine zentrale Lüftungsanlage reguliert die Luft im Haus | © BLACK ME / Fotolia.com

Zentrale Abluftsysteme sind die preisgünstigste Variante, um feuchte oder verbrauchte Luft aus Räumen, wie Bad oder Küche, zu entfernen. Im Vergleich zu den anderen zentralen Lüftungsanlagen muss bei zentralen Abluftanlagen der geringste bauliche Aufwand betrieben werden. Somit sind sie auch in einigen Fällen für eine nachträgliche Installation in Altbauten geeignet.

Zentrale Abluftanlagen bestehen aus einem großen, zentralen Ventilator, der mehrstufig betrieben werden kann. In den einzelnen Zimmern werden Abluftklappen installiert, die luftdicht abgeschlossen werden können und schallgedämmt sind. Die einzelnen Abluftklappen werden über ein Kanalsystem mit der zentralen Ventilatoreinheit verbunden. Die Ansteuerung des Ventilators kann, wie auch bei dezentralen Abluftanlagen, manuell oder über Sensoren, welche den Raumluftzustand erfassen, geschehen.

Die zweite Variante stellt dabei die energieeffizienteste Möglichkeit dar, da die Abluft bedarfsorientiert abgeführt wird. Anders als bei dezentralen Abluftanlagen wird bei zentralen Abluftanlagen eine Energierückgewinnung in der Anlage integriert. Dies geschieht beispielsweise über eine Wärmepumpe, die der Abluft die Energie entzieht und der normalen Raumheizung zuführt. Aus finanziellen Gründen lohnen sich die zentralen Systeme erst bei großen Anlagen in Mehrfamilienhäusern.

Zentrale Lüftungsanlage (Zu- und Abluftanlage)

Eine zentrale Zu- und Abluftanlage wird, um einen hygienischen Mindestluftwechsel in den Räumen zu realisieren, neben dem System für die zentrale Abluftanlage, noch um eine zentrale Zuluftanlage erweitert. Diese besteht aus einer zentralen Ventilatoreinheit, welche frische Außenluft ansaugt. Über diverse Systeme kann die angesaugte Luft gereinigt, temperiert, entfeuchtet oder befeuchtet werden. Zu den zusätzlichen Bestandteilen der Anlage zählen:

  • Zuluftanschlüsse, die die Zuluft anschließend zur Verfügung stellen.
  • Zuluftleitungen, die unterschiedlich klimatisierte Luft fördern.

Über das Abluftsystem wird, wie bei einer zentralen Abluftanlage, die Abluft über einen zentralen Ventilator über das Dach abgeführt. Durch den hohen baulichen Aufwand dieser Anlagen sind diese nicht für die Anwendung in Altbauten geeignet. Für Passivhäuser oder Nullenergiehäuser stellen sie jedoch eine gängige Alternative dar. Um die Vorteile dieses Systems voll ausnutzen zu können, ist eine sehr hohe Luftdichtheit des Gebäudes erforderlich.

Zentrale Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung

Bild: Wärmerückgewinnung
Zentrale Anlage kombiniert Lüftung und Wärmerückgewinnung | © BLACK ME / Fotolia.com

Die zentrale Zuluft und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung ist die effektivste Lösung für Neubauten, um gleichzeitig das Gebäude zu lüften und dabei Energie zu sparen. Mit dieser Anlage können 90 bis 95 Prozent der in der Abluft enthaltenen Wärme zurückgewonnen werden, die anschließend der Zuluft direkt zugeführt wird.

Die Anlagen eignen sich damit für den Einsatz in Passiv-, Nullenergie- oder Plusenergiehäusern. Wie bei zentralen Anlagen ohne Wärmerückgewinnung, wird die Ab- und Zuluft den Räumen über zentrale Ventilatoreinheiten und Kanalsystemen entnommen oder zur Verfügung gestellt. Die Wärmerückgewinnung geschieht über große zentrale Wärmeüberträger (Rekuperatoren oder Regeneratoren), in denen die Wärme der Abluft direkt der Zuluft zugeführt wird.

Somit lassen sich jedes Jahr etliche kWh an Heizenergie einsparen, die bei einfachem Lüften mit Außenluft verloren gehen würden. Die Ansteuerung der Ventilatoren sollte bei solchen Anlagen über Sensoren erfolgen, die den Zustand der Raumluft erfassen und die Lüftung bedarfsgerecht regeln. Das ist besonders energiesparend und materialschonend zugleich.

Vorteile und Nachteile einer zentralen Lüftungsanlage

Alle Vorteile und Nachteile einer zentralen Lüftungsanlage im Überblick:

Vorteile zentrale Lüftungsanlage Nachteile zentrale Lüftungsanlage
Hohe Energieeinsparungen können realisiert werden Anschaffung ist sehr kostenintensiv
Geringere Lärmbelästigung als in dezentralen Anlagen durch zentrale Anlagenteile und Schallschutzklappen Nur bedingt in Altbauten einsetzbar
Keine Gefahr des Luftkurzschlusses bei richtiger Planung Hoher baulicher Aufwand
Klimatisierung der Zuluft möglich Höherer Wartungsaufwand für hygienischen Betrieb
Einzelne Regulierbarkeit der Räume  

Wartung der Lüftungsanlage und Filter reinigen

Bild: Abluft-Kamine einer Lüftungsanlage
Abluft-Kamine einer Lüftungsanlage | © stux / pixabay.com CC0

Die Wartung Ihrer Lüftungsanlage können Sie einem Profi im Rahmen eines Wartungsvertrages überlassen oder bei Bedarf auch selbst übernehmen. Vornehmlich sind dabei kleinere Reinigungsarbeiten und Sichtkontrollen durchzuführen, die die einwandfreie Funktionalität der Anlage garantieren.

In der Regel werden alle Filter, Gitter, der Wärmetauscher und der Ablauf der Kondensatwanne gereinigt. Die Filter können problemlos in der Spülmaschine oder unter fließendem Wasser gereinigt werden.

Je nach Bauart besitzen die Lüftungsanlage eine automatische Filterüberwachung oder vorgegebene Zeiträume. Diese liegen in der Regel zwischen 2 und 4 Reinigungsintervallen pro Jahr. Besonders empfindliche Allergiker können die Intervalle auch noch erhöhen. Falls Sie sich die selbstständige Wartung nicht zutrauen, dann sollten Sie lieber einen Fachbetrieb zu Rate ziehen, um die einwandfreie Funktion der Lüftungsanlage nicht zu gefährden.

Preisvergleich: Übliche Kosten für eine Lüftungsanlage

Hier finden Sie einen Preisvergleich mit den üblichen Kosten für verschiedene Lüftungsanlagen. Zentrale Varianten sind dabei zwar teurer, sparen in einem Neubau jedoch einiges an Heizkosten ein.

Lüftungsanlage Laufende Kosten Kosten inklusive EInbau
Dezentrale Lüftungsanlage ca. 10 € pro Jahr ab 2.500 €
Zentrale Lüftungsanlage ca. 150 € pro Jahr
(senkt die Heizkosten)
ab 8.000 €

Staatliche Förderung für eine Lüftungsanlage

Um die staatliche Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu erhalten, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Zunächst gilt, dass die Förderung nur VOR dem Einbau und zusammen mit einem Energieberater beantragt werden kann. Darüber hinaus macht die KfW folgende Vorgaben für die Förderung einer kompletten Lüftungsanlage:

  • Bedarfsgeregelte zentrale Abluftsysteme, die Feuchte-, CO2- oder Mischgasgeführt sind und eine spezifische elektrische Leistungsaufnahme der Ventilatoren von Pel,Vent ≤ 0,20 W/ (m3/h) aufweisen.
  • Zentrale, dezentrale oder raumweise Anlagen mit Wärmeübertrager, mit denen ein Wärmebereitstellungsgrad von ηWBG ≥ 80 Prozent bei einer spezifischen elektrischen Leistungsaufnahme von Pel,Vent ≤ 0,45 W/(m3/h) oder ein Wärmebereitstellungsgrad von ηWBG ≥ 75 Prozent bei einer spezifischen elektrischen Leistungsaufnahme von Pel,Vent ≤ 0,35 W/(m3/h) erreicht wird.

Für einfache Kompaktgeräte (nur für KfW Effizienzhaus 100 oder besser) gelten folgende Vorgaben:

  • Kompaktgeräte mit Luft-/Luft-Wärmeübertrager und Abluftwärmepumpe mit denen ein Wärmebereitstellungsgrad von ηWBG ≥ 75 Prozent bei einer Jahresarbeitszahl von εWP;m ≥ 3,5 und eine spezifische elektrische Leistungsaufnahme der Ventilatoren von Pel,Vent ≤ 0,45 W/(m3/h) erreicht wird.
  • Kompaktgeräte mit Luft-/Luft-/Wasser-Wärmepumpe ohne Luft-/Luft-Wärmeübertrager mit denen eine Jahresarbeitszahl von εWP;m ≥ 3,5 bei einer spezifischen elektrischen Leistungsaufnahme der Ventilatoren von Pel,Vent ≤ 0,35W/(m3/h) erreicht wird.

Falls Ihre Lüftungsanlage die Vorgaben erfüllt, dann steht Ihnen entweder ein reiner Zuschuss oder ein zinsgünstiger Kredit (inklusive Tilgungszuschuss) zur Verfügung:

KfW Programm Förderung Betrag
Programm KfW 430 (Einzelmaßnahme)  10 % der Sanierungskosten max. 5.000 €
Programm KfW 151/152 (Einzelmaßnahme) 0,75 % Zinsen + Tilgungszuschuss
bis zu 7,5 %
max. 50.000

Hinweise für Allergiker

Eine Lüftungsanlage kann enorm dazu beitragen, das Wohnklima für Allergiker zu verbessern. Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine Wunderlösung, die wirklich alle Pollen oder Hausstaubmilben beseitigt - die Anzahl der Erreger wird jedoch erheblich verringert. Neben dem Luftaustausch helfen vor allem die Filter einer Lüftungsanlage dabei, die Pollen oder Milben dauerhaft zu binden und anschließend zu entsorgen.